03. Mai 2019 / 21:18 Uhr

Lok Leipzig verliert 0:1 gegen Nordhausen

Lok Leipzig verliert 0:1 gegen Nordhausen

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
Leipzig, 03.05.2019, Bruno-Plache-Stadion, Fussball, Regionalliga NO, 1.FC Lokomotive Leipzig vs. FSV Wacker 90 Nordhausen. , 
Im Bild v.l.: Torchance Matthias Steinborn (7, Lok) per Kopfball gegen Torwart Josip Jokanovic (1, Nordhausen). , 
Foto: PICTURE POINT / K. Dšlitzsch , 
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Chance für Lok: Matthias Steinborn bringt den Kopfball gegen Torwart Josip Jokanovic nicht im Kasten unter. © Picture Point
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In einem Spiel auf überschaubarem Niveau setzten sich die Thüringer um Trainer Heiko Scholz verdient mit 1:0 durch. Oliver Genausch erzielte den Treffer des Tages. 

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Leipzig. Von wegen goldene Ananas. Bissig, spritzig und gar nicht fußballmüde präsentierten sich der 1. FC Lok Leipzig und FSV Wacker 90 Nordhausen am Freitagabend im Regionalliga-Topspiel. Das bessere Ende hatten die Thüringer für sich – sie gewannen 1:0 (0:0).

Loks Teamchef Björn Joppe sprach im Vorfeld noch vom „Runter fahren“ seiner Spieler, da es nach dem Pokalaus um nichts mehr gehe, die angereisten Nordhäuser dagegen sind im Fernduell mit Hertha BSC II um Platz drei.

DURCHKLICKEN: Die Bilder zum Spiel

Der 1. FC Lok Leipzig empfing am 3. Mai 2019 den FSV Wacker Nordhausen im heimischen Bruno-Plache-Stadion. Zur Galerie
Der 1. FC Lok Leipzig empfing am 3. Mai 2019 den FSV Wacker Nordhausen im heimischen Bruno-Plache-Stadion. © Picture Point
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Und dementsprechend engagiert gingen die Gäste ans Werk und gewannen 1:0. Doch 3079 Zuschauer sahen ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Probstheidaer durch besonders in der ersten Hälfte sehenswerten Kombinationsfußball und mehreren Torabschlüssen lange Zeit auch das Publikum zu überzeugen wussten – obwohl oder eben weil Heiko Scholz dieses Mal auf der Gästetrainerbank Platz nahm.

Joppes Vorgänger kehrte zum ersten Mal nach seiner Entlassung im September/Oktober ins Bruno-Plache-Stadion zurück und durfte nach 50 Minuten zum ersten und einzigen Mal jubeln, nachdem Oliver Genausch den Ball an Benjamin Kirsten zum Siegtreffer vorbeischieben konnte. Dass Scholz und seine neue Mannschaft nicht nochmal einen Treffer feierten, lag unter anderem am 31-Jährigen Keeper Kirsten, der mehrmals herausragend parierte.

Im Vergleich zur 2:4-Pleite vergangene Woche gegen Tabellenschlusslicht Optik Rathenow stellten Joppe und sein Trainerpartner Rainer Lisiewicz fünfmal um und traten mit Bestbesetzung an. Nicht im Kader stand Nils Gottschick, der wegen einer Meniskusreizung wohl bis zum Saisonende ausfallen wird. Aber auch die in die Startelf zurückgekehrten Matthias Steinborn, Pascal Pannier, Sascha Pfeffer, Robert Berger und David Urban konnten die vierte Pleite in Folge nicht verhindern.

Nach dem Nordhäuser Führungstreffer war ein deutlicher Spannungsabfall beim Gastgeber zu bemerken, nicht mehr jedem Ball wurde so unermüdlich wie in den ersten 45 Minuten hinterhergelaufen, die Angriffe wurden fahriger und jeder Wacker-Angriff wurde gefährlicher. Am Ende feierten Nordhausen und Heiko Scholz einen verdienten Sieg.

Die Stimmen zum Spiel

Heiko Scholz: "Es ist komisch, diesmal zuerst was zu sagen. Danke für den herzlichen Empfang, das ist nicht in jedem Stadion so in der heutigen Zeit. In der ersten Halbzeit hätten die Zuschauer ein 2:2 verdient gehabt. Am Ende haben wir nicht unverdient gewonnen! Ich wünsche der Loksche alles Gute."

Björn Joppe: "Enttäuschung ist es nicht, eher Frust. Ich bin wirklich sauer. Ich sehe es etwas anders als Heiko, Nordhausen hätte sich nicht beschweren können, wenn es 3:1 oder 4:1 steht zur Pause. Die zweite Hälfte war unter aller Sau, bei einigen das Zweikampfverhaltrn, bei einigen die Laufbereitschaft. Man sieht, dass das Feuer raus ist. Ich bin auch froh, wenn die Saison rum ist. Wir möchten uns aber positiv in die Pause verabschieden, um dann mit neuem Elan und neuem Feuer weiterzuarbeiten!

Benny Kirsten: "Egal, wer Ex-Coach ist. Verlieren ist immer Scheiße! Wir haben in der Rückrunde sehr viel Arbeit investiert, sind gegen Chemnitz über unsere Grenzen gegangen - das kostet. Da ist es ganz normal, dass der Druck abfällt. Wir fahren auf der letzten Felge und trotzdem hat es heute nur an der Chancenverwertung gelegen. Wir werden die letzten beiden Spiele genauso angehen wie jedes andere. Niemand lässt sich hängen!"

Lok: Kirsten - Berger, Urban, Zickert, Pannier (46. Malone) - Pfeffer, Schinke, Pommer, Salewski (60. Ziane) - Schulze, Steinborn. 

Wacker: Jokanovic - Heidinger, Esdorf, Pluntke, Göbel - Becker, Pichinot, Ucar (86. Kores), Mickels (90. Andacic) - Genausch (74. Beil), Kammlott 

Zuschauer: 3079. 

Tor: Genausch (50.).

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