29. Juli 2021 / 17:19 Uhr

Lok Leipzig gibt sich bei Optik Rathenow keine Blöße (mit Galerie)

Lok Leipzig gibt sich bei Optik Rathenow keine Blöße (mit Galerie)

Christoph Laak
Märkische Allgemeine Zeitung
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Groß war die Diskussion nach dem Treffer zum 0:2: Vassilios Polichronakis (l.) und Robin-Techie-Menson protestieren massiv bei Schiedsrichter Philipp Kutscher. © Christoph Laak
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Regionalliga Nordost: Die Truppe von Trainer Ingo Kahlisch unterliegt den Messestädtern mit 0:3.

Die Regionalliga-Fußballer des FSV Optik Rathenow haben am Mittwochabend die Heimpremiere der neuen Spielzeit verloren. Gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig mussten sich die Schützlinge von Trainer Ingo Kahlisch mit 0:3 (0:1) geschlagen geben. "Wir haben zurecht verloren, Lok war das bessere Team", fasste der Rathenower Coach nach dem Spiel zusammen.

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Optik hatte mit der gleichen Startaufstellung begonnen wie beim Punktgewinn in Altglienicke. Doch diesmal fanden die Rathenower schlecht ins Spiel und gerieten früh in Rückstand. Justin Gröger schlug über den Ball, der dadurch zu Tom Nattermann gelangte. Der Ex-Babelsberger ließ sich nicht lange bitten und traf per Flachschuss zur frühen Leipziger Führung (6.). "So ein Tor sollte nicht passieren, es ist aber passiert. Justin ist 18 Jahre alt, wir werden ihm nicht den Kopf abreißen", kommentierte Kahlisch das Gegentor. Nur kurze Zeit später musste Lucas Hiemann gegen ein Kopfball Nattermanns eingreifen, um das 0:2 zu verhindern.

In Bildern: Lok Leipzig gewinnt bei Optik Rathenow mit 3:0.

Die Rathenower (in Rot) waren von Beginn an das unterlegene Team und verloren auch in der Höhe verdient. Zur Galerie
Die Rathenower (in Rot) waren von Beginn an das unterlegene Team und verloren auch in der Höhe verdient. © Christoph Laak

Nach gut einer Viertelstunde fanden aber auch die Hausherren allmählich in die Partie. Erst hatte Lok-Keeper Jan-Ole Sievers Probleme mit einem abgefälschten Schuss von Jerome Leroy, ehe er eine Ecke mit Hilfe des Pfostens vereiteln konnte. Und wenig später hatte Vassilios Polichronakis eine gute Möglichkeit, sein strammer Schuss wurde aber abgeblockt.

In der Folge bekam Lok die Partie aber wieder unter Kontrolle und erspielte sich weitere gute Chancen. Erst setzte Sascha Pfeffer einen Kopfball vorbei, dann lenkte Hiemann einen Nattermann-Schuss um den Pfosten. Und kurz vor der Pause war dann das 0:2 eigentlich fällig. Nach einer punktgenauen Flanke setzte Nattermann seinen Kopfball ganz knapp daneben. "Wir haben uns in der ersten Halbzeit in den Zweikämpfen nicht gut angestellt. Das müssen wir nach der Pause besser machen", monierte Kahlisch in der Halbzeitpause.

Gröger hat den Ausgleich auf dem Kopf

Und aus dieser kam Rathenow mit mächtig Schwung. Erst war es Nicola Köhler, der von der Strafraumgrenze nur ganz knapp verzog, ehe Jerome Leroy einen Distanzschuss über das Leipziger Gehäuse setzte. Optik war jetzt das tonangebende Team. Und nach einer Stunde hatten die Rathenower unter den 644 Zuschauern den Torschrei bereits auf den Lippen. Nach einem Freistoß kam Justin Gröger zum Kopfball. Jan-Ole Sievers konnten den Ball aber mit einer spektaktulären Glanzparade um den Pfosten lenken.

Die folgende Ecke brachte nichts ein. Im Gegenteil: Optik wurde ausgekontert und Zak Pablo Piplica scheiterte freistehend am hervorragend reagierenden Lucas Hiemann. Die folgende Szene sorgte dann für mächtig Missmut auf Rathenower Seite. Nach einer Ecke kam Luca Sirch an den Ball, nahm diesen eigentlich unübersehbar mit der Hand mit und spitzelte ihn vor das Rathenower Tor. Dort köpfte Vassilios Polichronakis das Leder über die eigene Linie (63.). Wilde Proteste folgten, alleine sie nutzten nicht. Schiedsrichter Philipp Kutscher, der insgesamt ordentlich pfiff, gab den Treffer aber trotzdem.


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Danach war bei den Rathenowern der Widerstand gebrochen. Leipzig hatte weitere Möglichkeiten, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben, scheiterte aber immer wieder am starken Lucas Hiemann. Erst eine Minute vor dem Ende konnte Nattermann dann endgültig für die Entscheidung sorgen, als Hiemann eine abgefälschte Flanke prallen ließ und der Leipziger Stürmer abstaubte (89.). Am Ende ging das Ergebnis auch in der Höhe in Ordnung, hatten die Sachsen sich über 90 Minuten als besseres Team präsentiert. Für die Rathenower gilt es jetzt das Ergebnis schnellstmöglich aus den Köpfen zu bekommen, steht bereits am kommenden Monatg die schwere Aufgabe beim FC Energie Cottbus an.

Das sagen die beiden Trainer zum

Ingo Kahlisch (FSV Optik Rathenow): "Es war ein geiles Regionalliga-Spiel, mit einer tollen Atmosphäre. Kein Trainer und keine Mannschaft verliert gerne, aber wir haben heute zu viele Fehler gemacht und deshalb auch verdient verloren. Wir sind im Neuafbau, haben eine junge Mannschaft zusammen und brauchen Zeit. Keiner hat erwartet, dass wir hintereinander Altglienicke, Lok Leipzig und Cottbus schlagen. Wir machen in Rathenow auch nach diesem Spiel ganz normal weiter."

Almedin Civa (1. FC Lokomotive Leipzig): "Erst einmal macht es deutlich mehr Spaß wieder vor Zuschauern zu spielen. Nach der Niederlage gegen den BFC Dynamo war es wichtig, dass wir gewonnen haben. Rathenow hat eine junge Mannschaft mit vielen schnellen Spielern, die oft mit langen Bällen in die Tiefe geschickt werden. Wir haben das aber gut gemacht und verdient gewonnen. Das frühe 1:0 hat uns sehr geholfen, vor dem 2:0 kann aber auch der Ausgleich fallen. Es wird eine enge Liga werden, in der jeder gegen jeden gewinnen kann. Auch Optik Rathenow kann allen Teams Paroli bieten."