04. Mai 2022 / 07:54 Uhr

Erleichterte "Mentalitätsmonster" aus Liverpool: "Wir hatten elf Probleme in der ersten Halbzeit"

Erleichterte "Mentalitätsmonster" aus Liverpool: "Wir hatten elf Probleme in der ersten Halbzeit"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jürgen Klopp umarmt seinen Torhüter Alisson Becker nach dem Einzug ins Endspiel der Champions League mit dem FC Liverpool.
Jürgen Klopp umarmt seinen Torhüter Alisson Becker nach dem Einzug ins Endspiel der Champions League mit dem FC Liverpool. © IMAGO/Sportimage
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Der FC Liverpool ist durch einen 3:2 (0:2)-Erfolg im Halbfinal-Rückspiel beim FC Villarreal ins Finale der Champions League eingezogen. Trainer Jürgen Klopp und seine Spieler haderten im Anschluss mit der verkorksten ersten Hälfte, lobten zeitgleich aber auch die starke Reaktion nach dem Seitenwechsel.

Zum dritten Mal in fünf Jahren hat sich Trainer Jürgen Klopp mit dem FC Liverpool für das Finale der Champions League qualifiziert. Den Sieg im Halbfinal-Rückspiel am Dienstagabend beim FC Villarreal, der die Klopp-Elf letztendlich ins Endspiel hievte, mussten sie sich allerdings hart erarbeiten. Zur Halbzeitpause lagen die "Reds" noch mit 0:2 zurück und hatten den 2:0-Vorsprung aus dem Hinspiel bereits gänzlich verspielt.

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Auch Außenverteidiger Trent-Alexander Arnold stellte im Gespräch mit dem englischen Pay-TV-Sender BT Sports hinterher fest: "In der ersten Halbzeit war es schwierig für uns. Wir haben damit gerechnet, aber manchmal kann man das Spiel nicht so kontrollieren, wie man es wollte." Die Liverpooler hätten zu Beginn "überhaupt keinen der zweiten Bälle aufgenommen" und Villarreal das Spiel spielen lassen, "das sie wollten". Und: "Wir haben es ihnen erlaubt."

Die in Liverpool viel beschworene Magie des Jürgen Klopp musste dieses Mal in der Halbzeitpause wirken. "Wir hatten elf Probleme in der ersten Halbzeit, wenn man so will", sagte der deutsche Trainer und fügte an: Das "Doofe" an so einer Halbzeit sei, "sie ist schlecht, das Gute ist, sie ist leicht zu verbessern", sagte Klopp bei Amazon Prime. "Und dann haben wir gedacht, das probieren wir jetzt, wo wir schon mal da sind." Er habe den Jungs vor der Partie gesagt, er wolle die Schlagzeile lesen: "Die Mentalitätsmonster waren in der Stadt", sagte Klopp, der gar nicht schlecht ins Spanische übersetzte: "Mentalidad monstruoso".

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Der Erfolgscoach schwärmte über den Auftritt im zweiten Durchgang: "So wie wir reagiert haben, das war besonders". Denn nach dem Seitenwechsel drehte sein Team dann im Stile einer Spitzenmannschaft auf und gewann die Partie durch Tore von Fabinho (62.), Luis Diaz (67.) und Sadio Mané (74.) noch mit 3:2. Mit einer präzisen Flanke steuerte der 23-Jährige die Vorlage zum zwischenzeitlichen 2:2 bei. "In der zweiten Halbzeit", sagte ein zufriedener Arnold, "haben wir so gespielt, wie wir spielen mussten."

Auch Mitspieler Virgil van Dijk lobte die starke Reaktion der Liverpooler: "Die zweite Halbzeit haben wir hervorragend gespielt, denke ich. Wir haben den Ball so schnell wie möglich zurückerobert und natürlich wird es dann für sie schwierig, mit dem Tempo und den Läufen Schritt zu halten." Aufgrund der immensen Leistungssteigerung nach der Pause sei es "ein verdienter Sieg" der "Reds" gewesen, wie der Innenverteidiger anmerkte.

Die Reds greifen als in dieser Saison weiterhin nach vier Titeln - auch wenn Klopp davon nichts wissen will. Im Endspiel der Königsklasse wartet am 28. Mai in Paris entweder wie 2018 Real Madrid oder England-Rivale Manchester City, die an diesem Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN [Anzeige]) den zweiten Finalisten ausspielen.