24. Oktober 2017 / 09:49 Uhr

Lissa steckt  Rückstand weg und siegt 4:1

Lissa steckt  Rückstand weg und siegt 4:1

Tino Glöckner
Leipziger Volkszeitung
Platz 4: Lok Eberswalde II: 58 Gegentore in der 1. Kreisklasse Ost, 16. Tabellenplatz, 17:58 Tore, 10 Punkte.
Lissa holt drei weitere Punkte. © Imago
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Die Frauen des SV 90 erzielen bei Frisch Auf Doberschütz-Mockrehna alle Tore selbst.

Doberschütz/Lissa. Die Fußball-Frauen des SV 90 Lissa gewannen in der Landesklasse trotz Rückstands noch 4:1 (2:1) bei FA Doberschütz. Die Gastgeberinnen hatten sich nach ihrem ersten Sieg offensichtlich einiges vorgenommen und dabei die ungeliebten Rivalinnen aus Lissa zu Gast, die ersatzgeschwächt anreisten und zunächst keinen Zugriff fanden.

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Eigentor zum Auftakt

Gleich der erste druckvolle Angriff wurde schlampig verteidigt, aber wenigstens noch zur Ecke abgewehrt. Doch auch dieser Eckball konnte nicht konsequent geklärt werden. Den Nachschuss köpfte Laura Merkel unglücklich und unhaltbar für Keeperin Sarina Groscholewski unter die Querlatte – Doberschütz führte nach knapp fünf Minuten durch ein Lissaer Eigentor.

In der Folgezeit fanden die Gäste nicht ins Spiel, es fehlte an Ideen, Pässe kamen nicht an, sodass die Abwehr immer wieder hellwach sein musste. Doberschütz störte zeitig, machte aber in der eigenen Hintermannschaft Räume auf, die Lissa für seine schnellen Stürmerinnen brauchte. So kam es nach 15 Minuten wie aus heiterem Himmel zum Ausgleich. Laura Merkel schickte Annalena Röhlig steil, die sich durchsetzte und scharf in den Fünfmeterraum spielte, wo Saskia Hirsch im Vollsprint die Kugel über die Linie drückte – ein Angriff wie im Training.

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Danach entwickelte sich eine temporeiche und ansehnliche Begegnung, die so gar nicht zum kalten und verregneten Tag passte. Beide Abwehrreihen waren aber zunächst stabil und ließen nicht viel zu, die Offensivabteilungen blieben letztlich harmlos. Umso glücklicher die Gästeführung mit dem Halbzeitpfiff: Bei einer Flanke von Saskia Hirsch flog der Ball gegen den Arm einer Doberschützerin, der im Reflex nach oben ging. Nach kurzem Zögern zeigte der Referee auf den Strafstoßpunkt. Eigentorschützin Laura Merkel übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum 1:2.

Reichlich Gelegenheiten

Nach dem Seitenwechsel ergaben sich große Lücken und viele Chancen auf beiden Seiten. Dabei spielten die Gäste besser als im ersten Durchgang. Nach etwas mehr als einer Stunde fasste sich Laura Merkel ein Herz und konnte erst an der Strafraumgrenze per Foul gestoppt werden. Janina Brauns schoss den Freistoß hart über die Mauer, sodass ihre Ex-Kollegin Stephanie Böhm den Ball erst kurz vor dem Einschlag sehen konnte – 1:3. Wenig später hatte Lissa Glück, als Libera Samantha Feig der Ball an die Hand sprang und der Schiedsrichter ihr keine Absicht unterstellte.

Doberschütz versuchte nun alles und erarbeitete sich Chancen, entblößte aber die Deckung, was Lissa entgegenkam. Saskia Hirsch traf aber nur das Außennetz. Auch Lena Lehmann vergab gute Gelegenheiten, bevor sie nach einem groben Schnitzer der Hintermannschaft freie Bahn hatte und flach zum 1:4 verwandelte. Davon erholten sich die Gastgeberinnen nicht mehr. Sicher hätte die Partie auch 8:8 enden können, Lissa war aber effektiver und trotz gelegentlicher Probleme das bessere Team, denn es versuchte, trotz Eigentor, Rückstand und Verletzungspech stets sein Spiel zu machen.

Lissa: Sarina Groscholewski, Samantha Feig, Julia Krappidel, Lisa Krüger (34. Lisa-Marie Wachs, 76. Jasmin Mörz), Laura Merkel, Janina Brauns, Emely Doberitz, Annalena Röhlig, Saskia Hirsch, Ramona Lenhardt, Lena Lehmann.