20. November 2016 / 16:19 Uhr

Lok Leipzig dreht Spiel gegen Fürstenwalde – Becker trifft doppelt

Lok Leipzig dreht Spiel gegen Fürstenwalde – Becker trifft doppelt

Matthias Puppe
SPORTBUZZER-Nutzer
Daniel Becker traf am Sonntag gegen Fürstenwalde doppelt. USER-BEITRAG
Daniel Becker traf am Sonntag gegen Fürstenwalde doppelt. © Christian Modla
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Nach sechs Spielen ohne Sieg konnten die Probstheidaer am Sonntag doch wieder einmal einen Dreier feiern.

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Leipzig. Nach dem glücklichen Derby-Triumph gegen Chemie Leipzig hat der 1. FC Lok auch in der Regionalliga einen wichtigen Sieg eingefahren. Am Sonntagnachmittag gewannen die seit sechs Liga-Spielen sieglosen Blau-Gelben gegen Union Fürstenwalde mit 3:1 (1:1). Daniel Becker egalisierte den frühen Rückstand noch in der ersten Hälfte, Paul Schinke brachte die Seinen per Elfmeter auf die Siegerstraße und erneut Becker setzte den Schlusspunkt.

Die Gastgeber benötigten gut eine Viertelstunde, um ihr Spiel gegen tief stehende Gäste zu ordnen. Union lauerte auf Konter und kam in der 15. Minute bei einem solchen auch bis in den Leipziger Strafraum. Dort ging Martin Zurawsky zu Boden und Schiedsrichter Max Burda zeigte auf den Elfmeter-Punkt. Paul Karaszewski ließ Julien Latendresse-Levesque keine Chance: 1:0-Führung für Fürstenwalde.

Die Probstheidaer haderten nicht lang, drängten sofort auf den Ausgleich. Der gelang wenig später – ebenfalls durch eine Standardsituation: Becker schlenzte in der 22. Minute einen Freistoß aus 18 Metern rechts an der Mauer vorbei in die Maschen. Trotz der schnellen Egalisierung des Rückstands gelang dem Gastgeber in der Folgezeit nur wenig, Union präsentierte sich sattelfest in der Defensive, ließ kaum etwas zu. Ohne weitere Treffer ging es in die Kabinen.

Lok ideenlos – Schinke trifft vom Punkt

In der zweiten Hälfte legten die Probstheidaer mehr Risiko an den Tag, versuchten ihr Spiel breit zu machen und die Union-Defensive so zu Lücken zu zwingen. Bis zur Strafraumgrenze gelang das gut, der entscheidende Pass in die Tiefe blieb aber aus. Somit lieferten weiterhin nur Standardsituation die raren Höhepunkte. In der 61. Minute hätte Union-Verteidiger Christian Mlynarczyk nach einer Ecke fast das 1:2 erzielt, sein Kopfball aus Nahdistanz war zu unplatziert. Bei Lok brachte lediglich ein Schuss aus 30 Metern von Linksaußen Paul Maurer einen Hauch von Gefahr.

Das Tor musste somit fast folgerichtig wieder nach einem Standard fallen: In der 74. Spielminute ging Nils Gottschick im Strafraum der Gäste zu Boden, Burda entschied auf Elfmeter und Paul Schinke lenkte das Leder eiskalt ins rechte obere Ecke. 2:1-Führung für Lok, Jubel im Plache-Stadion. Union Fürstenwalde musste nun selbst mehr Initiative ergreifen und tat dies auch vehement. Die Schlussviertelstunde wurde zur Zitterpartie für die Gastgeber.

In der 80. Minute stand wieder Mlynarczyk frei vorm Lok-Gehäuse, der eingewechselte Will Siakam fand ihn mustergültig per Flanke, doch Latendresse-Levesque war auf dem Posten und konnte den Kopfball entschärfen. In der 80. und 82. Minute hatte Gordan Griebsch zwei gute Möglichkeiten, ließ diese auch ungenutzt. In der 91. Minute zeigte Daniel Becker dann Mitgefühl für die bangenden Lok-Fans, ließ am Strafraum der Gäste einen Gegenspieler aussteigen und zirkelte das Leder zum 3:1-Endstand ins Eck. Abpfiff.

  1. FC Lok Leipzig - FSV Union Fürstenwalde (3:1) aus der Saison 2016/2017
1. FC Lok Leipzig - FSV Union Fürstenwalde (3:1) Zur Galerie
1. FC Lok Leipzig - FSV Union Fürstenwalde (3:1) © Dirk Knofe

Durch den Sieg kletterten die Probstheidaer auf Platz zehn der Fußball-Regionalliga Nordost, Fürstenwalde verharrt auf Platz 15. Am kommenden Sonntag reist der 1. FC Lok dann zum Tabellenletzten TSG Neustrelitz.