01. Dezember 2019 / 17:42 Uhr

Nach Penaltyschießen: Scorpions gewinnen das Derby gegen die Indians

Nach Penaltyschießen: Scorpions gewinnen das Derby gegen die Indians

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Hannover Scorpions feiern das 2:2 durch Julien Pelletier.
Die Hannover Scorpions feiern das 2:2 durch Julien Pelletier. © Florian Petrow
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Die Hannover Scorpions haben zuletzt in der Oberliga Nord ein wenig geschwächelt. Das Derby gegen die Hannover Indians haben sie jedoch für sich entscheiden können. Vor heimischer Kulisse setzten sich die Wedemärker nach Penaltyschießen mit 3:2 durch.

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Da behaupte noch jemand, das Derby zwischen den Hannover Scorpions und den Hannover Indians sei ausgelutscht und biete keine besonderen Momente mehr. Beim erneuten Aufeinandertreffen in der Oberliga, das die Mellendorfer vor 2275 Zuschauern in der Hus-de-Groot-Arena mit 3:2 (1:2, 1:0, 0:0) nach Penaltyschießen gewannen, gab es gleich mehrere Überraschungen.

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Danny Reiss punktet gleich

Bei den Scorpions stand Danny Reiss im Kader. Schon am Freitag beim 4:2-Erfolg in Duisburg gab der Abwehrspieler sein Comeback – zuvor war Reiss in der Saison 2014/2015 aktiv für die damals vor der Fusion noch in Langenhagen beheimateten Hannover Scorpions, ein Jahr danach blieb er trotz Vertrags bei den Indians ohne Einsatz. In Duisburg hatte der 37-Jährige bereits etwas Eiszeit, im Derby sicherte er sich beim 1:0 von Robin Marek prompt einen Punkt für seine persönliche Plus-Minus-Statistik.

Bilder vom Eishockey-Spiel der Oberliga Nord zwischen den Hannover Scorpions und Hannover Indians

Danny und Andy Reiss bei den Scorpions auf der Bank. Zur Galerie
Danny und Andy Reiss bei den Scorpions auf der Bank. ©

Dass ausgerechnet Marek traf, glich einer weiteren Besonderheit. Der Defensivstürmer ist nicht gerade als Torjäger bekannt, erhält von Trainer Dieter Reiss nicht viele Eiszeiten. In der Vorsaison gelangen Marek zwei Tore, darunter ein wegweisender Treffer zum Derbysieg gegen die Indians. Auch diesmal war er erfolgreich im Duell mit dem Lokalrivalen.

Und zu den Überraschungen gesellte sich im ersten Drittel noch ein Kuriosum. Nachdem die Indians durch Nicolas Turnwald (17.) ausgleichen konnten, brachte Branislav Pohanka die Gäste in Front (19.). Der Indians-Kapitän schob ins leere Tor ein. Zuvor hatte Scorpions-Torhüter Enrico Salvarani die Scheibe am Bullykreis unter Kontrolle gebracht – aber offenbar zu lange überlegt, wie er die Situation klären soll. Salvarani verlor das Gleichgewicht und rutschte aus.

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Im Mitteldrittel gelang Julien Pelletier der Ausgleich (29.). Der Kanadier traf in Überzahl mit einem satten Handgelenksschuss. Weniger außergewöhnlich verlief der weitere Spielverlauf: Beide Teams kämpften verbissen um den Derbysieg, gönnten ihrem Gegner keinen Zentimeter auf der Eisfläche. Im Schlussdrittel agierten Scorpions und Indians jedoch diszipliniert in der Defensive, sodass auf beiden Seiten größere Torchancen ausblieben.

In der Verlängerung verpasste Björn Bombis das sichere 3:2 für die Gastgeber. Im abschließenden Penaltyschießen traf nur Pelletier. Als Salvarani gegen Pohanka parierte, machte der Torhüter seinen vorherigen Fehler wieder gut und sicherte seinem Team den Derbysieg.

„Ich bin enttäuscht über das Ergebnis, wir hatten mehr vom Spiel“, sagte Indians-Trainer Lenny Soccio. Bei den Scorpions freute sich Coach Dieter Reiss „über das beste Derby bisher, wir waren das aktivere Team“.

Der Ticker zum Nachlesen: Hannover Scorpions versus Hannover Indians