14. Mai 2021 / 14:10 Uhr

Lockerungen ja, Mannschaftssport nein: Leipzigs Fußballer und Co. müssen weiter warten

Lockerungen ja, Mannschaftssport nein: Leipzigs Fußballer und Co. müssen weiter warten

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Für alle Erwachsenen gilt auch weiterhin: Der Ball ruht.
Für alle Erwachsenen gilt auch weiterhin: Der Ball ruht. © Imago / motivio
Anzeige

Die Zahl der Corona-Infektionen in Leipzig ist stark rückläufig. Am Freitag sind deshalb gemäß der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung auch für den Amateursport einige Lockerungen in Kraft getreten. Der praktische Nutzen für Teamsportarten hält sich allerdings in engen Grenzen.

Leipzig. Böses Erwachen für Leipzigs Mannschaftssportler: Zwar sind am Freitag aufgrund der gesunkenen Sieben-Tages-Inzidenz in der Messestadt zahlreiche Lockerungen auch für den Sport in Kraft getreten. Aber so einfach, wie die Sache bei Bekanntgabe der neuen Regelungen vor gut zwei Wochen schien, ist sie dann doch nicht. Denn der Teufel steckt sprichwörtlich im Detail. Fakt ist: Obwohl nun deutlich mehr möglich ist, ist an ein gemeinsames Training von Fußballern oder Hockeyspielern weiterhin nicht zu denken.

Anzeige

Aber der Reihe nach. Die in Sachsen bis zum 30. Mai gültige Corona-Schutz-Verordnung sieht bei einer Inzidenz von unter 100 an fünf aufeinander folgenden Werktagen sind ab dem übernächsten Tag Folgendes vor:

  • Sport in Gruppen von bis zu 20 Personen für Minderjährige im Außenbereich oder auf Außensportanlagen (auch Fußball möglich)
  • kontaktfreier Sport auf Außensportanlagen für alle (z.B. Tennis, Golf, Laufgruppen auf Sportplatz)
  • kontaktfreier Sport auf Innensportanlagen für alle (auch Fitnessstudios) - NUR MIT tagesaktuellem negativen Test und Kontakterfassung
  • Kontaktsport auf Außensportanlagen für alle - NUR MIT tagesaktuellem negativen Test und Kontakterfassung

Für alle Formen des Trainings gilt: Übungsleiter und Übungsleiterinnen müssen einen tagesaktuellen negativen Test vorlegen.

Schwimmer sind gänzlich außen vor

Klingt erstmal gut. Das große Aber: Die Verordnung regelt abseits der Trainingseinheiten für Kinder und Jugendliche explizit keine Gruppengrößen. Ist das der Fall, sind die zu diesem Zeitpunkt gültigen Kontaktbeschränkungen maßgebend. Und die besagen bei einer Inzidenz von unter 100 an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen: An der frischen Luft dürfen sich bis zu zehn Personen aus zwei Hausständen treffen. Drinnen, und damit auch auf Innensportanlagen, sind fünf Personen aus zwei Haushalten zulässig. Das betrifft beispielsweise auch Kurse in Fitnessstudios.

Für Leipzigs Fußballer und Co. im Erwachsenenalter bedeutet das: Mannschaftstraining ist auch weiterhin nicht drin. Einziger Lichtblick am Horizont: die stark rückläufige Inzidenzzahl in der Messestadt. Denn sinkt die an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 50, ist ab dem übernächsten Tag das kontaktfreie Training im Außenbereich und auf Außensportanlagen in Gruppen bis zu 20 Teilnehmenden möglich, ohne Testpflicht und Beschränkung auf eine feste Anzahl an Hausständen.