23. September 2021 / 22:58 Uhr

Lok Leipzig setzt weiter auf 3G: Schwere Vorwürfe von SPD-Politiker Karl Lauterbach

Lok Leipzig setzt weiter auf 3G: Schwere Vorwürfe von SPD-Politiker Karl Lauterbach

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
09.09.2021, Nordrhein-Westfalen, Köln: Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte der SPD und Direktkandidat für Wahlkreis Köln IV, steht im Stadtteil Delbrück auf der Strasse. Der Gesundheitsexperte kämpft um den Wiedereinzug in den Bundestag.
SPD-Politiker und Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kritisierte via Twitter Lok Leipzigs Entscheidung, weiterhin das 3G-Modell anzuwenden. © Oliver Berg/dpa/dpa-Bildfunk
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Lok Leipzig setzt auch in den kommenden Heimspielen auf das 3G-Modell, da sie ungeimpfte Fans nicht von ihren Spielen ausschließen wollen. Diese Argumentation hat nun für eine Diskussion auf Twitter gesorgt. SPD-Politiker Karl Lauterbach wirft den Blau-Gelben „Querdenker-Argumente“ vor.

Leipzig. Der Fußball-Regionalligist 1. FC Lokomotive Leipzig will auch in den kommenden Heimspielen auf die 3G-Regelung setzen und getesteten Fans den Eintritt in das Bruno-Plache-Stadion ermöglichen. Dabei könnte der Leipziger Verein ab dieser Woche mit einem 2G-Modell arbeiten und so sowohl weitere Lockerungen im Stadion ermöglichen als auch zusätzliche Zuschauer auf die Tribünen lassen. Doch die Blau-Gelben entschieden sich dagegen, was nun zu einer Debatte auf der Social Media Plattform „Twitter“ gesorgt hat.

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Der SPD-Politiker und Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kritisierte die Begründung der Probstheidaer scharf und unterstellte ihnen in einem Post „Querdenker-Argumente“. Zuvor hatte Lok erklärt, dass sie niemanden aus dem Stadion ausschließen möchten. „Dieser wunderbare Sport ist für alle da – egal welche Nationalität, Hautfarbe, Religion oder welchen Impfstatus jemand hat“, so der Regionalligist.

In dem 2G-Modell ist eine Maskenpflicht nicht länger vorgesehen, auch auf Abstände darf dann verzichtet werden – und das bei mehr Zuschauenden. „Wenn Lok Leipzig 3G praktiziert: auch gut, dann eben weniger Zuschauer“, so Lauterbach weiter.

Der Regionalligist hatte auch beim letzten Heimspiel gegen TeBe Berlin die 3G-Regelung angewandt, in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz allen Fans aber ein lukratives Angebot gemacht. Wer sich vor dem Stadion spontan impfen ließ, kam kostenlos ins „Bruno“.