16. Oktober 2020 / 17:44 Uhr

Lob vom Gegenüber: FC Eldagsen und 1. FC Sarstedt haben Respekt vor direktem Duell

Lob vom Gegenüber: FC Eldagsen und 1. FC Sarstedt haben Respekt vor direktem Duell

Ole Rottmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Rufen Respekt beim gegnerischen Coach hervor: Sarstedts Gideon O'Donnell (links) und der Eldagser Lauri Schwitalla standen sich zuletzt im November 2018 gegenüber.
Rufen Respekt beim gegnerischen Coach hervor: Sarstedts Gideon O'Donnell (links) und der Eldagser Lauri Schwitalla standen sich zuletzt im November 2018 gegenüber. © deisterpics/Stefan Zwing
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Hier denkt keiner nur an sich: Eldagsens Trainer Holger Gehrmann und Sarstedts Coach Marc Vucinovic sprechen vor dem Duell am Samstag (16 Uhr) über ihren Gegner. Beide erwarten ein gutes Spiel, kennen aber auch die Schwächen ihres Gegners.

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Nur auf sich selbst, aber nicht auf den Gegner schauen. Sein eigenes Spiel ohne Rücksicht auf die Taktik des Kontrahenten durchziehen. Gern verwendete Trainerweisheiten. Kehren wir doch vor dem Duell der Teams zweier reiner Fußballvereine in der Landesliga Süd zwischen dem FC Eldagsen und dem 1. FC Sarstedt am Samstag (16 Uhr) das Ganze einfach mal um – und lassen die beiden Übungsleiter ausschließlich über die Konkurrenz sprechen.

Was sagt Holger Gehrmann über den momentan noch nicht sonderlich erfolgreichen (ein Punkt aus sechs Partien) Aufsteiger aus dem Landkreis Hildesheim, und welche Assoziationen kommen dessen Spielertrainer Marc Vucinovic über seinen so lala gestarteten Gastgeber in den Sinn?

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Eldagsen eine "richtige Mannschaft“

Kurze Denkpause bei Gehrmann, ein überraschtes Lachen bei Vucinovic – dann geht’s los. Die ultimative Lobhudelei ist dabei zwar nicht herausgekommen, Respekt für den Gegner allerdings schon. So äußert Gehrmann dann auch einigermaßen großes Erstaunen über das bisher maue Abschneiden des Neulings. „Sie haben körperlich gute Kicker dabei“, sagt der Eldag­ser Coach, „und sind nach vorne mit ihrer individuellen Klasse richtig gefährlich.“ Warum sie dennoch Schlusslicht sind? Dazu später mehr.

„Gegen einen Tabellenletzten will man natürlich nichts liegen lassen“, sagt Vucinovic und versetzt sich sogleich in Gehrmanns Lage. Er erwarte ein Duell mit einer „richtigen Mannschaft“, sagt der Sarstedter, der selbst bei der Partie am Samstag nicht anwesend sein wird. „Wie vor dem Spiel – auch die von der Bank – alle einen Kreis machen und sich abklatschen. Daran sieht man, dass das alles Jungs sind, die richtig zusammenhalten. Und so treten sie dann auch im Spiel auf.“

Die Eldagser kultivierten eine eher einfachere Spielweise mit vielen langen Bällen, bemerkt der frühere Bundesliga-Profi. Was ausdrücklich nicht heißen soll, dass da eine leichte Aufgabe bevorstünde, denn „für uns ist in dieser Liga kein Spiel einfach“, so der 32-Jährige. Doch ein paar Lücken hätte er im schwarz-gelben Gefüge durchaus entdecken können, gibt er schmunzelnd preis. Welche? Trainergeheimnis.

Vucinovic lobt Lauri Schwitalla

Auch Gehrmann wird einsilbiger, als es um die Schwächen des Gegners geht. Aber – und da spricht er als letztjähriger Aufsteiger aus eigener Erfahrung: „In der Bezirksliga wird vielleicht nicht jeder Fehler so direkt bestraft wie in der Landesliga.“ Eine Erkenntnis, die die Sarstedter trotz teilweise ansprechender Leistungen leidvoll haben gewinnen müssen.

Und welchen Akteur des Gegners gilt es besonders gut zu bewachen? „Der Name Lauri Schwitalla ist hier im Landkreis ja hinreichend bekannt“, äußert Vucinovic vielsagend. Gehrmann haben es die Qualitäten Gideon O’Donnells angetan, doch er lobt auch Gilles-Asri Kwadjovie und Jonas Jürgens. Nicht zu vergessen das spielende Trainerduo Eugen Klein und Vucinovic. „Die machen sie bestimmt nicht schlechter, wenn sie auf dem Feld stehen“, sagt Gehrmann.