29. Dezember 2019 / 12:42 Uhr

Hochverdient: TSV Krähenwinkel/Kaltenweide gewinnt Kurt-Zeitarbeit-Cup in Lehrte 

Hochverdient: TSV Krähenwinkel/Kaltenweide gewinnt Kurt-Zeitarbeit-Cup in Lehrte 

Anil Atasayar
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Holt sich den Pott beim Kurt-Zeitarbeit-Cup des FC Lehrte: der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide.
Holt sich den Pott beim Kurt-Zeitarbeit-Cup des FC Lehrte: der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide. © Debbie Jayne Kinsey
Anzeige

Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide hat den Kurt-Zeitarbeit-Cup 2019 für sich entschieden. Im Finale setzten sich die Krähen gegen den FC Lehrte durch. Der Gastgeber hatte zuvor im Halbfinale Favorit und Vorjahressieger 1. FC Germania Egestorf/Langreder aus dem Turnier geworfen. 

Landesligist TSV Krähenwinkel/Kaltenweide hat den Kurt-Zeitarbeit-Cup 2019 gewonnen! Und wie: Nicht einen Punkt ließen die Krähen in der Gruppenphase liegen und dominierten das Turnier bis ins Finale. Dort trafen sie auf den ebenfalls überzeugenden Nachbarn FC Lehrte und holten den Pokal mit einem knappen 2:1-Sieg.

Anzeige

Schweiß und Blut im Finale

Dabei blieb das Finale bis zum Ende spannend: In einer umkämpften Partie hatte Lehrte in den ersten Minuten kein Glück, bei der ersten guten Gelegenheit spielte das Aluminium nicht mit. Bis das erste Tor fiel, brauchte es elf Minuten, die Krähen gingen 1:0 in Führung – doch der Ausgleich folgte auf dem Fuß. Bis durch eine fahrige Lehrter Abwehrleistung die erneute und endgültige Führung des Landesligisten zum 2:1 fiel.

Die Lehrter antworteten mit wütenden Angriffen, die letzte Chance auf den Ausgleich wurde vom – ebenfalls überzeugenden – Keeper des TSV, Jan Helms, zunichte gemacht.

Qualifikation zum SPORTBUZZER Masters 2020 präsentiert von TOTO - der Fußballwette von LOTTO Niedersachsen: Bilder vom Kurt-Zeitarbeit-Cup des FC Lehrte

Krähenwinkels Marcel Kunstmann gegen Lehrtes Julius Olschar. Zur Galerie
Krähenwinkels Marcel Kunstmann gegen Lehrtes Julius Olschar. ©

Fesselndes und faires Endspiel

Besonders hervorzuheben: Das Finale zwischen den Nachbarn lief zwar umkämpft, aber absolut fair ab. Das zeigte sich auch beim heutigen Spielertrainer und Routinier des FCL, Patrick Heldt: „Für uns ist alles super gelaufen, wir sind richtig glücklich und gönnen den Krähen den Turniergewinn natürlich. Man muss auch zugeben, dass sie spielerisch schon ein Stück besser waren. Die letzten Jahre sind wir leider immer früh rausgeflogen, und heute hätten wir das Ding in der für uns neuen Halle, vor dieser großartigen Kulisse fast gewonnen. Wir verlassen das Turnier absolut erhobenen Hauptes“.

Anzeige

Obendrein wurde Heldt mit zwölf Treffern auch noch Torschützenkönig des Turniers und bekam vom Hauptsponsor des Turniers, Hasan Kurtulus, den Preis-Schinken überreicht.

Hervorgehoben hat die Nummer 33 natürlich auch das Lokalderby zum Ende der Vorrunde: „Nach dem hitzigen Spiel im Oktober draußen, freuen wir uns natürlich auch vor eigener Kulisse die 06er mit 3:0 geschlagen zu haben, um das Halbfinale zu erreichen.“

Nach der Siegerehrung folgte auch noch eine kleine Ansprache des 39-Jährigen an alle Teilnehmer und die zahlreich erschienenen Fans auf den Rängen, er lobte alle Teams und bedankte sich insbesondere bei den Zuschauern, die die Lehrter Jungs lautstark und mit Trommeln unterstützt hatten.

Qualifikation zum SPORTBUZZER Masters 2020 präsentiert von TOTO - der Fußballwette von LOTTO Niedersachsen: Bilder vom Purena-Cup der SV Arnum

Augen zu und durch? Koldingens Hassan Jaber (links) und Barsinghausens Mustafa Cinar kämpfen um den Ball. Zur Galerie
Augen zu und durch? Koldingens Hassan Jaber (links) und Barsinghausens Mustafa Cinar kämpfen um den Ball. ©

Mentalitätsmonster Tahiri

Beeindruckend, allerdings auch schmerzhaft anzusehen, war der Auftritt des Lehrter Granit Tahiri. Dieser bekam im letzten Abschnitt der Partie im Zweikampf am Boden den Fuß eines Gegenspielers ins Gesicht und musste mit Nasenbluten runter. Erstdiagnose des Mitspielers: „Die ist durch – hat hier irgendwer Taschentücher oder Verbandszeug?“ Die Tribüne half zum Glück aus. Anstatt in die Kabine zu gehen, stopfte er sich etwas Papier in die Nase, ging zurück auf das Spielfeld und machte mit vollem Einsatz weiter.

Aydemir ebnet den Weg für die Krähen

Den Finaleinzug der TSV machte ein Spieler fast im Alleingang klar: Halil Aydemir. Im Halbfinale gegen Sehnde brauchten die Krähen etwas, um ins Spiel zu kommen, sie wirkten zu Beginn zerfahren, was auch Trainer Pascal Preuß bemerkte: „Jungs, bisschen wacher von der Bank kommen!“

Die Ansage schien Wirkung zu haben, vor allem Torjäger Aydemir trumpfte auf und schoss seine Mannschaft mit allen drei Toren gegen SuS Sehnde ins Finale. Nach dem Spiel gab er zu Protokoll: „Das ist natürlich ein tolles Gefühl, vor allem freue ich mich auch, zum ersten Mal mit meinem jüngeren Bruder Harun zusammen in der Ersten kicken zu dürfen. Wir haben nach der Gruppenphase nochmal eine Schippe draufgelegt und sind verdient im Finale.“

Topfavorit 1. FC Germania Egestorf/Langreder versagen die Nerven

Nach dem souveränen Sieg des Purena-Cups am Samstag war der Oberligist auch in Lehrte der Favorit. Nach Beendigung der Vorrunde als Gruppenerster traf die Germania im ersten Halbfinale auf den Gastgeber. Trotz optischer Überlegenheit kassierten die erfolgsverwöhnten Egestorfer das späte 2:2 in der Endphase des Spiels. Im folgenden Neunmeterschießen glänzte der zum Torwart des Turniers gewählte Philipp Sauer mit zwei Paraden und brachte den Gastgeber ins Finale.

Trainer Nieber hadert mit der eigenen Leistung

Sichtlich geknickt verließen die Oberligaspieler das Feld, Trainer Paul Nieber haderte mit der eigenen Leistung der Mannschaft: „Wir hätten das eigentlich machen müssen, wir haben trotz der großen Belastung in zwei Tagen kein einziges Spiel verloren und waren vom Niveau die meiste Zeit überlegen.“

Qualifikation zum SPORTBUZZER Masters 2020 präsentiert von TOTO - der Fußballwette von LOTTO Niedersachsen: Bilder vom burgbergblick-Cup des TSV Barsinghausen

Barsinghausens Pascal Martin will seinem Wettmarer Gegenspieler den Ball abnehmen. Zur Galerie
Barsinghausens Pascal Martin will seinem Wettmarer Gegenspieler den Ball abnehmen. ©

Kaputtes Tornetz führte zu Verzögerung

Der Rest des Turnieres war ebenfalls von Spannung dominiert. Im Spiel um Platz fünf hätte sich fast das Arnumer Unglück vom Purena-Cup wiederholt. Die Partie musste etwas warten, dem Schiedsrichter war ein im letzten Spiel entstandenes, ballgroßes Loch im Netz aufgefallen. Zum Glück war nach ein paar Minuten alles wieder dicht, der SV 06 Lehrte unterlag nach dem verlorenen Derby auch dem MTV Ilten (mit 0:3).


Koldinger SV wird nur Achter

Eine kleine Überraschung gab es schon nach der Vorrunde: Nach dem verpatzten Purena-Cup-Auftritt erreichte Koldingen auch nur Platz vier in der Vorrunde und beendete das Turnier nach Neunmeterschießen erneut auf dem achten Platz.

Vorsitzender des FC Lehrte ebenfalls voll des Lobes

Zum Schluss kam auch noch der erste Vorsitzende des Bezirksligisten, Marcus Bartscht, zu Wort. Er war begeistert vom fairen Turnier: „Das war ein super Turnier, es wurde toller Fußball gezeigt und es kam zu keinen großen Unsportlichkeiten. Das ist heutzutage auch keine Selbstverständlichkeit mehr. Dass wir den Kurt-Zeitarbeit-Cup diesmal zum ersten Mal in der Sporthalle Mitte austragen konnten, hat sich auch super auf die Stimmung auf den Rängen ausgewirkt.“

Mehr Berichte aus der Region

Im Liveticker: Kurt-Zeitarbeit-Cup des FC Lehrte (Tag 2)

[Anzeige] Alle Spiele der Fußball WM live und exklusiv in der Konferenz bei MagentaTV. Mit dem Tarif MagentaTV Flex für nur 10€ pro Monat, monatlich kündbar.