19. April 2019 / 09:45 Uhr

Lok Leipzig kassiert unnötige Pleite gegen Altglienicke

Lok Leipzig kassiert unnötige Pleite gegen Altglienicke

Fabian Held
Leipziger Volkszeitung
1. FC Lokomotive Leipzig vs. VSG Altglienicke, Fussball Regionalliga Nordost
Der 1. FC Lok Leipzig unterlag am Gründonnerstag überraschend der VSG Altglienicke mit 1:3. © Alexander Prautzsch
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Nach acht Spielen ohne Niederlage ist der 1. FC Lokomotive Leipzig am Donnerstagabend erstmals wieder als Verlierer vom Platz gegangen. Gegen die VSG Altglienicke gab es eine ebenso unnötige wie bittere 1:3-Pleite.

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Leipzig. Das war vermeidbar! Trotz einer guten Leistung verlor der 1. FC Lokomotive Leipzig am Donnerstagabend vor 2335 Zuschauern gegen die VSG Altglienicke mit 1:3 (1:1). Dabei war es für die Hausherren so gut los gegangen: Matthias Steinborn (29.) hatte Lok in Führung gebracht. Doch Christian Skoda (39.) per Foulelfmeter, Benjamin Förster (46.) und Igli Cami (61.) drehten das Spiel. Der FCL hatte insgesamt ein dickes Chancenplus, konnte dieses aber nicht mehr in Tore ummünzen. Vor dem wichtigen Sachsenpokal-Halbfinale in Chemnitz am kommenden Mittwoch ist die Erfolgsserie von Lok damit gerissen.

Die Partie benötigte gute zehn Minuten, um Fahrt aufzunehmen. Dann legte Lok los, vor allem durch die starken Steinborn und Sascha Pfeffer. Ein Freistoß von letzterem flog knapp am Tor vorbei, Djamal Ziane (20).), Steinborn (24.), Pfeffer (32.) und Ryan Malone (33.) vergaben weitere gute Chancen. Mit schönen Kombinationen hatte Lok früh ein deutliches Übergewicht. Nach einem guten Zuspiel von Pfeffer über das halbe Feld nahm Steinborn (29.) den Ball gekonnt an und vollendete einen Konter zum 1:0.

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Eine überraschende Heimniederlage kassierte der 1. FC Lok Leipzig am Gründonnerstag: Das Team von Trainer Björn Joppe unterlag der VSG Altglienicke mit 1:3. Zur Galerie
Eine überraschende Heimniederlage kassierte der 1. FC Lok Leipzig am Gründonnerstag: Das Team von Trainer Björn Joppe unterlag der VSG Altglienicke mit 1:3. ©
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Der FCL dominierte die Partie, von Altglienicke war nichts zu sehen. Doch Kapitän Robert Zickert erlaubte sich einen Patzer, kam an der Strafraumkante gegen Skoda einen kleinen Moment zu spät und verursachte einen berechtigten Elfmeter, den der Gefoulte verwandelte. Nach dem Seitenwechsel wurde es noch schlimmer für die „Loksche“: Förster (46.) köpfte den Ball mit einer Bogenlampe unhaltbar ins Tor. Der zweite Torschuss für die Gäste, das zweite Tor.

Die abstiegsbedrohte VSG verteidigte die knappe Führung mit Mann und Maus, Lok rannte wütend an. Klare Torchancen waren jetzt aber rar, dagegen hatte Altglienicke immer mal wieder Platz zum Kontern. Nach einem solchen entstand Chaos im Lok-Strafraum, die Verteidigung konnte den Ball nicht klären. Cami (61.) schnappte sich das Leder und traf trocken zum 3:1. Jetzt wirkte Lok verunsichert, erlaubte sich ungewöhnlich viele Fehler. Der eingewechselte Maik Salewski (75.) und Steinborn (80.) mit einer feinen Einzelaktion hatten noch gute Tormöglichkeiten, doch Lok konnte das Spiel nicht mehr umbiegen. So kam es zur ersten Heimniederlage des FCL seit dem 22. September 2018 – damals war’s ein 0:1 gegen Halberstadt.

Das sagen die Trainer:

Andreas Zimmermann (VSG Altglienicke): Fußball kann so paradox sein. Nach 30 Minuten war mir angst und bange. Lok hat sehr gut gespielt, hätte viel höher in Führung gehen können. In der Halbzeit habe ich den Jungs gesagt: ‚Wir müssen dagegenhalten, Handlungsschnell sein‘. Mit dem einzigen guten Spielzug machen wir das 2:1. Du musst den Schock setzen, das haben wir dann gemacht. Paradox ist: Die letzten Wochen spielen wir gut und treffen nur das Aluminium. Heute machen wir aus 3,5 Chancen 3 Tore. Ich freue mich ungemein, dass wir hier gewonnen haben. Ich war das zweite Mal hier, habe zwei Mal gewonnen. Ich komme gerne wieder.

Björn Joppe (1. FC Lok Leipzig): Das ist glaube ich das erste Spiel in dieser Saison, bei dem die Niederlage weh tut. In der ersten Halbzeit haben wir so gut Fußball gespielt, wie seit langem nicht, mit tollen Passagen. Wir haben uns in der zweiten Halbzeit vorgenommen so weiter zu spielen, bekommen dann direkt das 2:1. Das darf nicht passieren, das bringt uns aus dem Tritt und wir haben Altglienicke ins Spiel kommen lassen. Das 3:1 ist dann ein Spiegelbild der Fehler, die wir gemacht haben. Das tut weh, denn ich glaube, wir waren nicht die schlechtere Mannschaft. Wir hatten uns borgenommen, etwas Positives mitzunehmen in das Spiel am Mittwoch. Ab morgen konzentrieren wir uns voll auf Chemnitz.

Lok Leipzig: Wenzel – Malone, Urban, Zickert – Berger (85. Krug), Schinke, Pfeffer, Pannier (64. Salewski) – Pommer – Steinborn, Ziane (53. Schulze)

Tore: 1:0 Steinborn (29.), 1:1 FE Skoda (39.), 1:2 Förster (46.), 1:3 Cami (61.)

Zuschauer: 2335

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