22. Mai 2019 / 18:35 Uhr

"Zu spät im Finalmodus": Waspo 98 verliert Spiel eins um die Meisterschaft gegen Spandau 04

"Zu spät im Finalmodus": Waspo 98 verliert Spiel eins um die Meisterschaft gegen Spandau 04

Simon Lange
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Der sitzt: Moritz Schenkel, Torhüter von Waspo 98 Hannover, ist im ersten Finalspiel um die deutsche Meisterschaft erneut von Spandau 04 bezwungen worden.
Der sitzt: Moritz Schenkel, Torhüter von Waspo 98 Hannover, ist im ersten Finalspiel um die deutsche Meisterschaft erneut von Spandau 04 bezwungen worden. © Florian Petrow
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Die Rahmenbedingungen haben gepasst, die Leistung von Waspo 98 Hannover im ersten Finalspiel um die deutsche Meisterschaft jedoch nicht. Im Volksbad Limmer unterlag die Mannschaft von Trainer Karsten Seehafer den Wasserfreunden Spandau 04 mit 9:10.

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Waspo 98 Hannover hatte tatsächlich noch diesen einen Angriff, um eine verkorkste Partie in ein Fünfmeterwerfen zu retten. Doch zehn Sekunden vor Schluss beim Stand von 9:10 verlor Darko Brguljan den Ball. Er wollte eigentlich ein Foul ziehen, bekam es aber nicht. Bezeichnend, dass er nicht mehr werfen konnte. So endete das erste Spiel der Meisterschaftsserie gegen Dauerrivale Wasserfreunde Spandau 04 ohne großen Knalleffekt, sondern einfach nur mit einem Schlag ins Wasser.

"Zu viele Chancen liegen gelassen"

Bleibt der Titelverteidiger so ungefährlich wie am Mittwochabend, kann die Best-of-Five-Serie am Wochenende, wenn Spandau zwei Heimspiele in Folge hat, schon blitzschnell zu Ende sein. „Es war nicht die entscheidende Szene, wir haben vorher zu viele Fehler gemacht und zu viele Chancen liegen gelassen“, sagte Brguljan.

Bilder vom ersten Finalspiel zwischen Waspo 98 Hannover und den Wasserfreunden Spandau 04

Waspo-Keeper Moritz Schenkel ist nach einem unnötigen Gegentor sauer. Zur Galerie
Waspo-Keeper Moritz Schenkel ist nach einem unnötigen Gegentor sauer. ©
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Dabei hatten die Rahmenbedingungen für den Meisterschaftsauftakt bestens gepasst. Pünktlich zum Anpfiff um 19 Uhr verzogen sich alle Wolken. Die Abendsonne stand tief überm Volksbad Limmer. 500 Zuschauer, darunter die Handball-Recken Fabian Böhm und Timo Kastening; kühles Bier, dazu der Duft von Bratwurst und Pommes - die Freibad-Stimmung schmeckte allen. Wassertemperatur: angenehme 23 Grad. In der Luft: 17 Grad im Schatten.

Schnelle Abkühlung

Doch die Atmosphäre kühlte relativ schnell ab. Auch die Köpfe der Waspo-Spieler erreichten schwer Betriebstemperatur. Gedanklich war Waspo oft zu langsam. Besonders im Angriff. Auch, wenn es im ersten Viertel noch ordentlich lief. Das 0:1 für Spandau beantwortete Kapitän Predrag Jokic zum 1:1. Spielmacher Julian Real stellte nach 1:3-Rückstand auf 2:3. Erik Bukowski glich im zweiten Abschnitt aus, auch Real fand auf das 3:4 eine schnelle Antwort zum 4:4.

Re-Live: Waspo 98 unterliegt Spandau 04

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Dann ging Waspo phasenweise unter. Der Rekordmeister zog auf 7:4 davon. Waspo, das ohne Nationalspieler Reiko Zech antrat, offenbarte jetzt auch in der Abwehr Schwächen. „Weiter! Weiteeeer“, brüllte Torwart Moritz Schenkel seinen Vorderleuten kurz vor der Pause entgegen. Es half nur ein bisschen.

Jorn Winkelhorst und Luka Sekulic verkürzten auf 6:7, doch Spandaus Bester, Nikola Dedovic, und Marko Stamm stellten den alten Drei-Tore-Vorsprung wieder her. Waspo-Chef Bernd Seidensticker grummelte am Beckenrand. Er spürte, dass sein Team einen gebrauchten Tag erwischte.

"Zu spät im Finalmodus"

Als Brguljan zum 8:9 einnetzte, wechselte Seidenstickers Gemütszustand kurz ins Ekstatische. „Geil, geeeeil!“, rief er aufgeregt – nur um kurz darauf, als Spandau konterte, wieder enttäuscht in sich zu versinken. Immerhin: Waspo gab nicht auf, mehr als das 9:10 durch Jokic war aber nicht drin.

„Wir kämpfen zwar, aber ein Sieg war nicht greifbar“, wusste Real. „Wir sind zu spät in den Finalmodus gekommen“, analysierte Trainer Karsten Seehafer die uninspirierte Leistung. Waspo schlug sich praktisch selbst. Seidensticker. „Wir müssen ganz klar die Fehler bei uns suchen.“

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