10. September 2020 / 12:55 Uhr

Liverpool-Trainer Jürgen Klopp stichelt gegen Transferpolitik von Chelsea und Manchester City

Liverpool-Trainer Jürgen Klopp stichelt gegen Transferpolitik von Chelsea und Manchester City

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jürgen Klopp geht mit dem FC Liverpool wieder als Mit-Favorit auf den Titel in die neue Saison.
Jürgen Klopp geht mit dem FC Liverpool wieder als Mit-Favorit auf den Titel in die neue Saison. © Getty Images
Anzeige

Kurz vor dem Start der neuen Premier-League-Saison spricht Liverpool-Trainer Jürgen Klopp über das nächste Kräftemessen mit den Top-Klubs. Im Vergleich zum FC Chelsea und Manchester City haben die Reds noch keine hohen Summen in neue Spieler investiert. Nachvollziehen kann der deutsche Coach die Einkaufspolitik der Konkurrenz nicht. 

Am Samstag startet die neue Premier-League-Saison - und Jürgen Klopp stichelt in Richtung des FC Chelsea und von Manchester City. Der Trainer des FC Liverpool betonte in einem Interview mit dem Radiosender BBC Radio 5 Live, dass er die Transfer-Politik der spendierfreudigen Konkurrenz nicht nachvollziehen könne. "Die einen kaufen Spieler, die anderen arbeiten gemeinsam daran, sich zu verbessern", sagte Klopp, der mit seinem Klub in der laufenden Wechselperiode keine hohen Millionen-Beträge wie die Vereine aus London und Manchester investierte.

Anzeige

FC Chelsea investiert über 200 Mio. für Umbruch

Der FC Chelsea gab für die Transfers von Kai Havertz (Bayer Leverkusen), Timo Werner (RB Leipzig), Ben Chilwell (Leicester City) und Hakim Siyech insgesamt 223,20 Millionen Euro aus. Zudem sicherten sich die Blues die Dienste von Thiago Silva (Paris Saint-Germain) und Malang Sarr (OGC Nizza) ablösefrei. Ganz so groß fällt der Umbruch bei Manchester City nicht aus. Bisher verpflichte der Klub von Pep Guardiola mit Nathan Aké (Bournemouth), Ferran Torres (FC Valencia), Yan Couto (Coritiba FC) und Issa Kaboré (KV Mechelen) "nur" vier Akteure für insgesamt 78,80 Millionen Euro.

Mehr vom SPORTBUZZER

Die Reds machten im Vergleich zur Konkurrenz sogar Gewinn im aktuellen Transferfenster. Die Abgänge von Dejan Lovren (Zenit Sankt Petersburg) und Ovie Ejaria (FC Reading) spülten zusammen 15,9 Millionen Euro in die Klub-Kasse. Für den einzigen Neuzugang Konstantinos Tsimikas (Olympiakos Piräus) gab der amtierenden Meister 13 Millionen Euro aus. Klopp erklärte: "Wir können uns nicht über Nacht ändern und sagen, wir wollen jetzt so sein wie Chelsea und einen Haufen Spieler holen. Du kannst nicht die besten elf Spieler der Welt holen und hoffen, dass sie eine Woche später den besten Fußball spielen."

Sky-Experte Dietmar Hamann vertritt eine ähnliche Meinung wie der Liverpool-Coach. Dass einige der neuen Cheslea-Stars noch nie in der Premier League gespielt haben, sei "ein Problem", wie Hamann in seiner Sky-Kolumne schreibt: "Als Titelkandidat sehe ich Chelsea eigentlich nicht." ManCity traut der 47-Jährige etwas mehr zu als dem neuen Chelsea-Aufgebot: "Vom Kader her gehen sie als zweiter Favorit ins Rennen, aber die Gefahr bei Guardiola ist, dass er sich mit der Zeit abnutzt."

Anzeige

Hamann glaubt an erneute Meisterschaft der Reds

Ex-Profi Hamann sieht die Reds im Titelrennen wieder ganz vorne. "Ich denke, dass Liverpool wieder das zu schlagende Team ist. Normalerweise reichen hohe 80 bis niedrige 90 Punkte zum Titelgewinn. Die werden die Reds holen", sagt der frühere Profi der Reds. Klopp möchte den FC Liverpool nicht mit Klubs wie den FC Chelsea oder ManCity vergleichen. "Manchen Vereinen scheint es weniger wichtig zu sein, wie unsicher die Zukunft ist. Sie sind im Besitz von Staaten, im Besitz von Oligarchen, das ist die Wahrheit. Wir sind ein anderer Typ Klub."

[Anzeige] Kein Bundesliga-Spiel verpassen: Checke hier die aktuellen Streaming-Angebote von WOW/Sky und DAZN.