01. Februar 2020 / 15:53 Uhr

Lok Leipzig verpasst Sprung an die Tabellenspitze - 0:0 gegen Viktoria Berlin

Lok Leipzig verpasst Sprung an die Tabellenspitze - 0:0 gegen Viktoria Berlin

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
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Auch diese Ball schaffte es nicht ins Tor. © Christian Modla
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Gegen die beste Defensive der Regionalliga Nordost gelang dem Team von Coach Wolfgang Wolf kein Tor. Neuer Tabellenführer ist die VSG Altglienicke.

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Leipzig. Ob es nun ein Leckerbissen für Taktikfeinschmecker war oder ein chancenarmer Gruselkick mit wenig Unterhaltungswert – ein Fußballspektakel war das 0:0 zwischen dem 1. FC Lok Leipzig und Viktoria Berlin für die 3245 Zuschauer und Zuschauerinnen definitiv nicht. Durch die Punkteteilung im ersten Pflicht- und Ligaspiel des neuen Jahrzehnt verpasst der Leipziger Regionalligist es, an Energie Cottbus vorbeizuziehen und hat nun bei einer Partie mehr einen Punkt Rückstand auf die Lausitzer und den neuen Spitzenreiter VSG Altglienicke (Hinweis: Die Veränderungen durch den Rückzug von Rot-Weiß Erfurt sind hier noch nicht berücksichtigt).

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Der 1. FC Lok Leipzig startet mit einem torlosen Unentschieden ins Punktspieljahr. 0:0 heißt es nach 90 Minuten gegen Viktoria Berlin. Zur Galerie
Der 1. FC Lok Leipzig startet mit einem torlosen Unentschieden ins Punktspieljahr. 0:0 heißt es nach 90 Minuten gegen Viktoria Berlin. © Christian Modla
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Mit altbewährter Formation und in Gummistiefeln bleibt Wolfgang Wolf damit zwar weiterhin als Cheftrainer ungeschlagen, doch mit dem häufig lethargischen und tempolosen Auftritt seiner Mannschaft bei matschigen Verhältnissen wird er kaum zufrieden sein. Hauptproblem: Lok biss sich an der besten Abwehr der Liga (14 Gegentore) die Zähne aus, hoffte auf Fehler, bekam jedoch keine angeboten. So verwunderte es auch nicht, dass Loks erste richtige Torchance erst in der 66. Minute notiert werden konnte. Per starker Effetschusstechnik knallte Mittelfeldorganisator Maik Salewski den Ball die Latte.

Doppel-Einwechslung bringt Belebung

Zuvor kamen nur die Gäste aus der Hauptstadt durch Konter zu zwei gefährlichen Toraktionen, mehr aber auch nicht. Denn auch Loks Abwehrkette stand kompakt und ließ ansonsten nichts anbrennen.

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Dass das Match 25 Minuten vor Abpfiff noch einmal Fahrt aufnahm, lag an der Doppeleinwechslung der beiden pfeilschnellen Flügelflitzer Stephane Mvibudulu und Neuzugang Ishmael Schubert-Abubakari. Besonders Letztgenannter vitalisierte das Probstheidaer Angriffsspiel und hatte die Entscheidung auf dem Fuß, als er in der 72. Minute am Berliner Keeper vorbei dribbelte, aber nur den Pfosten des leeren Tores traf. Das zweite Aluminiumpech sollte der letzte Aufreger einer ansonsten unaufgeregten Partie sein. Immerhin: Die neue Nummer eins Fabian Guderitz blieb bei seinem Pflichtspieldebüt ohne Gegentreffer.

Die Stimmen zum Spiel:

Patrick Wolf (1. FC Lok): "Im Endeffekt hätten wir gewinnen müssen, das waren zwei verloren Punkte."

Robert Berger (1. FC Lok): "Ich freue mich auf nächste Woche gegen Cottbus. Da kann ich zeigen, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen habe. Heute ist natürlich etwas Frust dabei, aber wir haben wieder nicht verloren und einen Punkt auf Cottbus gut gemacht."

Benedetto Muzzicato (Trainer Viktoria): "Das war ein Regionalligaspiel mit einem guten Niveau. Wir können mit dem Punkt gut leben."

Wolfgang Wolf (Trainer 1. FC Lok): "Es war ein sehr intensives Spiel. Ich glaube, heute wollte keiner ein erstes Tor schlucken. Wir waren nicht so aggressiv, wie ich das wollte. Unser Problem ist, dass wir die Chancen nicht machen. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Jetzt müssen wir uns die Punkte woanders holen."

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