26. September 2019 / 18:45 Uhr

Riesen-Endspurt! Die Recken schlagen den Meister SG Flensburg-Handewitt mit 23:22

Riesen-Endspurt! Die Recken schlagen den Meister SG Flensburg-Handewitt mit 23:22

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Freudentanz nach Abpfiff: Die Recken geben erst im Spiel und dann beim Jubeln so ziemlich alles, was sie haben. 
Freudentanz nach Abpfiff: Die Recken geben erst im Spiel und dann beim Jubeln so ziemlich alles, was sie haben.  © Florian Petrow
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Riesige Energieleistung der Recken! Nach dem die Profis der TSV Hannover-Burgdorf derart irritiert aus der Kabine kamen und sogar vier Tore Rückstand gegen den Meister aus Flensburg hinnehmen mussten, siegten sie am Ende dennoch. Ein verrücktes Spitzenspiel lässt die TUI-Arena toben.

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Den Höhenflug der Recken hat die SG Flensburg-Handewitt nicht stoppen, im Gegenteil. Sie schweben nun noch höher. Am siebten Bundesliga-Spieltag schlug Hannover den Meister vor 6023 Zuschauern mit 23:22 (11:11). Es war der siebte Saisonsieg für die TSV Hannover-Burgdorf. Obwohl Spielmacher Morten Olsen und Timo Kastening einen schlechten Tag erwischten.

Die Schlusssekunden: So pariert Urban Lesjak die Recken zum Sensationssieg gegen die SG Flensburg-Handewitt

96-Profis im Publikum

Das Topspiel begann fünf Minuten verspätet. Erst war es den Schiedsrichtern zu dunkel in der Tui-Arena. Als das nachjustiert war, fühlten sich die Spieler geblendet. Beste Sicht hatten die 96-Fußballer, sie waren sozusagen Zaungäste. Die Profis saßen direkt hinter der Bande. Neben den stämmigen Handballern wirkten die 96er zierlich, auch beim Anfeuern waren sie nicht ganz so eifrig wie die Recken-Fans. Die bekamen einen defensiv guten Auftakt der Gastgeber zu sehen, im Angriff leisteten sich Olsen und Kastening aber Fehlwürfe. Beide scheiterten zudem von der Siebenmeterlinie am starken SG-Keeper Torbjörn Bergerud. Die Recken verpassten eine Führung.

Bilder vom Spiel der Handball-Bundesliga zwischen der TSV Hannover-Burgdorf und SG Flensburg-Handewitt

Ivan Martinovic schreit seine ganze Freude heraus. Zur Galerie
Ivan Martinovic schreit seine ganze Freude heraus. ©

Ebner wieder auffällig - Brozovics starke Rückkehr

Beim Stand von 2:4 kam erstmals wieder Kreisläufer Ilija Brozovic aufs Feld, er gab ein starkes Comeback nach Muskelfaserriss in der Wade. Zuletzt hatte er obendrein einen grippalen Infekt überwunden. Mit dick bandagiertem Bein erzielte er das 3:4, ein Gegenstoß durch Cristian Ugalde brachte das Tor zum 4:5 (18.). Die TSV ließ sich nicht abschütteln, der Spanier glich mit dem nächsten Angriff sogar aus. Zudem hatte Torwart Domenico Ebner wieder einen guten Tag erwischt.

Kommentar zum Spiel

In Unterzahl wurde es dann beim Stand von 6:8 kritisch, die TSV glich aber durch Ivan Martinovic und Evgeni Pevnov sogar aus. Es folgte eine strittige Zeitstrafe gegen Fabian Böhm, kurz vor der Pause wurde es erneut eng. Der Kapitän richtete es mit einem Doppelschlag jedoch selbst. Bei seinem Tor zum 10:11 sah Bergerud nicht gut aus, der Ausgleich zum 11:11 war ein Traumtor.

Recken-Party: Die Spieler feiern mit den Fans in der TUI-Arena

Flensburg geht vier Tore in Front

Nach dem Wechsel kassierten die Recken zwei Treffer, ehe der Alfred Jönsson sein erstes Tor für die Burgdorfer zum 12:13 markierte. Doch per Strafwurf setzte sich der Meister erstmals auf drei Tore ab und erhöhte mit einem Wurf ins leere Tor gar auf 16:12 (36.).

Lesjak und Patrail sorgen für den Unterschied

Ein Ruck gab der TSV ein von Urban Lesjak gehaltener Siebenmeter (40.). Doch bei Olsen ging fast gar nichts, und Kastening scheiterte beim Stand von 15:18 abermals per Strafwurf an Bergerud. Da kaute Kastening frustriert an seinem Trikot – und die TSV hatte an diesem Fehlversuch lange zu knabbern. Erst fünf Minuten vor Ende war sie wieder auf ein Tor heran. Nun hielt Lesjak alles, in der 57. Minute glich Olsen von der Siebenmeterlinie aus. Pevnov schaffte gar das 22:21. Nach dem Ausgleich spielten die Recken die restlichen zwei Minuten in Überzahl. Mait Patrail erzielte das 23:22, dann retteten sich die Hannoveraner ins Ziel. Den letzten Wurf lenkte Lesjak, dann begrub ihn eine Jubeltraube.

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