28. Mai 2019 / 14:27 Uhr

Klopp vor Champions-League-Finale mit Liverpool optimistisch: Verlorene Endspiele "wie gute Medizin"

Klopp vor Champions-League-Finale mit Liverpool optimistisch: Verlorene Endspiele "wie gute Medizin"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Siegestanz: Nach dem mitreißenden Halbfinal-Comeback gegen Barcelona gilt Jürgen Klopp (Mitte) geht er mit seinem FC Liverpool als Favorit ins Finale der Champions League gegen Tottenham.
Siegestanz: Nach dem mitreißenden Halbfinal-Comeback gegen Barcelona gilt Jürgen Klopp (Mitte) geht er mit seinem FC Liverpool als Favorit ins Finale der Champions League gegen Tottenham. © imago images / Action Plus
Anzeige

Im dritten Anlauf will Jürgen Klopp endlich die Champions League gewinnen. 2013 scheiterte er mit dem BVB am FC Bayern, 2018 mit dem FC Liverpool gegen Real Madrid. Vor dem Duell der "Reds" mit Tottenham am Samstag betont Klopp: seine bisherigen Pleiten könnten ein Vorteil sein.

Motivation ist seine Stärke - das ist längst bekannt. Und das zeigt Jürgen Klopp auch vor dem anstehenden Champions-League-Finale gegen Tottenham Hotspur am Samstag (21 Uhr, Sky und DAZN). Vor seinem dritten Anlauf hat der deutsche Trainer des FC Liverpool die beiden verlorenen Königsklassen-Endspiele seiner Karriere kurzerhand zu einem Vorteil erklärt.

Anzeige

„Die Erfahrung, die ich gemacht habe, ist: Ein verlorenes Finale tut weh. Aber ein verlorenes Finale ist manchmal auch wie eine Medizin. Und ich habe in meiner Kindheit mal gelernt: Eine gute Medizin muss schlecht schmecken, aber sie hilft“, sagte Klopp am Dienstag in Liverpool. Ein weiterer Mitmacher: Hinter dem englischen Vizemeister liegt nun auch die magische Nacht an der Anfield Road im Halbfinal-Rückspiel gegen Barcelona (4:0), als die "Reds" die 0:3-Pleite aus dem Hinspiel wettmachten.

Mehr zum Champions-League-Finale

Klopps Team erstmals Favorit

„Aus heutiger Sicht ist es vielleicht gar nicht schlecht, dass wir das Finale im vergangenen Jahr verloren haben. Ich bin mir nicht sicher, ob wir heute wieder im Finale stehen würden, wenn wir vor einem Jahr gewonnen hätten.“ Klopp verlor mit dem FC Liverpool das Endspiel 2018 gegen Real Madrid und mit Borussia Dortmund das Endspiel gegen Bayern München 2013.

Am Samstagabend in Madrid ist das von ihm trainierte Team zum ersten Mal vor einem großen Finale auch der Favorit. „Die Welt da draußen erwartet von uns, dass wir das Finale gewinnen. Von mir persönlich erwarten das viele Leute vielleicht noch ein bisschen mehr, weil ich es so oft versucht habe“, sagte der 51-Jährige. „Ich will das Spiel unbedingt gewinnen, aber ich will das nicht für mich. Ich will das für meine Spiele und für diesen großartigen Club.“

Das sind die größten Wunder der Champions League

Die Champions League: Ein moderner Mythos, der immer wieder dramatische Geschichten schreibt. Der SPORTBUZZER hat die größten Wunder der CL-Historie in einer Bildergalerie zusammengefasst. Zur Galerie
Die Champions League: Ein moderner Mythos, der immer wieder dramatische Geschichten schreibt. Der SPORTBUZZER hat die größten Wunder der CL-Historie in einer Bildergalerie zusammengefasst. ©

Firmino wieder fit

Liverpool und Klopp können gegen Tottenham auch wieder auf den früheren Hoffenheimer Roberto Firmino setzen. Der 27 Jahre alte Brasilianer sei nach seinen muskulären Problemen wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, sagte Klopp bei der Pressekonferenz. Firmino hatte die drei vorangegangenen Spiele gegen Newcastle, Barcelona und Wolverhampton wegen seiner Verletzung verpasst. So kommt es also sehr wahrscheinlich zum Duell mit Harry Kane, der bei den "Spurs" wohl ebenfalls sein Comeback nach Verletzung feiern wird.

Verzichten muss Liverpool allerdings auf einen zweiten Schlüsselspieler: Der frühere Leipziger Naby Keita wird nach Angaben seines Trainers Klopp nicht mehr rechtzeitig für das Finale fit. Er verletzte sich im Halbfinal-Hinspiel der "Reds" gegen den FC Barcelona.