23. März 2021 / 06:26 Uhr

Lockerungen gestoppt: Saison-Abbrüche im Amateurfußball drohen - Bundesliga weiter ohne Fans 

Lockerungen gestoppt: Saison-Abbrüche im Amateurfußball drohen - Bundesliga weiter ohne Fans 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Es gibt weiterhin keine Spiele auf den Amateurfußball-Plätzen (links), in der Bundesliga ist eine Fan-Rückkehr auch nicht geplant.
Es gibt weiterhin keine Spiele auf den Amateurfußball-Plätzen (links), in der Bundesliga ist eine Fan-Rückkehr auch nicht geplant. © Pixabay/Getty (Montage)
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Der Amateurfußball steht weiter still, eine Zuschauer-Rückkehr in den Profi-Ligen ist nicht geplant. Über Ostern wird der Lockdown sogar schärfer als je zuvor. Das beschlossen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder in einer mehr als elfstündigen Marathonsitzung.

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Für den Amateur- und Breitensport geht die Corona-Geduldsprobe weiter. Statt der noch vor wenigen Wochen erhofften weiteren Lockerungen für den Trainings- und Wettkampfbetrieb verlängerten Bundesregierung und Länderchefs den Lockdown am frühen Dienstagmorgen nach stundenlangen Verhandlungen bis 18. April. Damit sind Öffnungen für kontaktfreien Hallensport vorerst für die meisten Regionen ebenso vom Tisch wie der Besuch von Fitnessstudios oder Spiele im Amateurfußball. Wie die Beschlüsse konkret umgesetzt werden, ist Sache der einzelnen Bundesländer.

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Grund für den vorläufigen Stopp avisierter Lockerungen sind die stark steigende Zahl der Neuinfektionen und die wachsende Verbreitung von ansteckenderen Virusvarianten. Daher muss in der Fußball-Bundesliga und anderen Profiligen auch weiter vor leeren Rängen gespielt werden. Im Beschluss nach den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten ist der Sport nicht gesondert erwähnt.

Pause seit Anfang November

Seit Monaten bremst der Lockdown Sportler im Hobby- und Leistungsbereich. Seit Anfang November durfte nicht mehr gespielt, nicht einmal mehr trainiert werden. Anfang März hatten dann Bund und Länder Planungen für Öffnungsschritte vorgelegt, nach denen zunächst kontaktfreier Sport in Kleingruppen unter freiem Himmel wieder ermöglicht werden konnte. Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, hatte dies als "ersten Hoffnungsschimmer" bezeichnet und auf weitere Lockerungen gedrängt.

Diese Erwartungen haben sich nun vorerst zerschlagen. Bis mindestens Mitte April wird es bestenfalls in wenigen Regionen mit sehr niedrigen Inzidenzen Öffnungschancen für den Sportbetrieb geben können. Daher droht nun in vielen Sportverbänden der endgültige Abbruch zunächst begonnener Spielzeiten.