07. Februar 2021 / 15:58 Uhr

Lizenzspielerchef Kehl spricht BVB-Trainer Terzic Vertrauen aus: "Überhaupt keine Kritik an seiner Arbeit"

Lizenzspielerchef Kehl spricht BVB-Trainer Terzic Vertrauen aus: "Überhaupt keine Kritik an seiner Arbeit"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sebastian Kehl springt BVB-Trainer Edin Terzic zur Seite.
Sebastian Kehl springt BVB-Trainer Edin Terzic zur Seite. © imago images/Kirchner-Media/Montage
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Beim BVB wird es nach der Pleite gegen den SC Freiburg am Samstag nicht gemütlicher. Auch unter Favre-Nachfolger Edin Terzic lassen die Westfalen die nötige Konstanz vermissen - die Kritik nimmt zu. Lizenzspielerchef Sebastian Kehl springt dem Dortmund-Trainer nun aber zur Seite.

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Borussia Dortmund setzt trotz der anhaltenden sportlichen Probleme weiter auf Trainer Edin Terzic. "Es gibt von uns überhaupt keine Kritik an seiner Arbeit", sagte Lizenzspielerchef Sebastian Kehl am Sonntag gegenüber dem Kicker. Obwohl es unter der Regie des Favre-Nachfolgers in neun Bundesliga-Spielen bereits vier Niederlagen gab, hegt Kehl keine Zweifel: "Wir sehen jeden Tag wie Edin Terzic sowohl in fachlicher als auch in emotionaler Hinsicht mit den Spielern arbeitet. Wie akribisch er dabei zu Werke geht und wie klar er Problempunkte offen und ehrlich anspricht."

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Deshalb traut Kehl dem Coach "absolut" zu, "dass er mit der Mannschaft die Qualifikation zur Champions League erreicht". Nach dem 1:2 in Freiburg rangiert der BVB auf dem sechsten Tabellenplatz.

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Der Trainer selbst sammelte zuletzt aber nur wenige Argumente für sich. Allerdings wird der vermeintliche Wunschtrainer des BVB erst im kommenden Sommer frei. Marco Rose könnte Borussia Mönchengladbach aufgrund einer Klausel in seinem Vertrag dann verlassen. Rose selbst reagiert zunehmend genervt auf Fragen zu seiner Zukunft, beruhigt die Spekulationen aber auch nicht, weil er nicht klar dementiert und sich auch nicht klar bekennt. Gladbach-Manager Max Eberl ist jedoch weiter von einem Verbleib seines Erfolgstrainers überzeugt. "Zu 98 Prozent" sei Rose auch in der kommenden Saison der Übungsleiter bei der Borussia, sagte Eberl im Aktuellen Sportstudio.

Hamann glaubt an Trainer-Diskussionen

Auch Sky-Experte Dietmar Hamann hatte die Trainer-Debatte um Terzic befeuert und die Möglichkeit von erneuten personellen Konsequenzen beim BVB betont. "Ich habe es schon vor ein paar Wochen gesagt: Dortmund muss aufpassen, dass es nicht untrainierbar wird. Einen Trainer haben sie schon verschlissen. Ich kann mir vorstellen, dass diese Woche die Diskussionen beginnen, ob man nochmal etwas machen muss", hatte der Ex-Nationalspieler nach der Borussen-Pleite in Freiburg gesagt: "Ich bin gespannt, was in den kommenden Tagen passiert."

Unter Terzic geht es mit der dritten Auswärtspleite am Stück weiter abwärts. Vier Niederlagen in den ersten neun Spielen unter seiner Verantwortung sind der schlechteste Wert seit Bernd Krauss in der Saison 1999/00. Die vierte Saison-Schlappe unter Favre führte am elften Spieltag zur Trennung vom Schweizer, der Rückstand zur Tabellenspitze wuchs seitdem von sechs Zählern fast auf das Dreifache an (16). Sechs Punkte beträgt der Rückstand auf Platz drei.