07. Juni 2022 / 12:29 Uhr

Dänemark-Profis schimpfen über Loch im Stadion-Rasen in Wien: "Hätte eine Karriere ruinieren können"

Dänemark-Profis schimpfen über Loch im Stadion-Rasen in Wien: "Hätte eine Karriere ruinieren können"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ein Loch im Wiener Rasen sorgte am Montagabend für Ärger.
Ein Loch im Wiener Rasen sorgte am Montagabend für Ärger. © IMAGO/GEPA pictures/TV2 Screenshot (Montage)
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Erst begann das Spiel mit erheblicher Verzögerung, dann sorgte ein tiefes Loch mitten im Rasen des Wiener Ernst-Happel-Stadions für den nächsten Aufreger bei der Partie zwischen Österreich und Dänemark. 

Stromausfall, lange Spielverzögerung, Heimniederlage und dann auch noch ein mysteriöses Loch im Mittelkreis: Bei der 1:2-Heimniederlage der österreichischen Nationalmannschaft gegen Dänemark ging so einiges schief. Nachdem die Partie mit 90 Minuten Verzögerung angepfiffen werden musste, sorgte nach dem Abpfiff ein tiefes Loch auf dem Spielfeld des Wiener Ernst-Happel-Stadions für Aufsehen.

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Der dänische Stürmer Andreas Skov Olsen hatte das Loch im Mittelkreis nach dem Schlusspfiff entdeckt. TV-Bilder zeigten, wie er und einige seiner Mitspieler in das Loch im Mittelkreis stiegen, Skovs halber Unterschenkel verschwand darin. Es muss offenbar nach dem Schlusspfiff entstanden sein, denn während der Partie wäre es aufgefallen und hätte eine erhöhte Verletzungsgefahr dargestellt sowie für eine Unterbrechung gesorgt.

"Da war ein Loch, das wahrscheinlich einen halben Meter tief war. Es war mitten auf dem Feld, und es ist verdammt gefährlich, wenn jemand hineintritt. Man könnte sich das Bein brechen", berichtete Skov Olsen nach dem Spiel beim dänischen Sender TV2. und ergänzte "Es hätte heute eine Karriere ruinieren können, aber zum Glück ist es nicht passiert."

Vermutlich war das Loch eine Folge der schweren Regenfälle in der Nacht von Sonntag auf Montag. Dadurch sei der Grundwasserspiegel durch die nahe gelegene Donau angestiegen. Das Grundwasser hätte von unten auf die Spielfläche gedrückt, erklärte der Geschäftsführer des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB), Bernhard Neuhold, am Dienstag. "Dadurch hat sich offensichtlich ein Hohlraum gebildet, der in diesem Loch gemündet hat."

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Mit einem "Spezialgerät ähnlich einem Röntgen" und gemeinsam mit einem deutschen Rasenspezialisten wurden am Dienstag weitere Untersuchungen durchgeführt, mit denen laut Neuhold weitere mögliche Hohlräume erkannt werden sollen. "Wir können nicht sagen, ob hier weitere Gefahr droht. Was wir sagen können, ist, dass wir präventiv alles versuchen." Seinen Angaben zufolge sollte die Analyse am Mittwoch abgeschlossen sein. Die Austragung der kommenden Nations-League-Partie am Freitag gegen Weltmeister Frankreich ist dem ÖFB zufolge nicht gefährdet.

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