15. Oktober 2021 / 15:12 Uhr

"Das wird eine Supermacht": Was Liverpool-Coach Jürgen Klopp von der Newcastle-Übernahme hält

"Das wird eine Supermacht": Was Liverpool-Coach Jürgen Klopp von der Newcastle-Übernahme hält

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Liverpool-Coach Jürgen Klopp erwartet, dass Newcastle United nach der Übernahme in den kommenden Jahren eine große Rolle im europäischen Fußball spielen wird. 
Liverpool-Coach Jürgen Klopp erwartet, dass Newcastle United nach der Übernahme in den kommenden Jahren eine große Rolle im europäischen Fußball spielen wird.  © IMAGO/PA Images
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Die Übernahme von Newcastle United durch ein Konsortium mit saudischer Beteiligung sorgte für Aufsehen und Verwunderung. Auch Liverpool-Trainer Jürgen Klopp blickt dem Ganzen kritisch entgegen, ist sich aber sicher, dass Newcastle in Zukunft eine "Supermacht" im Fußball werden könnte. 

Liverpool-Trainer Jürgen Klopp sieht den englischen Klub Newcastle United nach der Übernahme durch ein Konsortium mit saudischer Beteiligung auf dem Weg zur "Supermacht". Newcastle sei "der dritte Verein im Weltfußball, von dem ich weiß zumindest, der einem Land gehört und das offenbar einer der wohlhabendsten Familien auf dem ganzen Planeten". Die Möglichkeiten, die sich Newcastle nun böten, "sind natürlich immens", sagte Klopp in einem Interview von Sky Sport.

Es werde ein bisschen dauern, aber "dann wird Newcastle die nächsten 20, 30 Jahre - solange die da Spaß dran haben - im Weltfußball eine dominierende Rolle spielen", sagte der 54-Jährige und nannte auch einen anderen Aspekt. "Ich denke, es gibt keine zwei Meinungen über die offensichtlichen Bedenken bezüglich der Menschenrechte in Saudi-Arabien", betonte Klopp. Aber wenn "wir nur über den Fußball sprechen, dann ist das langfristig natürlich schon so, dass man sagen muss, das wird eine Supermacht". Die vielen guten Fußballer, die langfristig auf dem Markt sind, "die wird dann auch Newcastle finden".

Die Premier League hatte der Übernahme zugestimmt, da der Klub aus ihrer Sicht damit nicht unter der Kontrolle Saudi-Arabiens steht. Der öffentliche Investmentfonds Saudi-Arabiens soll 80 Prozent am Konsortium halten und ist nun Mehrheitseigner des Vereins. Zudem ist der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman, dem schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden, der einflussreichste Mann des Fonds, der als "vom Staat getrennt" betrachtet wird, womit eine Übernahme aus Liga-Sicht zulässig war.