10. Oktober 2019 / 17:50 Uhr

Aller schlechten Dinge sind drei: Hannover 96 verliert erneut gegen Bielefeld

Aller schlechten Dinge sind drei: Hannover 96 verliert erneut gegen Bielefeld

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Hannovers Hendrik Weydandt (links) ist sichtlich gefrustet, denn die Bielefelder feiern im Hintergrund ihren zweiten Treffer.
Hannovers Hendrik Weydandt (links) ist sichtlich gefrustet, denn die Bielefelder feiern im Hintergrund ihren zweiten Treffer. © Florian Petrow
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Arminia Bielefeld wird in naher Zukunft wohl nicht mehr der Lieblingsgegner von Hannover 96. Beim dritten Duell mit den Ostwestfalen in diesem Jahr haben die "Roten" erneut den Kürzeren gezogen. Das Testspiel im Eilenriedestadion endete aus Sicht des Teams von Mirko Slomka 1:2 (0:2).

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Die von der Alm werden - das ist natürlich keine typische Fußballreporter-Übertreibung - für immer die Lieblinge der Fans von Hannover 96 bleiben. Das 6:0 der Bielefelder gegen Braunschweig, das 2018 letztlich den Aufstieg für die "Roten" ermöglichte, bleibt ein historischer Glücksfall. Ein Lieblingsgegner sind die Arminen aber deshalb mitnichten. 

Dritte Niederlage im dritten Vergleich

Am Donnerstag fügten sich Leistung und Ergebnis in die Reihe der Enttäuschungen. Das 1:2 beim dritten Vergleich des Jahres ist mal wieder ein Rückschlag nach dem Sieg zuletzt in Dresden. 0:5 hatte der Noch-Bundesligist im März diesen Jahres einen Test verloren, 0:2 vor vier Wochen das Punktspiel in der zweiten Liga. 

Man weiß weiter nicht so recht, wie die 96-Mannschaft einzuschätzen ist, was von ihr zu halten ist. Es bleibt jedenfalls dabei - zu Hause kann 96 nicht gewinnen, nicht mal im Test gegen eine Bielefelder B-Mannschaft.

Bilder vom Testspiel zwischen Hannover 96 und Arminia Bielefeld

Eine Schrecksekunde gab es in der 1. Halbzeit, als Hendrik Weydandt am Sprunggelenk behandelt werden musste. Zur Galerie
Eine Schrecksekunde gab es in der 1. Halbzeit, als Hendrik Weydandt am Sprunggelenk behandelt werden musste. ©
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Trainer Mirko Slomka setzte in der ersten Hälfte bis auf zwei Profis nur auf jene, die in Dresden am vergangenen Samstag mitgemischt hatten. Neu dabei war anfangs auch Marvin Bakalorz, der mal wieder sein Amt ausüben und die Mannschaft als Kapitän aufs Feld führen durfte. Bakalorz war in Dresden verletzt ausgefallen, und so richtig fit wirkte er auch gestern nicht. Jedenfalls war die Leistung kein Schritt nach vorn für den zuletzt auf die Bank zurückversetzten Mittelfeldspieler.

Weydandt beißt sich durch

Auch Hendrik Weydandt und Torwart Michael Esser durften sich zeigen. Esser hielt gewohnt stark; Weydandt hatte früh einen Schlag auf den Fuß bekommen, biss sich aber durch und nutzte seine Chance. Der Stürmer erzielte ein Tor zum 1:2 (54.) und holte einen Elfmeter heraus, den dann aber Marc Stendera nicht verwandeln konnte (29.). Torwart Philipp Klewin fischte den Ball aus der rechten Ecke.

Mehr über Hannover 96

Bielefeld hatte erst am vergangenen Montag 1:0 gewonnen in Osnabrück, dem nächsten 96-Heimgegner. Trainer Uwe Neuhaus begann deshalb mit einer um den in Osnabrück gesperrten Topstürmer Fabian Klos verstärkten B-Elf. Und die bittere Erkenntnis für 96 - sie war immer noch deutlich überlegen. Da war zu erkennen, wer Selbstvertrauen gesammelt hat in der zweiten Liga. Bielefeld steht ja da, wo 96 mindestens hinwill - auf dem Relegations-Aufstiegslatz. 

Auch der zweite Anzug sitzt bei der Arminia, selbst die Ersatzspieler haben das System verinnerlicht - Bielefeld hatte die deutliche bessere Spielanlage.

Die Bilder zum Vormittagstraining von Hannover 96 am 10.Oktober:

Artistsisch: 96-Innenverteidiger Felipe bei der Ballannahme. Zur Galerie
Artistsisch: 96-Innenverteidiger Felipe bei der Ballannahme. ©

Bei 96 dagegen blieb in der ersten Hälfte noch mehr als in der zweiten vieles Stückwerk. Die Raumaufteilung stimmte nicht, es fehlte die Aggressivität in der Defensive. Ein einfacher langer Ball in den Rücken der Abwehr genügte, um Sven Schipplock vor dem 0:1 (10.) freizuspielen. Klos legte das 0:2 (31.) nach. Bielefeld hätte noch zwei oder drei Tore drauflegen können, die Chance waren da. 

Zur zweiten Hälfte brachte Slomka auch die Talente Marc Dauter (U23), Simon Stehle (U19) und Tim Walbrecht. Dass es mit den Jugendlichen eher besser als schlechter wurde, sollte den arrivierten Profis - und Slomka - zu denken geben.

Re-Live: Hannover 96 gegen Arminia Bielefeld

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