05. August 2019 / 21:49 Uhr

Lohmühle immer kleiner: Nur 11000 Zuschauer dürfen DFB-Pokalspiel sehen

Lohmühle immer kleiner: Nur 11000 Zuschauer dürfen DFB-Pokalspiel sehen

Jürgen Rönnau
Lübecker Nachrichten
Im Block B der Lohmühle wird eine mobile Sitzplatztribüne für 637 Pauli-Fans errichtet.
Im Block B der Lohmühle wird eine mobile Sitzplatztribüne für 637 Pauli-Fans errichtet. © Jürgen Rönnau
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Nordhit zwischen VfB Lübeck und FC St. Pauli ist ausverkauft.

Waren das noch Zeiten, als 20 000 Zuschauer dicht gedrängt auf der Lohmühle standen, um ein Fußballspiel zu sehen. Knapp 60 Jahre ist das her, der Gegner hieß Phönix Lübeck. Es ist der Rekordbesuch – und diese Marke wird so schnell nicht gebrochen. Am Montag meldete der VfB: das DFB-Pokalspiel am kommenden Sonntag gegen Zweitligist FC St. Pauli ist ausverkauft – 11 000 Tickets sind weg, mehr gibt es nicht. Die Kapazität der Lohmühle ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich reduziert worden. Am 23. August 2002 durften zum Zweitligaspiel der Grün-Weißen gegen Pauli noch 17 869 Zuschauer ins Stadion. So ist das Fassungsvermögen auch noch immer offiziell angegeben. Beim letzten Pokalauftritt der Kiezkicker in Lübeck am 19. August 2016 waren nur noch 13 300 Fans auf der Lohmühle, die trotzdem als ausverkauft galt. Nun dürfen noch einmal 2000 Personen weniger die Stadiontore passieren.

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Mehrere Gründe verhindern noch mehr Zuschauer

Vorstand und Geschäftsführer Florian Möller erklärt, warum nicht mehr Tickets verkauft werden dürfen – obwohl die Nachfrage sehr viel größer ist. „Zum einen müssen wir aus Sicherheitsgründen Puffer zwischen den Fanblöcken einrichten“, sagt er. „Zum anderen sind neben der neuen Pappelkurventribüne sichtbehinderte Bereiche, die wir nicht verkaufen können. Außerdem fallen aus Brandschutzgründen ein Drittel aller möglichen Plätze auf der Alten Holze weg. Und auf der Haupttribüne müssen wir etliche Plätze frei lassen, weil dort die TV-Kameras aufgebaut werden.“ Sky überträgt das Spiel live.

2200 St. Pauli-Fans werden in Lübeck erwartet

Für die Fans des VfB bleiben gerade einmal rund 8800 Karten übrig, denn 2200 hat der VfB dem Gast aus Hamburg überlassen. Möller: „Das sind doppelt so viele, wie wir laut Regel Pauli geben müssten, aber so können wir den Gästebereich wenigstens optimal nutzen – das ist ja auch bares Geld für uns. Wegen der Fantrennung hätten wir in den Blöcken A und B keine Lübecker unterbringen dürfen.“ So wird im Block B jetzt eine mobile Sitzplatztribüne mit 637 Plätzen für die Paulianer errichtet, der A-Block, der mit Wellenbrechern ausgerüstet ist, wird Gästestehbereich. Auf der Haupttribüne werden unterdessen im Block G6 ebenfalls neue Sitzschalen montiert – dringend notwendig, denn dieser Bereich wurde bis Ende letzter Saison von den Ultras als Fanzone genutzt. Und da störten die Sitzgelegenheiten. Die Ultras sind in die Pappelkurve abgewandert, G6 geht ab sofort wieder in den normalen Verkauf. Erstmals im Pokal am Sonntag wird dort wieder gesessen.

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