20. September 2021 / 17:40 Uhr

Lok Leipzig: Freitickets statt Bratwurst für Impfwillige gegen TeBe Berlin

Lok Leipzig: Freitickets statt Bratwurst für Impfwillige gegen TeBe Berlin

Stephanie Riedel
Leipziger Volkszeitung
SG Olympia 1896 Leipzig vs. 1. FC Lok Leipzig am 25.07.20 auf dem Sportplatz Muehlwiese im Rosental, Leipzig. Im Bild: Trainer und Sportdirektor Almedin Civa Lok Leipzig bei seiner Pausenansprache
Lok-Coach Almedin Civa fordert von seinem Team gegen Berlin Vollgas. © Jan Käfer/imago images
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Der 1. FC Lokomotive Leipzig lockt am zwölften Spieltag mit kostenlosem Eintritt ins Bruno-Plache-Stadion. Am Mittwochabend trifft die Elf von Almedin Civa auf TeBe Berlin. Der Coach fordert bei der Nachholpartie von seinen Mannen „einfach Drecksau sein“.

Leipzig. Beim 1. FC Lok Leipzig steigt am Mittwochabend (19 Uhr) das erste Heimspiel nach dreiwöchiger Corona-Zwangspause gegen den TeBe Berlin. Vor dem Bruno-Plache-Stadion lockt Lok mit einer besonderen Aktion. Gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) wartet der Regionalligist mit einem Impfangebot gegen das Coronavirus auf.

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Im thüringischen Sonneberg sorgte zuletzt eine Bratwurst für einen Ansturm auf Covid-19-Impftermine. Die Leipziger setzen nicht auf Naturalien aus Thüringen, sondern wie auch schon der CFC auf freien Eintritt ins Stadion. Freiwilligen winkt als Belohnung für eine verabreichte Impfdosis ein Freiticket zum Spiel selbst. Wer schon im Besitz einer Karte gegen die Charlottenburger ist, darf das „Impfticket“ alternativ gegen VfB Germania Halberstadt am Sonntag (13 Uhr) einlösen.

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Die englische Woche steht momentan unter einem guten Stern. VfB-Trainer Benjamin Duda beendet seine häusliche Quarantäne gegen Ende der Woche. Die Truppe des 33-Jährigen ist dann ebenfalls wieder einsatzbereit. Mit den Halberstädtern haben insgesamt sechs Teams (CFC, Cottbus, Jena, Auerbach und besagter Gegner TeBe) in der Regionalliga für Corona-Chaos gesorgt und den Spieltrieb lahmgelegt. Elf Spieltage sind absolviert. Diese hat unter anderem Tabellenführer BFC Dynamo regulär absolviert (28 Punkte). Lok-Gegner TeBe bestritt lediglich sechs davon. Civa und Co. lassen sich nach wie vor möglichst nicht von der „Schieflage“ des Tableaus beeindrucken, passten in der Pflichtspielpause die Belastungssteuerung an. „Wir nehmen das an. Die Jungs auch“, so der Coach.

Lok-Stempel aufdrücken

Schwer hinzunehmen war hingegen das Unentschieden (1:1) am Sonntag gegen den Aufsteiger FC Eilenburg. Das Remis fühle sich wie eine Niederlage an. „Wir hatten genug Chancen“, ärgert sich der Lok-Trainer. „Es ist nicht das, was wir spielen können.“ Das fußballerische Können der Blau-Gelben ist im Nachholspiel gegen die Berliner Borussen gefordert – bei den Probstheidaern steht damit das achte Regionalliga-Match auf dem Programm. Der Gegner ist spielstark und legt gutes Tempo an den Tag. Dem gilt es Einhalt zu gebieten – auch wenn den Hauptstädtern zwei freie Tag mehr vergönnt ist, als den Mannen von Civa. TeBe verlor am Freitag in Babelsberg 2:4.

Das vergangene Aufeinandertreffen gegen Berlin im Oktober 2020 gewann Lok klar mit 4:0. Genau die rechte Zeit, um am Mittwoch die Bilanz von bisher drei gewonnenen Viertliga-Partien aufzupolieren, vor allem vor heimischer Kulisse. Die Leipziger wollen dem Team von Gäste-Trainer Markus Zschiesche den offensiven Lok-Stempel aufdrücken – ackern und eklig in Zweikämpfen sein. Heißt: „Wir müssen einfach Drecksau sein, einen dreckigen Sieg über die Runden bringen“, so Civas Kampfansage. Dann klappt es auch endlich mit dem ersten Heimdreier, der ohne Frage wichtig für die Viertliga-Kicker, den Coach und die Fans wäre.