29. August 2020 / 20:51 Uhr

Neuer Wirbel um Lionel Messi – Berichte: Superstar will Barcelona-Trainingsauftakt schwänzen

Neuer Wirbel um Lionel Messi – Berichte: Superstar will Barcelona-Trainingsauftakt schwänzen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lionel Messi will den FC Barcelona in diesem Sommer verlassen - nach fast 20 Jahren im Verein.
Lionel Messi will den FC Barcelona in diesem Sommer verlassen - nach fast 20 Jahren im Verein. © Pool
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Nächste Runde im Rosenkrieg zwischen Lionel Messi und dem FC Barcelona. Wie mehrere spanische Medien berichten, wird der Weltfußballer am Sonntag nicht zum Trainingsauftakt der Katalanen erscheinen und seinen Transfer forcieren. Barca bittet seine Profis am Sonntag zum Corona-Test, am Montag erfolgt der Trainingsstart.

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Der Vertragsstreit zwischen Weltfußballer Lionel Messi und dem FC Barcelona erreicht offenbar eine neuen Dimension. Wie der katalanische Radiosender RAC1 und die Sportzeitung Marca berichten, soll Messis Vater und Berater Jorge dem Klub mitgeteilt haben, dass sein Sohn am Sonntag nicht zum obligatorischen Coronavirus-Test auf dem Trainingsgelände der Katalanen erscheinen werde - und auch der erste Trainingseinheit vor der neuen Saison unter Neu-Trainer Ronald Koeman am Montag will der 33-Jährige wohl nicht beiwohnen.

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"Wir werden sehen müssen, wie die Position des FC Barcelona ist, wenn Messi morgen nicht erscheint", wird Jorge Messi von RAC1 zitiert. Hintergrund von Messis Fernbleiben dürfte der Zoff um eine Klausel in seinem noch bis 2021 gültigen Vertrag sein, die dem 33-Jährigen einen ablösefreien Wechsel garantiert. Der entsprechende Passus ist zwar am 10. Juni ausgelaufen. Messi reklamiert allerdings, dass wegen der durch die Corona-Krise verlängerten Saison sein Sonderkündigungsrecht ausgedehnt werden müsse. Eine Teilnahme an der Vorbereitung des Klubs würde wie ein Eingeständnis aussehen, dass seine Auslegung der Klausel fehlerhaft ist. Messis Fernbleiben soll für Barcelona überraschend kommen.

Am Samstag war zudem bekannt geworden, dass die Berater des 33-Jährigen dem Klub schon vor rund anderthalb Monaten mitgeteilt haben, dass der sechsmalige Weltfußballer seinen nach der kommenden Saison auslaufenden Vertrag beim spanischen Vize-Meister nicht verlängern wird. Stattdessen sehe er seine Zukunft bei einem anderen Verein. Die Mitteilung seiner Absichten am vergangenen Dienstag sei nur die offizielle Bestätigung gewesen.

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Allerdings ist bisher keineswegs klar, wie ein Wechsel im Detail über die Bühne gehen könnte - weshalb Messi nun in den "Streik" tritt. Barca beharrt darauf, dass Messi die Klausel bis zum 10. Juni hätte aktivieren müssen, damit sie wirksam wäre. Der Argentinier hält weiterhin dagegen. In Messis Arbeitspapier soll indes auch eine Ausstiegsklausel über 700 Millionen Euro festgeschrieben sein. Die Barcelona-Bosse sollen darauf pochen, dass ein möglicher Abnehmer diese volle Summe zahlt. Als heißester Kandidat wird immer wieder Manchester City genannt. Der Trainer des englischen Vizemeister, Messis Weggefährte Pep Guardiola, soll in der vergangenen Woche bereits mit dem Argentinier telefoniert haben.