16. Februar 2020 / 16:09 Uhr

Lok Leipzig schlägt Auerbach: Wichtige Punkte im Meisterschaftsrennen

Lok Leipzig schlägt Auerbach: Wichtige Punkte im Meisterschaftsrennen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
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Viel Emotion bei Lok-Kapitän Robert Zickert. © Christian Modla
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Der 1. FC Lok gewinnt gegen den VfB Auerbach mit 3:1 und holt heiß ersehnte drei Punkte.

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Leipzig. Der 1. FC Lok hat endlich den lang ersehnten ersten Sieg des Kalenderjahres 2020 erkämpft: Gegen den VfB Auerbach gewannen die Blau-Gelben nach einer umkämpften zweiten Halbzeit letztendlich verdient mit 3:1. Da die Konkurrenten im Meisterschaftsrennen patzten – Cottbus kam gegen Viktoria Berlin über ein 2:2 nicht hinaus, Altglienicke verlor gegen den Berliner AK gar mit 1:3 – hat Lok im Rennen um den Staffelsieg und die damit verbundenen Aufstiegsspiele für die 3. Liga wieder Boden gut gemacht.

Coach Wolfgang Wolf nahm drei Wechsel in der Anfangsformation im Vergleich zum 2:2-Unentschieden im Spitzenspiel bei Energie Cottbus am letzten Wochenende vor: Verzichten musste er auf David Urban (Gelbsperre) und seinen Sohn Patrick (Muskelfaserriss), zudem blieb Leon Heynke auf der Bank. Dafür begannen Peter Misch in der Innenverteidigung, Niklas Brandt im defensiven Mittelfeld und Kevin Schulze als Linksverteidiger. Von Beginn an setzte Lok die ultradefensiv agierenden Auerbacher unter Druck, die sich mit einer Fünferkette in der Abwehr und einem Viererblock im Mittelfeld davor verschanzten. Doch schon nach vier Minuten die erste große Möglichkeit für die Hausherren, als Djamal Ziane eine Flanke von links gut aufs kurze Eck köpfte, aber Auerbachs Torwart Stephan Schmidt fantastisch parierte. Das nächste Ausrufezeichen setzte Kevin Schulze in der 15. Minute, als er einen Gewaltschuss aus 25 Metern ans Gebälk hämmerte. Konsequent spielte Lok ein ums andere Mal nach vorne und wurde in der 19. Minute mit der Führung belohnt. Matthias Steinborn lief steil, wurde aber im Strafraum von Auerbachs Sieber vom Ball getrennt.

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Der 1. FC Lok gewinnt gegen den VfB Auerbach mit 3:1 und holt wichtige Punkte im Meisterschaftsrennen. ©
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„Müssen konsequenter dazwischen gehen“

Der hatte jedoch nicht mit dem giftig einlaufenden Paul Schinke gerechnet, der den zweiten Ball aus 14 Metern flach im Tor unterbrachte. Und auch danach blieb Lok am Drücker und hatte in der 22. Minute auch mal etwas Glück im Abschluss: Ziane war alleine aufs Tor zugestürmt, hatte den Ball aber dann eigentlich schon vertändelt. Auerbach konnte jedoch nicht richtig klären, irgendwie kam der Ball zu Sascha Pfeffer, der am langen Pfosten lauerte und der – auch mit etwas Glück – aus fünf Metern ins Tor traf. Einmal zappelte der Ball anschließend noch im Netz der Vogtländer, aber dem Treffer in der 38. Minute wurde wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung verwehrt. Unterm Strich stand eine sehr gute erste Halbzeit von Lok – fand nach der Partie auch Wolfgang Wolf: „Das war fast perfekt – wie wir haben den Ball laufen lassen, aggressiv und mit Zug zum Tor.“

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit wirkte Lok zunächst überlegen. Aber Auerbach war anzumerken, dass sie die drei Punkte nicht kampflos abgeben wollten. VfB-Coach Sven Köhler war in seiner Pausenansprache etwas lauter geworden, ließ fortan nur noch mit Viererkette verteidigen und hatte mit Thomas Stock einen neuen Offensivmann gebracht. Beim ersten gefährlichen Angriff der Gäste stand besagter Stock gleich goldrichtig – als der Ball auf von Oliver Genausch von der Grundlinie auf ihn zurückgelegt wurde, schob er aus zehn Metern flach ein (52./O-Ton-Wolf: „Da müssen wir konsequenter dazwischen gehen, vielleicht auch mal Auerbach über ein Foul stoppen vorher.“).

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„Wir brauchen unsere Fans!“

Danach stand das Spiel auf Messers Schneide, wurde der Rest zur Zitterpartie für die Blaugelben, bei denen sicherlich auch die Erinnerung an letzte Woche eine Rolle spielte, als man einen 2:0-Pausenvorsprung noch verspielte. Zwar folgte ein offener Schlagabtausch, aber Auerbach ist eben auch nicht Cottbus, sodass Lok zwar hier und da etwas schwamm, aber letztendlich nicht unterging – im Gegenteil: Schon in der 83. Minute hatte der eingewechselte Stephane Mvibudulu die Entscheidung auf dem Fuß, aber sein Siebenmeter-Schuss aus Rücklage ging klar drüber. Kurz vor Ende gelang dann Ziane mit dem 3:1 aus dem Gewühl nach einem Eckball der endgültige Knock-Out (87.).

Lok-Coach Wolfgang Wolf war nach der Partie mit seiner Mannschaft und dem Ergebnis zufrieden, nicht einverstanden war er jedoch mit der Unterstützung durch die Fans: "Wir brauchen unsere Fans! Aber wir brauchen unsere Fans dann, wenn es eng wird, wenn das Spiel zu kippen droht, nicht wenn wir dann das 3:1 schießen“, machte Wolf seinem Unmut darüber Luft, dass nach dem Anschlusstreffer der Auerbacher die Zuschauer auf den Rängen statt ihr Team aufzubauen teilweise ihren Unmut bekundeten.

Klar ist derweil, dass Lok im Sachsenpokal-Halbfinale auf den FC Eilenburg treffen wird. Gespielt wird am Wochenende 28./29. März, Lok will versuchen, in Abstimmung mit den Eilenburgern das Heimrecht nach Probstheida zu drehen – ein Trend, ob das klappt, ist noch nicht erkennbar. Carsten Muschalle

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