29. September 2021 / 19:41 Uhr

Ohne Messi und Ronaldo: Wie Barcelona und Juventus Turin sich neu erfinden müssen

Ohne Messi und Ronaldo: Wie Barcelona und Juventus Turin sich neu erfinden müssen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Lionel Messi und Cristiano Ronaldo werden beim FC Barcelona und Juventus Turin schmerzhaft vermisst.
Lionel Messi und Cristiano Ronaldo werden beim FC Barcelona und Juventus Turin schmerzhaft vermisst. © IMAGO/NurPhoto/Xinhua/dpa/Montage
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Der FC Barcelona musste im Sommer den Abgang von Klub-Ikone Lionel Messi verkraften. Juventus Turin trennte sich von Cristiano Ronaldo. Beide Klubs haben anschließend einen mäßigen Saisonstart hingelegt. In der Champions League stehen daher Standortbestimmungen an. 

Beim Blick auf die Fakten finden sich in den jüngsten Entwicklungen von Juventus Turin und dem FC Barcelona etliche Parallelen. In der Vergabe der nationalen Meisterschaft spielten die klangvollen Klubs im Saisonfinale 2020/21 keine Rolle mehr. Sie trösteten sich jeweils mit dem Gewinn des Pokals. Im Sommer gaben zudem beide ihren größten Star ab. Die Verpflichtung eines adäquaten Ersatzes gestaltete sich sowohl in Barcelona als auch in Turin schwierig. Und beim Start in die neue Spielzeit ließen sich beide ebenfalls noch Luft nach oben. Kurzum: Nach Jahren des Glanzes und der Dominanz suchen Juve und Barça derzeit noch ihren Platz im nationalen und internationalen Vergleich.

Während die Italiener mit einem 3:0 gegen Malmö immerhin standesgemäß in die Champions League starteten und am Mittwochabend (21.00 Uhr) ohne Druck in das Topspiel der Gruppe H gegen den FC Chelsea gehen können, stehen die Spanier nach der klaren 0:3-Niederlage gegen den FC Bayern schon im zweiten Gruppenspiel mit dem Rücken zur Wand. Gewinnen sie auch gegen Benfica Lissabon (21.00 Uhr) nicht, könnte sogar die K.o.-Runde verpasst werden. Ein Horror-Szenario - nicht zuletzt angesichts des massiven Schuldenbergs.

Der Saisonstart auf nationaler Ebene erweckte den Anschein, dass die Klubs sich nach den Abgängen von Cristiano Ronaldo und Lionel Messi sportlich noch nicht neu gefunden hatten. Die zahlreichen Turiner Tifosi, die ihre Freude über den Ronaldo-Abschied lautstark zum Ausdruck gebracht hatten, dürften diese kurzzeitig überdacht haben, als nach drei Serie-A-Spielen nur ein ein Punkt zu Buche stand. Und auch wenn Barcelona in La Liga noch ungeschlagen ist, ließen wiederholt harmlose Auftritte wie beim 0:0 in Cadiz oder beim 1:1 gegen Granada die katalanischen Fans ihren langjährigen Liebling Messi nicht weniger vermissen.

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Bei Juve scheint in Malmö der Knoten geplatzt zu sein. Anschließend wurden von neun möglichen Punkten in der Liga sieben geholt. Mit Chelsea watet nun der erste Top-Gegner der aktuellen Saison. Danach wissen Trainer Massimiliano Allegri und sein Team, wo sie stehen. Bei Barcelona schon von einer Trendwende zu sprechen wäre auch nach einem Sieg in Lissabon verfrüht, doch das ersehnte Comeback von Super-Talent Ansu Fati, der gegen Levante auch gleich traf, sorgte für den ersten Euphorie-Moment der nach Nach-Messi-Ära.