11. Januar 2020 / 12:34 Uhr

Enttäuschende Leistung von Hannover 96 im Paderborn-Test: "Nicht so, wie wir uns das erhofft haben"

Enttäuschende Leistung von Hannover 96 im Paderborn-Test: "Nicht so, wie wir uns das erhofft haben"

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Matthias Ostrzolek (links) und Felipe (rechts) im Zweikampf mit Paderborn Dennis Srbeny.
Matthias Ostrzolek (links) und Felipe (rechts) im Zweikampf mit Paderborn Dennis Srbeny. © Florian Petrow
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Erstes Testspiel der Vorbereitung: Zweitligist Hannover 96 empfing am Samstag den Erstligisten SC Paderborn im Eilenriedestadion. 96 verlor die Partie knapp aber verdient mit 0:1.

Für die einen war es der letzte Test vor dem Bundesligastart am Sonntag in einer Woche gegen Leverkusen, für 96 der erste Test des Jahres. Dementsprechend unterschiedlich die Herangehensweise, Aufstellungen - und dann auch der Spielverlauf. Paderborns Trainer Steffen Baumgart ließ anfangs seine wahrscheinliche Top- und Startelf für die Bundesligarückrunde los. 96-Trainer Kenan Kocak bot eine Mischung mit mehr B- als A-Elf auf, garniert mit Talenten wie Mick Gudra und Tim Walbrecht.

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Dieser nominelle Klassenunterschied zeigte sich dann auch mehr als deutlich zumindest so lange auf dem Platz, bis Paderborn durchzuwechseln begann. Der Tabellenletzte der Bundesliga dominierte 96, das Geschehen spielte sich fast durchgehend in der 96-Hälfte ab. Bis auf minimale Ansätze bei Emil Hansson passierte offensiv nichts, geordneten Spielaufbau sah man fast nur von Paderborn. „Das war nicht so, wie wir uns das erhofft haben“, gab Kocak zu.

Bilder vom Testspiel zwischen Hannover 96 und dem SC Paderborn

Mick Gudra (links) kämpft mit zwei Paderbornern um den Ball. Zur Galerie
Mick Gudra (links) kämpft mit zwei Paderbornern um den Ball. ©

"Darf natürlich nicht passieren"

Die Außenverteidiger Matthias Ostrzolek und Sebastian Jung ließen zudem immer wieder Flanken zu. Purem Glück und Torwart Ron-Robert Zieler war zu verdanken, dass es schon zur Halbzeit nur 0:1 stand. Kai Pröger verwandelte einen Freistoß direkt und flach durch die Mauer (33.). „Das darf natürlich nicht passieren“, meinte Kocak.

Die erste 96-Chance hatte Marvin Ducksch erst in der 50. Minute. In der 58. Minute legte ihm Gudra die zweite auf, Ducksch scheiterte an Torwart Leo Zingerle. Vielmehr war nicht in der Offensive.

Im Ganzen war es eine enttäuschende 96-Leistung. Paderborn hatte es nicht so mit dem Tore schießen, deshalb blieb es bei der knappen Niederlage. Erst nach den vielen Paderborn-Wechseln kam 96 etwas besser ins Spiel - ohne die 1500 Zuschauer überzeugen zu können.

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96-Trainer Kocak ist gnädig

Wenn überhaupt, dann empfahlen sich nur Felipe, der hinten aufräumte, sowie in erster Linie Torwart Zieler, der viele Chancen vereitelte, für die künftige A-Elf. Das sah auch Kocak so. „Beide haben gut gespielt.“


Ducksch hatte nur in der zweiten Hälfte zwei Szenen. Trainer Kocak war dennoch gnädig mit seinen Spielern. „Nach einer anstrengenden Trainingswoche mit vielen Kilometern und Blei in den Beinen haben es die Jungs ordentlich gemacht.“

Hannover 96: Zieler - Jung (ab 77. Drawz), Elez (ab 77. Neiß) Felipe, Ostrzolek - Bakalorz, Walbrecht - Gudra, Muslija (ab 77. Hadzic), Hansson - Ducksch

SC Paderborn: Zingerle - Dräger (ab 86. Oeynhausen), Kilian (ab 63. Hünemeier), Schönlau (ab 63. Strohdiek), Jans (ab 46. Collins) - Pröger (ab 77. Ritter), Gjasula (ab 77. Holtmann), Vasiliadis (ab 46. Sabiri), Antwi-Adjei (ab 77. Kapic) - Srbeny (ab 46. Mamba) Michel (ab 63. Zolinski)

"Von Testspiel zu Testspiel perfektionieren"

Weiter geht´s am Sonntag mit dem nächsten Testspiel. Für Kocak geht es beim SV Werder Bremen (13 Uhr) in erster Linie um die physische Belastbarkeit seiner Spieler. Er wolle jedem Spieler 90 Minuten Zeit geben, weshalb er den Kader in zwei Mannschaften aufteilt. Zum anderen will der 39-Jährige, dass " die wir die Inhalte wie besprochen, also taktische Abläufe, von Testspiel zu Testspiel perfektionieren"

Das Spiel Re-LIVE:

Ihr habt abgestimmt: Das ist eure 96-Elf des Jahrzehnts!

Ron-Robert Zieler (61,9 Prozent)  Zur Galerie
Ron-Robert Zieler (61,9 Prozent)  ©

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