07. November 2017 / 08:05 Uhr

Lissa schickt Roter Stern Leipzig mit 4:1 nach Hause

Lissa schickt Roter Stern Leipzig mit 4:1 nach Hause

Tino Glöckner
Leipziger Volkszeitung
Die Lissaerinnen Laura Merkel (links) und Julia Krappidel nehmen Leipzigs Miriam-Naomi Junk in ihre Mitte.
Die Lissaerinnen Laura Merkel (links) und Julia Krappidel nehmen Leipzigs Miriam-Naomi Junk in ihre Mitte. © Alexander Prautzsch
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Landesklasse: Souverän gegen das Schlusslicht.

Lissa. Die Fußballerinnen des SV Lissa haben in der Frauen-Landesklasse einen sicheren Heimsieg gefeiert. Sie schickten Schlusslicht Roter Stern Leipzig mit 4:1 (4:0) zurück in die Messestadt und übernahmen Tabellenplatz fünf.

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Bei Dauerregen und unangenehmen Temperaturen fand Lissa gut ins Spiel und bestimmte den Gegner nach Belieben, so fiel nach 16 Minuten der verdiente Führungstreffer, der in der Entstehung eine Augenweide war. Mit nur vier Pässen aus der eigenen Hälfte heraus erreichte der Ball Saskia Hirsch an der Strafraumgrenze, die der Keeperin keine Chance ließ. Das 2:0 fiel nur 5 Minuten später. Dabei rutschte Saskia Hirsch das nasse Spielgerät beim Flanken etwas über den Schlappen, was die Torfrau überraschte und der Ball senkte sich hinter ihr ins Tor.

DURCHKLICKEN: Eindrücke aus der Landesklasse der Frauen SV Lissa gegen RSL (November 2017)

SV 90 Lissa - Roter Stern Leipzig (4-1) (Alexander Prautzsch) (15) Zur Galerie
SV 90 Lissa - Roter Stern Leipzig (4-1) (Alexander Prautzsch) (15) © Alexander Prautzsch

Der Druck dauerte weiter an und die Gastgeberinnen erhöhten nach einem Freistoß auf 3:0. Eine Hereingabe von Annalena Röhlig verlängerte Laura Merkel, Ramona Lenhardt war schließlich zur Stelle und drückte den Ball ins Netz. Kurz vor der Halbzeitpause erzielte Saskia Hirsch ihren dritten Treffer. Nach einem Pass von Janina Brauns schob sie überlegt ins Eck. Sie wurde damit zur Spielerin des Tages, wird ihrem Team nun aber für mindestens ein halbes Jahr fehlen. Für ihre anstehende Operation wünschen ihre Mannschaftskolleginnen alles Gute und schnelle Genesung.

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Nach der Pause schaltete Lissa gleich mehrere Gänge herunter und ermöglichte den Gästen, die sich über Kampf und Einsatz tapfer wehrten, einige mitunter überflüssige Möglichkeiten und somit auch den Ehrentreffer. Trotz eigener Chancenvorteile gelang kein weiterer Treffer, die beste Chance hatte Emely Doberitz mit einem Lattenknaller. Der Boden wurde immer tiefer, der Platz rutschig und der Spielfluss ging verloren. Nichtsdestotrotz war der Sieg nie in Gefahr und am Ende völlig verdient. Am Sonntag reist Lissa zum Tabellenzweiten nach Schönau und wird dort einen wesentlich stärkeren Gegner vorfinden.

Lissa: Hundt; Feig, Röhlig, Krappidel, Radak, Merkel, Lenhardt, Brauns (71. Mörz), Hirsch (82. Krüger), Doberitz, Wachs (60. Lehmann).