28. September 2019 / 01:53 Uhr

Lok Leipzig zieht unter Dampf an Nordhausen vorbei

Lok Leipzig zieht unter Dampf an Nordhausen vorbei

Udo Zagrodnik
SPORTBUZZER-Nutzer
Unter Volldampf gewann der 1. FC Lok Leipzig das Spitzenspiel der Regionalliga Nordost gegen den FSV Wacker Nordhausen mit 4:3.  USER-BEITRAG
Unter Volldampf gewann der 1. FC Lok Leipzig das Spitzenspiel der Regionalliga Nordost gegen den FSV Wacker Nordhausen mit 4:3.  © Udo Zagrdonik
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Im "Bruno" gelang dem 1. FC Lok Leipzig ein 4:3-Sieg gegen ihren ehemaligen Trainer Heiko Scholz, nun in Diensten von Nordhausen.

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Leipzig. Freitagabend, das wechselhafte Wetter hatte sich beruhigt und unter Flutlicht lief ein Spitzenspiel. Auf die nordostdeutsche Regionalbahn 1.FC Lok Leipzig gegen FSV Wacker Nordhausen waren 3.549 Fans aufgesprungen, die von Beginn an hellwach waren, unter ihnen auch rund 200 Flagge zeigende Fans aus dem Südharz.

Die Probstheidaer Lokomotive begann stürmisch. Als Matthias Steinborn nach neun Minuten im Strafraum gerempelt wurde und zu Fall kam, sah dies der Schiedsrichter als Zweikampf. Inzwischen waren knapp zwanzig Minuten gespielt und Matthias Steinborn erzielte von Halblinks per Heber die 1:0-Führung. Wenig später spielte der angeschlagene Djamal Ziane mit Turban weiter. Von den Nordhäusern ging ein Freistoß übers Lok–Tor. Fast im Gegenzug landete vom agilen Matthias Steinborn eine Flanke (von Rechtsaußen) in der Abwehr und die nächste Aktion war ein Fasttor. Nun flog von den Kornstädtern ein Eckball in den Lok–Strafraum, Nils Pichinot stieg am höchsten und köpfte den 1:1 Ausgleich. Das war sechs Minuten vorm Pausenpfiff und im Stadionrund erklangen die FCL–Rufe. Auf der Gegenseite ließ der Schiedsrichter nach einem möglichen Foul weiterspielen. Danach kam war der Pausenpfiff von Schiedsrichter Johannes Schipke. Als seine Assistenten fungierten an diesem Abend Steffen Hösel und Robin Enkelmann. In der Pause wurden Loksche Nachwuchsteams geehrt.

Kurz nach dem Wiederanpfiff fiel das 2:1, Torschütze Aykut Soyak. Da war der Autor noch am Dammsitz–Getränkestand um seinen leeren und wiederverwertbaren Getränkebecher abzugeben. Nur sieben Minuten später ein Wacker–Gegenangriff und aus dem Spiel heraus erzielte Stepan Kores das 2:2 und glich dieses Spitzenspiel aus. Nur fünf Minuten später antwortete die dampfende Lokomotive mit dem 3:2: Nordhausens Maurice Pluntke traf ins eigene Netz. Der FCL ist wieder da, erklang nun im Stadionrund. Es kam ein langer Pass auf Matthias Steinborn, doch dessen Ball blieb in der Abwehr hängen. Nur zwei Minuten später wieder Alarm im Wacker–Strafraum und im dritten Versuch brachte Patrick Wolf den Ball zum 4:2 über die Torlinie. Das roch nach der Spielentscheidung für die Elf um Trainer Rainer Lisiewicz. Doch zu früh gefreut. Die Gäste aus dem Harz um ihren Trainer Heiko Scholz antworteten blitzartig mit dem 4:3, Torschütze Florian Beil. Die Fans sangen: „Steht auf wenn ihr Lofans seid“ und auf der Tribüne erhob man sich von den Plätzen. Es folgten „heiße“ Schlußminuten. Nordhausen drängte auf den Ausgleich, doch erfolglos. Die Nachspielzeit lief, ein Lokscher Fernschuss wurde zur Ecke abgefälscht und diese noch ausgeführt. Danach pfiff der Schiedsrichter ab, sieben Tore gesehen und einen 4:3-Heimsieg für die Leipziger Eisenbahner. Die Fans in Feierlaune, bejubelten den neuen Spitzenreiter. Ob am Rande dieser Begegnung auch Nordhäuser Korn geflossen ist, das ist nicht überliefert. Das werden wohl nur Insider wissen. Zur Tabelle, nun muss abgewartet werden wie am Samstag der Verfolger und Hauptstadtklub Hertha BSC II spielt, gegen die zurzeit schwächelnden Babelsberger.

Ein Fußballderby ohne Gästefans ist wie ein Spiel vor leeren Rängen….. Auf dem Vorplätzen des „Bruno“ mit Imbissbuden und denen für Fanartikel kam unsereins vorm Spiel mit den Fans von der Insel Usedom ins Gespräch. Einer berichtete mir, das er aus Leipzig stammt und durch seine Arbeit in den hohen Norden kam. Der Wahl–Usedomer erinnerte sich dran, das ich vor wenigen Jahren vorm Stadion seine Fangruppe mit Fahne fotografiert hatte. Auch bei mir wurden Erinnerungen wach. Und er erinnerte sich an meinen Namen und den Sportbuzzer (wird regelmäßig gelesen), sowie den obigen, kritischen und offenen Kommentar. Und da waren am Zugang zur 66er Kurve drei Thierbacher Fans. Auch sie hatten meinen Kommentar gelesen. Im Alltag spielen mit dem Thierbacher SV im Muldental/Leipziger Land in der Kreisliga A West. Man erinnerte sich beiderseits an Pleißestädter vom SV Regis-Breitingen zittern sich zum Fast ..., und was noch im Juni 2017 folgte war... Pleißestädter vom SV Regis–Breitingen alter und neuer ... Kreisliga A–Meister, mit dem Aufstieg in die höhere Kreisoberliga.

Zurück zur Aktualität: Da sind wir wieder bei Fußballderbys und speziell bei uns in Sachsen. Wenn am kommenden Sonntag (28.09.) im Tal des Erzgebirge der Kumpelverein „Wismut“ Aue gegen Dynamo Dresden spielt, da wird das Stadion ausverkauft sein, auch der Gästeblock. Das "Ausverkauft" läutet schon seit Tagen aus den Schächten der Region und von deren Homepage. Und da fragt man sich in Richtung Leipziger Rathaus und Ordnungshüter warum das in unserer Messestadt (mit Weltruf), beim bekanntesten Stadtberby, nicht mehr funktionieren soll. Es scheint so, das da die Uhren anders gehen. In meinen Kommentar kann man dazu die passende Wanduhr finden. Sie wurde vor einigen Jahren in einem Laden (Heimatbücher, Souvenirs), der zum alten Rathaus Leipzig gehörenden Arkaden, käuflich erworben.

Auf der Vereinshomepage https://www.lok-leipzig.com/ kann zur Fanmeile schon offizielle Informationen finden. Die Stadiontore des „Bruno“ öffnen schon um 10:30 Uhr (Verabschiedung der Mannschaft). Auf Grund der anfallenden Kosten von rund 3.500 Euro, für die LED–Videoleinwand, wird ein Eintrittsgeld von fünf Euro erhoben. Kinder unter 14 Jahren haben freien Eintritt. Für Gastronomie wird wie gewohnt gesorgt.

Wer noch mehr zu Leipziger Fußball und seinem Umland wissen möchte, der sollte im https://www.sportbuzzer.de/leipzig/ lesen, sowie UDO ZAGRODNIK: Infos und Inhalte zum Autor – Sportbuzzer.de (meine Handschrift).

Eine kleine regionale Vorschau

Kreisoberligen Muldental/Leipziger Land und Ostthüringen:

Samstag, 28.09.2019, SV Ostrau gegen SV Regis–Breitingen, Anstoß 15 Uhr (beim Spitzenreiter, in Mittelsachsen, bei Döbeln) und FSV Gößnitz gegen SG Eurotrink Kickers Gera, Anstoß 15 Uhr (Sportstätte zwischen Eisenbahn und Pleiße)

Sonntag, 29.09.2019, Fußball–Regionalliga Nordost, FC R.W. Erfurt gegen BSG Chemie Leipzig, Anstoß 13:30 Uhr in der Blumenstadt

Sonntag, 06.Oktober 2019, im Leutzscher Alfred–Kunze–Sportpark, Fußball–Regionalliga Nordost, BSG Chemie Leipzig gegen 1.FC Lokomotive Leipzig, Anstoß 13 Uhr und Fanmeile im Probstheidaer Bruno–Plache–Stadion

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