12. Januar 2020 / 09:06 Uhr

Mit viel Erfahrung: TSV Mariensee/Wulfelade gewinnt Grasdorfer Gilde-Hallencup

Mit viel Erfahrung: TSV Mariensee/Wulfelade gewinnt Grasdorfer Gilde-Hallencup

Tobias Kurz
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse

Vater und Sohn feiern gemeinsam: Mariensees Stephen Barr und Ian-Cedric Barr (rechts) mit den Preisen. 
Vater und Sohn feiern gemeinsam: Mariensees Stephen Barr und Ian-Cedric Barr (rechts) mit den Preisen.  © deisterpics/Stefan Zwing
Anzeige

Im vergangenen Jahr hat der VfL Wathlingen den Teams aus Hannover und Umgebung beim Gilde-Hallencup von Germania Grasdorf ein Schnippchen geschlagen. Das ist dem Celler Kreisligist nicht noch einmal gelungen. Stattdessen gewann der TSV Mariensee/Wulfelade das Qualifikationsturniers für das SPORTBUZZER Masters.

„Können wir noch eins zu zweit machen?“ Am Ende bat Ian-Cedric Barr vom TSV Mariensee/Wulfelade noch um ein Foto mit seinem Vater und der Drei-Liter-Gildeflasche, die der Neustädter Kreisligist sich mit dem Triumph beim Gilde-Hallencup des SV Germania Grasdorf verdient hatte.

Anzeige

Das Besondere an dem Bild: Vater Stephen Barr und Sohn Ian-Cedric standen beim Turniersieg zusammen auf dem Platz. Der 49-jährige Barr war einer von drei Spielern der Marienseer, die in den 1970er-Jahren geboren wurde – alt aussehen ließ die erfahrene Truppe in Laatzen allerdings keiner. Ohne Niederlage marschierte der TSV durch das Turnier, mit meist knappen Ergebnissen zwar, aber stets solide.

Mariensee gewinnt Finale gegen Fortuna Sachsenross

In einem spannenden Endspiel setzten sich die Neustädter mit 3:1 gegen Fortuna Sachsenross durch. „Das haben wir unserer geilen Defensivarbeit zu verdanken, die Jungs haben sich gut unterstützt“, lobte Ian-Cedric Barr, der bei den Marienseern als Feldspieler zwischen den Pfosten stand. Dass er gemeinsam mit seinem Vater kickt, sei etwas Besonderes, aber keine Premiere gewesen. „Wir haben schon öfter zusammengespielt, er spielt normalerweise in der Ü40, hat aber schon mal ausgeholfen. Heute haben uns ein paar Leute gefehlt, deshalb hat es sich wieder ergeben“, berichtete er.

Qualifikation zum SPORTBUZZER Masters 2020 präsentiert von TOTO - der Fußballwette von LOTTO Niedersachsen: Bilder vom Gilde-Hallencup von Germania Grasdorf

Srpskis Miguel Caballero beweist eine artistische Schusshaltung. Zur Galerie
Srpskis Miguel Caballero beweist eine artistische Schusshaltung. ©

Alle Teams aus der Gruppe kamen weiter

Und das schadete keineswegs. Die drei „Alten“ taten dem Kreisligisten spürbar gut, mit sieben Punkten wurde Mariensee in der Ratskeller-Gruppe Tabellenerster, punktgleich mit dem FC Can Mozaik, der die einzige Mannschaft bleiben sollte, die dem späteren Turniersieger beim 1:1-Remis nicht unterlag.

Auf den Plätzen drei und vier landeten Grasdorf und die SpVg Laatzen, die sich wie alle Teams gemäß dem Turniermodus dennoch für das Viertelfinale qualifizierten, aber vermeintlich stärkere Gegner aus der Pilsener-Gruppe bekamen. Dort ging es enorm eng zu. Die SG Blaues Wunder wurde mit sechs Zählern Erster, punktgleich mit Titelverteidiger VfL Wathlingen, der auf Platz zwei landete.

13 Qualifikationsturniere gibt es beim SPORTBUZZER Masters 2020 präsentiert von TOTO - der Fußballwette von LOTTO Niedersachsen - das sind die Ergebnisse

smartphone-repair-GmbH-Cup der TSV Burgdorf Zur Galerie
smartphone-repair-GmbH-Cup der TSV Burgdorf ©

Fortuna mit den meisten Toren - und den meisten Gegentoren

Symptomatisch für einige hochspannende Partien beim Gilde-Cup stand das Stadtduell zwischen dem Blauen Wunder und TSV Fortuna Sachsenross. Die Fortuna führte viermal, musste sich in letzter Minute aber noch 4:5 geschlagen geben. Der Traditionsklub landete deshalb in der Ratskeller-Gruppe vor dem Letzten Srpski FK nur auf Rang drei, spielte in der K.-o.-Runde aber groß auf.


Gegen Can Mozaik gab es das nächste Torfestival, am Ende gewannen die Fortunen mit 7:4. Die Tormaschine des Kreisligisten war von Beginn an gut geölt, hinten war dafür aber Sand im Getriebe. Zwar gelangen der Mannschaft von Trainer Liyadin Celik die meisten Treffer des Turniers (21), dafür klingelte es hinten aber auch am häufigsten (17 Gegentore). „Daran sind wir am Ende gescheitert“, sagte Celik, der aber insgesamt zufrieden war mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Wir haben ein gutes Turnier gespielt, uns gut bewegt.“

Punkte sammeln für das SPORTBUZZER Masters 2020 präsentiert von TOTO - der Fußballwette von LOTTO Niedersachsen ... das sind die Qualifikationsturniere mit einem Bronze-Label:

<b>burgbergblick-Cup
 des TSV Barsinghausen</b> /// 26.12.2019 (Beginn: 10.00 Uhr), Teilnehmer: TSV Bantorf, TSV Barsinghausen, TSV Barsinghausen II, Basche United U19, VSV Hohenbostel, TSV Kirchdorf, TSV Kirchdorf II, Mühlenberger SV, VfL Münchehagen, FC Springe, TSV Wettmar, Inter Roj Wunstorf Zur Galerie
burgbergblick-Cup des TSV Barsinghausen /// 26.12.2019 (Beginn: 10.00 Uhr), Teilnehmer: TSV Bantorf, TSV Barsinghausen, TSV Barsinghausen II, Basche United U19, VSV Hohenbostel, TSV Kirchdorf, TSV Kirchdorf II, Mühlenberger SV, VfL Münchehagen, FC Springe, TSV Wettmar, Inter Roj Wunstorf ©

Grasdorf erneut "guter Gastgeber"

Nicht wirklich glücklich mit dem eigenen Abschneiden konnte hingegen der Gastgeber sein. Wie im Vorjahr war früh Schluss für die Grasdorfer, im Viertelfinale schied die Germania durch eine bittere 2:3-Niederlage in letzter Sekunde gegen Wathlingen aus. „In der Halle kommen wir immer nicht so richtig aus dem Quark. Das haben wir letzte Woche in Kirchdorf schon erlebt“, gestand Organisator Jürgen Engelhard. „Im Endeffekt sind wir aber auch gerne ein guter Gastgeber.“

In den Halbfinalpartien kam es zum Aufeinandertreffen der „Exoten“ Mariensee und Wathlingen sowie zur Neuauflage des Stadtduells zwischen der Fortuna und dem Blauen Wunder. Mariensee schaltete den Titelverteidiger mit einem 2:1-Sieg aus, die Wathlinger konnten es verschmerzen. „Es war letztes Jahr schon eine Überraschung, dass wir gewonnen haben. Die Konkurrenz mit Fortuna und Mariensee war auch schon mega stark diesmal“, sagte Fußball-Abteilungsleiter Michael Laue. Seine Mannschaft sicherte sich mit einem 3:2-Sieg im „kleinen Finale“ immerhin noch den dritten Platz. Im zweiten Halbfinale revanchierten sich die Sachsenrösser für die Vorrundenniederlage gegen die SG und gewannen auch dank Doppeltorschütze Alvin Begovic, der insgesamt achtmal einnetzte, mit 2:1.

Überragender Steinbrenner entscheidet Finale

Begovic war es auch, der im Finale den ersten großen Auftritt hatte. Mit einer technisch ganz feinen Hacken-Vorlage bediente er Lesley Göttermann, der nur noch zur 1:0-Führung einschieben musste. Die konnte die Fortuna allerdings nicht halten – schuld daran war allen voran Alexander Steinbrenner. Die Marienseer Nummer zehn krönte seinen überragenden Turnierauftritt mit einem Hattrick im Endspiel und sicherte seinem Team so den Titel.

Mehr Berichte aus der Region

Faires Turnier: Motto gegen Rassismus wirkt

Wichtiger als die sportliche Bilanz war Grasdorfs Engelhard am Ende der extrem faire Ablauf des Turniers. „Wir haben schon vorher das Motto ‚Laatzen gegen Rassismus‘ ausgerufen und auch deshalb bewusst Mannschaften aus verschiedenen Kulturen eingeladen“, erklärte er und zog ein positives Fazit: „Die Mannschaften und die Schiedsrichter haben das auf dem Platz wunderbar umgesetzt.“

Tatsächlich verliefen sämtliche Partien ohne unschöne Zwischenfälle, einen Platzverweis gab es nicht. „Das Motto fand ich sehr gut. Es war ein sehr faires Turnier“, freute sich auch Fortuna-Trainer Celik, dessen Mannschaft wie der serbisch geprägte Srpski FK sowie Can Mozaik einen bunten Mix verschiedener Nationalitäten repräsentierte.

Zum Nachlesen: Liveticker vom Gilde-Hallencup von Germania Grasdorf