01. September 2020 / 19:27 Uhr

Doch nur vor 1000 Zuschauern: Lok Leipzig empfängt den FSV Luckenwalde

Doch nur vor 1000 Zuschauern: Lok Leipzig empfängt den FSV Luckenwalde

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
Schatten gibt es am Mittwoch im Bruno-Plache-Stadion wohl nur für die Zuschauer.
Lok Leipzig kann am Mittwoch gegen den FSV Luckenwalde auf die Unterstützung von 1000 Anhänger hoffen. © Andre Kempner
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Wenn Schiedsrichter Michael Wilske am Mittwoch das Regionalligaspiel des 1. FC Lokomotive Leipzig gegen den FSV Luckenwalde anpfeift, dürfen 1000 Zuschauer ins weitläufige Bruno-Plache-Stadion rein. Die wollen natürlich einen Heimsieg der blau-gelben Fußballer erleben. Doch Almedin Civa relativiert die Favoritenstellung seines Teams.

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Leipzig. Auf dem Papier scheinen die Kräfteverhältnisse vor dem Flutlichtspiel am Mittwoch (19.30 Uhr) in der Regionalliga Nordost zwischen dem 1. FC Lok Leipzig und FSV Luckenwalde eindeutig. Im Bruno-Plache-Stadion trifft der amtierende Regionalliga-Meister auf den Oberliga-Aufsteiger. „Das ist Vergangenheit“, lässt Almedin Civa jedoch mögliche Favoriten-Außenseiter-Spekulationen im Keim ersticken.

Djamal Ziane könnte zum Faktor werden

Der neue Chef an der Lok-Seitenlinie unterschätzt die Brandenburger, die mit zwei Siegen aus drei Partien in die Saison gestartet sind, keinesfalls. „Sie haben lange zusammengespielt, Auf- und Abstiege gemeinsam durchgemacht. Sie sind eingeschworen“, stellt er fest. Sorgen vor falschen Erwartungen im eigenen, blau-gelben Lager, habe er nicht. „Wir wissen, in welcher Situation der Verein sich befindet. Ich respektiere die Erwartungen der Fans, die müssen da sein. Auch ich träume gerne“, so der Bosnier, der weiter erklärt: „Es ist aber wichtig, was der Verein will. Wir sind mit einem Mann in die Saison gestartet und haben jetzt trotz schwerem Programms eine Mannschaft und vier Punkte.“

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Der FC Carl Zeiss Jena und der 1. FC Lok Leipzig trennen sich im Traditionsduell mit 1:1. Zur Galerie
Der FC Carl Zeiss Jena und der 1. FC Lok Leipzig trennen sich im Traditionsduell mit 1:1. © Thomas Gorlt

Civa bleibt Realist, wird gegen Luckenwalde dennoch wohl nur mit drei Punkten zufrieden sein können. Ein Faktor könnte Djamal Ziane werden. Der Doppeltorschütze beim 2:1-Sieg gegen den BAK kehrt nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre zurück. Nicht helfen kann erneut Mike Eglseder. Seine Oberschenkelzerrung stellt sich als hartnäckig heraus. Der 27-jährige Innenverteidiger wird wohl erst gegen Chemnitz in drei Wochen wieder auflaufen können. Auf der gegnerischen Seite wird dagegen ein alter Bekannter in der zentralen Defensive verteidigen: Peter Misch, im Sommer nach vier Jahren bei Lok zum Liganeuling gewechselt, kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück. Für den FSV stand der gebürtige Magdeburger in allen drei Spielen auf dem Platz.

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Mischs Rückkehr werden an der Connewitzer Straße wieder „nur“ 1000 Fans bestaunen können. In Zukunft möchten die Probstheidaer, die vergangene Saison im Schnitt 3000 Zuschauerinnen und Zuschauer begrüßen durften, wieder mehr Schaulustige in das weitläufige Bruno-Plache-Stadion lassen. Dies muss jedoch vom Gesundheitsamt abgesegnet werden. „Das Hygiene-Konzept liegt dem Amt vor“, erklärt Martin Mieth. Der Lok-Geschäftsführer reichte am Wochenende – nach der neuen Veröffentlichung der neuen Verordnung – ein leicht angepasstes Konzept ein. „Die Bearbeitung kann einige Tage in Anspruch nehmen“, so Mieth weiter. Wie lange der Viertligist mit einer Zuschauerzahl von maximal 1000 überleben kann, ist unklar. Fakt ist: Jede Partie mit Mindereinnahmen tut dem Traditionsklub weh. Vom MDR kommen dafür rund 15 000 Euro TV-Gelder – pro Spielzeit.