16. August 2018 / 18:14 Uhr

Lobende Worte für Borgfelds U17, aber keine Punkte

Lobende Worte für Borgfelds U17, aber keine Punkte

Christian Thiemann
Weser-Kurier
Jason Weber (links) wartet weiter auf sein erstes Bundesligator für den SC Borgfeld. Am Millerntor in St. Pauli ging die komplette Mannschaft trotz guter Leistung leer aus.
Jason Weber (links) wartet weiter auf sein erstes Bundesligator für den SC Borgfeld. Am Millerntor in St. Pauli ging die komplette Mannschaft trotz guter Leistung leer aus. © Maximilian von Lachner
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Bundesliga-Aufsteiger unterliegt am Millerntor trotz guter Chancen dem FC St. Pauli mit 0:1

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Erst defensiv und dann offensiv – am Ende aber wieder erfolglos. Die U17-Fußballer des SC Borgfeld stehen auch nach ihrem zweiten Spiel in der Fußball-Bundesliga Nord/Nordost noch ohne Punktgewinn da. Dabei holte das Team von Trainer Burak Bahar beim FC St. Pauli besonders in der zweiten Halbzeit alles aus sich heraus, hatte sogar mehrere gute Einschussmöglichkeiten, verlor am Millerntor aber trotzdem mit 0:1 (0:1).

Die Borgfelder begannen mit der selben Aufstellung und Taktik wie schon gegen Holstein Kiel am vergangenen Wochenende. Die Hamburger hatten gegen die defensiven Ketten spürbare Probleme und kamen dadurch aus dem Spiel heraus kaum zu nennenswerten Chancen. Die Bahar-Elf selbst aber auch nicht. Die diagonal geschlagenen Bälle, die gegen Kiel noch für einige Gefahr gesorgt hatten, wurden von St. Pauli ein ums andere Mal abgefangen. Und so musste ein Standard für das Tor des Tages herhalten. Das Bahar-Team verteidigte eine Ecke nur halbherzig, drei Leute fielen mehr oder weniger in den Ball. Am Ende war es Felix Rehder, der einköpfte (34.). Nach dem Rückstand stellte der Borgfelder Coach seine Mannschaft in der Halbzeitpause um, brachte mit Marin Vukoja einen Stürmer für den Außenverteidiger Noel Dähne und ließ nun deutlich höher anlaufen. Leandro Almeida traf kurz nach dem Seitenwechsel die Latte und läutete damit eine überragende zweite Halbzeit des Außenseiters ein.

„Wir haben sie 40 Minuten lang gejagt und richtig stark auf dem Platz kommuniziert“, freute sich Bahar, der allerdings mitansehen musste, wie Friedrich Petrelli seinen Punktetraum zunichtemachte. Der Keeper der Hamburger hielt mehrfach glänzend, ging beispielsweise gegen Vukoja auf Verdacht runter und verhinderte so den sicher geglaubten Ausgleich. Die Gastgeber wussten laut Bahar teilweise nicht mehr, wo ihnen der Kopf stand, so überlegen waren die Borgfelder zeitweise.

„Wir haben St. Pauli 40 Minuten lang an die Wand gedrückt mit unserem Pressing“, meinte Bahar. Die Hamburger verteidigten clever, verzögerten intelligent, sodass es schließlich doch beim 1:0 blieb. „Die wissen am Ende gar nicht, wie sie das Spiel gewonnen haben“, ärgerte sich Burak Bahar über die verpasste Chance, endlich den ersten Bundesliga-Punktgewinn der Vereinsgeschichte einzufahren.