02. Juli 2019 / 17:46 Uhr

Lok Leipzigs Robert Zickert: „Ich will torgefährlicher werden!“

Lok Leipzigs Robert Zickert: „Ich will torgefährlicher werden!“

Thomas Fritz
Leipziger Volkszeitung
Lok Leipzigs neuer Kapitän Robert Zickert klärt den Ball im Testspiel gegen den FC Erzgebirge Aue (1:3) in höchster Not. 
Lok Leipzigs neuer Kapitän Robert Zickert klärt den Ball im Testspiel gegen den FC Erzgebirge Aue (1:3) in höchster Not.  © imago images / opokupix
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Der 29-jährige Verteidiger geht in seine erste volle Saison als Kapitän des 1. FC Lok Leipzig und spricht im SPORTBUZZER-Interview u.a. über die großen Fußstapfen seines Vorgängers Markus Krug, Hierarchien, die bisherigen Testspiele sowie die persönliche Zielstellung für die kommende Regionalliga-Saison. 

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Leipzig. Auch im Test gegen den Drittligisten Hallescher FC (17 Uhr, in Blankenburg) wird Robert Zickert die Kapitänsbinde des 1. FC Lok tragen. Es ist seine erste volle Saison als Lok-Kapitän. Im Interview spricht der 29-Jährige über Helene-Fischer-Songs in der Kabine, Hierarchien, seinen Führungsstil und erklärt, wo er sich selbst noch verbessern möchte.

JETZT Durchklicken: Die Bilder vom Testspiel des 1. FC Lok gegen Erzgebirge Aue!

Der 1. FC Lok Leipzig spielte am 26. Juni 2019 gegen Erzgebirge Aue. Zur Galerie
Der 1. FC Lok Leipzig spielte am 26. Juni 2019 gegen Erzgebirge Aue. ©
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Wie ist Ihr Fazit nach den Test-Niederlagen gegen die höherklassigen Teams Aue (1:3) und Viktoria Köln (0:5) und den Siegen gegen die Amateurclubs Wermsdorf (10:2) und Neukirchen (17:0) ?

Dass Aue und Viktoria – zumal mit Trainingsvorsprung – so früh in der Vorbereitung kamen, war vielleicht etwas unglücklich. Die anderen beiden Spiele haben wir uns keine Blöße gegeben, viele Tore geschossen und die Systeme eingeübt. Von daher bin ich ganz zufrieden.

Können Sie aus den Tests etwas mitnehmen?

Prinzipiell ist jedes Spiel wichtig. Es geht darum, nach mehr als vier Wochen Pause in den Spielrythmus und die Abläufe reinzukommen.

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Der 1. FC Lok Leipzig verliert das zweite Testspiel gegen Drittliga-Aufsteiger Viktoria Köln mit 0:5. Zur Galerie
Der 1. FC Lok Leipzig verliert das zweite Testspiel gegen Drittliga-Aufsteiger Viktoria Köln mit 0:5. ©

Wie haben sich die fünf Neuen eingewöhnt?

Das braucht natürlich etwas Zeit, die Rituale sind neu. Treffen vor dem Spiel, Erwärmung, Abläufe nach dem Spiel. Das ist bei jedem Verein ein wenig anders. Allerdings sehe ich es als Vorteil, dass es nur fünf Zugänge sind und nicht zehn wie letztes Jahr.

Haben Aykut Soyak, Stephané Mvibudulu, Leon Heynke, Milan Senic und Lukáš Kýček schon etwas eingebracht, beispielsweise neue Lieder in der Kabine?

Die Musikauswahl ist den gestandenen Spielern vorbehalten. Daran müssen sie sich gewöhnen (lacht). Da läuft alles queerbeet von Helene Fischer über Malle-Musik bis zu Pop.

Hat sich die Hierachie neu sortiert nach dem Karriereende von Markus Krug?

Nee, die ist seit einigen Jahren bestehend und die wird auch bestehen bleiben. Benny Kirsten, Paul Schinke, Matthias Steinborn, Patrick Wolf oder ich sind die Typen, die voran gehen. Die Neuen müssen sich erstmal beweisen und zeigen, dass sie das Zeug zum Führungsspieler haben.

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Bereits im Winter hatten Sie Krug als Kapitän beerbt. Hat sich dadurch etwas für Sie geändert?

Nein, nur dass die Presse jetzt häufiger anruft (lacht). Ich war ja schon drei Jahre Vize-Kapitän.

Hat Ihnen Markus Krug etwas mitgegeben?

Wir sind gute Freunde, sind etwa gleich alt, sprechen die gleiche Sprache.Viel hat er nicht gesagt, außer dass ich in seinen Augen sein bestermöglicher Erbe bin.

Wie führt Kapitän Zickert?

Das ist situationsabhängig: Mal muss man auf den Tisch hauen, mal muss man die Jungs ein bisschen streicheln. Zuckertbrot und Peitsche, sag ich mal. Das ist manchal gar nicht so einfach.

Der Verein hat das Projekt 2020 mit dem Aufstieg in die Dritte Liga ausgerufen, die Profibedingungen gelten vorerst nur noch ein Jahr. Gleichzeit hat Lok-Präsident Thomas Löwe angesichts der starken Liga gesagt, man könne den Aufstieg nicht planen. Spüren Sie größeren Druck oder ist es eine Saison wie jeder andere?

Wir brauchen einen guten Saisonstart und ein bisschen Glück, dann können wir oben mitspielen. Dazu ist die Mannschaft auf jeden Fall in der Lage. Aber dieses Ziel, unbedingt aufsteigen zu müssen, nehme ich jetzt nicht in den Mund. Wir haben mit Cottbus einen Konkurrenten dazu gewonnen, der einen größeren Etat hat und bessere Möglichkeiten in der Infrastruktur als wir. Auch mit Nordhausen und den Berliner Teams BAK und Viktoria ist zu rechnen. Ich werde keine Versprechungen machen.

Haben Sie auch individuelle Ziele?

Natürlich so oft wie möglich zu null spielen. Außerdem will ich torgefährlicher werden. Ich habe vor zwei Jahren gegen Chemie das letzte Tor geschossen. Bei Offensivkopfbällen nach Standards muss ich besser werden. Drei, vier, fünf Tore machen – das ist mein Ziel. Und vielleicht noch gewisse Situationen spielerisch besser lösen.

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Der 1. FC Lok Leipzig hat am 24. Juni das Training für die kommende Regionalliga-Saison aufgenommen. Zur Galerie
Der 1. FC Lok Leipzig hat am 24. Juni das Training für die kommende Regionalliga-Saison aufgenommen. © Dirk Knofe

In Bad Blankenburg geht’s gegen den HFC. Was ist da die Herangehensweise?

Wir wollen uns im fußballerischen Bereich besser präsentieren als gegen Viktoria, auch wenn Halle in der Vorbereitung schon weiter ist, und besser mitspielen. Mir ist da nicht Angst und Bange.

Froh, dass es keine 38 Grad werden wie am Sonntag gegen Neukirchen?

Fußball ist unser Job und der wird nun mal draußen gespielt. Ob bei plus 38 oder minus 15 Grad. Natürlich könnten wir in der einen oder anderen Situation ein bisschen rumheulen, aber wir müssen da durch.

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