23. April 2020 / 19:52 Uhr

Lob und Zweifel: So reagieren die Klub-Bosse auf den Liga-Plan - DFL und Seifert mit "überragendem Job"

Lob und Zweifel: So reagieren die Klub-Bosse auf den Liga-Plan - DFL und Seifert mit "überragendem Job"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Frank Baumann und Fredi Bobic haben auf die DFL-Pläne reagiert.
Frank Baumann und Fredi Bobic haben auf die DFL-Pläne reagiert. © imago images/Revierfoto
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Wie geht es mit der Bundesliga weiter? Am Donnerstag versuchte die Deutsche Fußball Liga, weitere Antworten im schwierigen Umgang mit der Coronavirus-Pandemie zu finden. Von den Klubs gibt es Lob für die Arbeit von DFL-Boss Christian Seifert - aber auch Zweifel an einem baldigen Liga-Neustart.

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Die Bundesliga wäre für einen Saison-Neustart trotz Corona-Pandemie gewappnet: Das ist das zentrale Ergebnis der DFL-Mitgliederversammlung vom Donnerstag. Und viele Mitglieder haben die Arbeit der Liga bereits öffentlich gelobt - darunter auch von Eintracht Frankfurts Sport-Vorstand Fredi Bobic. "Wir tun im medizinischen ebenso wie im organisatorischen Bereich alles dafür, um den Spielbetrieb der Bundesliga zu ermöglichen. In dieser Hinsicht hat die DFL mit Christian Seifert an der Spitze einen überragenden Job gemacht“, so Bobic laut einer Vereinsmitteilung der Hessen über das das Krisenmanagement in der derzeitigen Corona-Krise.

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Bobic weiter: "Es ist genau das herausgekommen, auf das wir uns vorbereitet haben. Alle Klubs genauso wie die Deutsche Fußball Liga haben Maßnahmen ergriffen und fest daran gearbeitet, um das entsprechende Paket heute verabschieden zu können, das so auch an die Politik gegangen ist", sagte Bobic.

Frank Baumann zweifelt an frühem Start-Datum

Der Spielbetrieb der Bundesliga und 2. Bundesliga ist zunächst weiter ausgesetzt, theoretisch könnte es aber am 9. Mai mit Geisterspielen weitergehen, wenn die Politik dies zulässt. Die Saison soll nach Plan der DFL bis 30. Juni beendet werden. "Das gute Gefühl ist, dass es irgendwie weitergeht und dass die Hoffnung da ist, dass es irgendwann weitergehen wird", meinte Nürnbergs Sportvorstand Robert Palikuca. Wolfsburg-Boss Jörg Schmadtke ergänzte: "Wir haben gesagt, dass wir als Fußball bereit wären, im Mai wieder zu spielen.". Der Manager des VfL Wolfsburg weiter: "Wann das genau sein wird, liegt nicht in unseren Händen, sondern in der Hand der Politik." Was auch völlig richtig sei. Leipzig-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff bezeichnete das Konzept der DFL für einen möglichen Neustart als "sehr durchdacht und tragfähig für die Austragung künftiger Spiele und Spieltage mit aller gebotenen Vorsicht".

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Doch es gibt auch Zweifler: Werder Bremens Geschäftsführer Frank Baumann kann sich nur schwer vorstellen, dass die Fußball-Bundesliga bereits am 9. Mai ihren Spielbetrieb wieder aufnimmt. "Ich persönlich bin skeptisch, dass am 9. Mai Bundesligaspiele stattfinden", sagte Baumann. Man müsse den 30. April abwarten, an dem Bundeskanzlerin Angela Merkel wieder mit den Ministerpräsidenten zusammenkomme. "Wichtig ist, dass wir irgendwann die Gruppengröße im Training vergrößern dürfen und dann auch wieder ins Mannschaftstraining einsteigen können", sagte der Werder-Boss.

Laut Baumann sei gerade das Team-Training elementar wichtig: "Mindestens zwei, besser sogar drei Wochen Mannschaftstraining" seien nötig, weil man nun schon fast zwei Monate nicht mehr als Team trainiert habe, sagte der Ex-Profi.