08. September 2021 / 18:44 Uhr

Lisa Budde vom FC Stahl Brandenburg ist "Heldin der Woche"

Lisa Budde vom FC Stahl Brandenburg ist "Heldin der Woche"

David Joram
Märkische Allgemeine Zeitung
Weiß, wo das Tor steht: Stahl-Stürmerin Lisa Budde (l.) trifft im Spiel gegen Wandlitz/Basdorf nach Belieben.
Weiß, wo das Tor steht: Stahl-Stürmerin Lisa Budde (l.) trifft im Spiel gegen Wandlitz/Basdorf nach Belieben. © Guido Hennig
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Eine Rückkehr wie gemalt: Lisa Budde hat sich nach zwei Kreuzbandrissen wieder im Fußball zurückgemeldet – mit sieben Toren, davon vier innerhalb von vier Minuten.

Wer über Lisa Budde schreibt, dass Tore ihren Weg pflastern, untertreibt gewaltig – vor alle, mit Blick auf das vergangene Spiel. 12:0 (!) siegte Budde mit den Landesliga-Fußballerinnen des FC Stahl Brandenburg am Sonntag gegen die Elf der SpG Wandlitz/Basdorf. Sieben Tore erzielte die Stürmerin Budde, davon vier binnen vier Minuten kurz nach der Pause. „Ich hatte eben gute Vorlagengeber“, sagt die 29-Jährige lachend. „Und bei zwei Toren musste ich nur den Kopf hinhalten.“

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Weil sie immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort stand, wie es Top-Stürmerinnen nun mal zu tun pflegen, kürten die Leserinnen und Leser Budde zur „Heldin der Woche“. Mit 34,3 Prozent lag sie am Ende vor Patrick Hamel (Grün-Weiß Ahrensfelde/23,7 Prozent), Justin Zwarg (SV Mühlenbeck/22,1) und Christian Mahnke (BSV Zaatzke/19,9).

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Dass sie sieben Tore schoss, freute Lisa Budde am Sonntag, klar. Noch besser aber fühlte es sich für sie an, überhaupt mal wieder von Anfang an auf dem Platz zu stehen. Vor drei Jahren hatte sich Budde einen ersten Kreuzbandriss zugezogen, im Mai 2019 den zweiten. „Ich war damals zu übermotiviert“, sagt sie. Nach dem zweiten Riss (im selben Knie) kam sie nur schwer in die Gänge, die konservativen Behandlungsmethoden schlugen nicht an wie gewünscht – im Sommer 2020 musste sie operiert werden. „Sie hat sich jetzt wieder ein Jahr rangekämpft, deshalb bin ich froh, dass sie nun wieder fit und gesund ist“, sagt ihr Trainer Oliver Gühne, der um die Wichtigkeit Buddes weiß: „Sie kann Spiele alleine entscheiden.“

Gelernt hat Budde das Fußball-Abc von der Pike auf. Als Siebenjährige stand sie schon mit ihrem Bruder auf dem Fußballplatz beim heimischen SV Einheit Kloster Zinna. Es folgte der Wechsel zum SSV Nonnendorf in den Frauenbereich und später gar zu Union Berlin, wo die Kickerin viele Tore schoss und den Aufstieg in die zweite Liga feierte. Doch das stete Pendeln wurde ihr irgendwann zu viel, Beruf und Sport waren nicht mehr vereinbar. Jetzt will sie beim FC Stahl wieder Spaß am Spiel haben – und vor allem verletzungsfrei bleiben.

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