21. September 2021 / 10:24 Uhr

Trainer-Legende Bernd Schuster über die Auswechslung von Lionel Messi: Das muss der PSG-Star lernen

Trainer-Legende Bernd Schuster über die Auswechslung von Lionel Messi: Das muss der PSG-Star lernen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
PSG-Star Lionel Messi verweigerte nach seiner Auswechslung den Handschlag mit seinem Trainer. Der Argentinier sollte seine Lehren daraus ziehen, meint Bernd Schuster (l.). 
PSG-Star Lionel Messi verweigerte nach seiner Auswechslung den Handschlag mit seinem Trainer. Der Argentinier sollte seine Lehren daraus ziehen, meint Bernd Schuster (l.).  © IMAGO/NurPhoto/Imaginechina (Montage)
Anzeige

Ganz Paris spricht über diesen Aufreger: Die Auswechslung von Lionel Messi gegen Olympique Lyon wird mancherorts als Majestätsbeleidigung wahrgenommen. Aus Sicht von Trainer-Legende Bernd Schuster muss der PSG-Star aus seiner mürrischen Reaktion die richtigen Lehren ziehen. 

Das Star-Ensamble von Paris Saint-Germain hat in den ersten sechs Ligue-1-Spielen sechs Siege eingefahren und damit einen Start nach Maß hingelegt, auch wenn der jüngste Erfolg über Olympique Lyon (2:1) am Sonntag erst in der Nachspielzeit unter Dach und Fach gebracht werden konnte. In der medialen Berichterstattung stand nach dem Heimsieg der Hauptstädter allerdings weniger das Ergebnis, sondern die Auswechslung von Lionel Messi in der 75. Minute im Fokus. Der Argentinier trottete daraufhin mürrisch an seinem Trainer Mauricio Pochettino vorbei. Zu diesem Aufreger in Frankreich hat sich mit Bernd Schuster nun ein ausgewiesener Spanien-Experte in der Bild zu Wort gemeldet, der die Karriere des Ex-Barcelona-Profis in der Vergangenheit aufmerksam verfolgte.

Anzeige

Der frühere Trainer von Real Madrid hat den Unterschied zwischen Messi bei Barça und Messi bei PSG herausgestellt. Bei den Katalanen sei es laut Schuster kein Thema gewesen, ihn auszuwechseln. "In Barcelona war Messi ein Muss!", erinnert sich der Europameister von 1980. Vor allem in den letzten Jahren sei er die Figur gewesen, von der das gesamte Team abhing.

Schusters Rat an Messi: "Kann froh sein, nicht mehr 60 Spiele machen zu müssen"

Tatsächlich wurde der Superstar in den vergangenen zehn Jahren lediglich 18-mal ausgewechselt - in der Regel bei Verletzungen oder in Spielen, in denen Barça deutlich in Führung lag. Bei den mit Stars gespickten Parisern dürfte es für den inzwischen 34-Jährigen etwas anders laufen. So analysiert auch Schuster Messis neue Lage: "In Paris können auch Neymar und Mbappé Spiele gewinnen. Das muss Messi in den nächsten Jahren lernen und positiv sehen, damit es in Paris nicht schwierig wird." Vielmehr solle er froh darüber sein, nicht mehr 60 Spiele machen zu müssen. "Er ist ja kein junger Spieler mehr ...", hält Schuster fest.

Messis Coach und Landsmann Pochettino hatte nach der Reaktion des mehrfachen Weltfußballers seinen Standpunkt als Trainer klar zum Ausdruck gebracht: "Man muss Entscheidungen treffen und an das Beste für die Mannschaft und jeden Spieler denken. Manchmal sind die Entscheidungen positiv, manchmal nicht, aber dafür ist man Trainer."