06. Februar 2020 / 19:38 Uhr

Lok Leipzigs Spitzenspiel in Cottbus: Wolfgang Wolfs Wiedersehen mit Energie

Lok Leipzigs Spitzenspiel in Cottbus: Wolfgang Wolfs Wiedersehen mit Energie

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
PP190817LvC39_
Beim Hinspiel konnte der 1. FC Lok einen 3:2-Heimsieg gegen Energie Cottbus bejubeln.
Anzeige

Saison 2011/12, Abstiegskampf in der 2. Bundesliga: Die Kicker von Hansa Rostock gewinnen am 10. April 2012 im Stadion der Freundschaft 0:1, erst in der 90. Minute köpft Dominic Peitz den Siegtreffer im Ostduell gegen den FC Energie Cottbus, bei denen der aktuelle Lok-Verteidiger David Urban auf der Bank sitzt und Dimitar Rangelov, heute Energie-Kapitän, im Sturm aufläuft.

Anzeige
Anzeige

Leipzig. Der damalige Rostock-Coach Wolfgang Wolf, der seit Winter die kriselnden Hanseaten retten soll, feiert damit den dritten Sieg in Folge. Der Pfälzer freut sich nach Abpfiff: „Ich bin schon ein ziemlicher Optimist, doch selbst ich hätte damit nicht gerechnet.“

94 Monate vorgespult. Wolfgang Wolf ist immer noch Optimist, ist entgegen seiner Lebensplanung doch noch mal Trainer und coacht nach fast acht Jahren zum ersten Mal wieder gegen Energie. Abstiegskampf gibts im Regionalliga-Spitzenspiel zwischen Wolfs 1. FC Lok Leipzig und den Lausitzern jedoch nicht, vielmehr kämpfen beide Traditionsvereine mit um Platz eins in der Oststaffel. „Das Spiel soll Werbung für den Fußball sein“, wünscht sich Wolf, der weiß, dass es keine normalen 90 Regionalligaminuten werden. Mindestens 10 000 Zuschauer und Zuschauerinnen, davon 2000 aus Leipzig, werden erwartet.

DURCHKLICKEN: Bilder vom Lok-Sieg im Hinspiel

Der 1. FC Lok kämpft Energie Cottbus nieder, holt einen 3:2-Sieg gegen die Lausitzer. Zur Galerie
Der 1. FC Lok kämpft Energie Cottbus nieder, holt einen 3:2-Sieg gegen die Lausitzer. © Picture Point

Die Altbewährten kommen zum Einsatz

„Ich muss der Mannschaft nicht viel sagen, die sind alle heiß“, verlässt er sich auf den Eigenantrieb seiner Schützlinge, die auch aus einem ganz anderen Grund zusätzliche Motivation ziehen können. „Die Spieler wollen sich ja zeigen, egal ob uns oder anderen Verein“, spricht der 62-jährige Fußballlehrer die auslaufenden Verträge fast aller Lok-Profis an.

Präsentieren dürfen sich die Altbewährten, also die Elf, die gegen Viktoria Berlin „bessere Lösungen im Konterspiel“ gebraucht hätte und „in der Defensive überragend gearbeitet“ habe. Die Tempomacher Stephane Mvibudulu und Ishmal Schubert-Abubakari, die dem Offensivspiel am vergangenen Samstag neues Leben einhauchten, werden wieder auf der Bank starten.

Mehr zum 1. FC Lok

„Ich mach mich doch nicht verrückt“

„Wenn, dann wechsel ich sie ein, um neuen Schwung zu bringen. Und ich hab gar keine Veranlassung, Steini (Anm.d.R.: Matthias Steinborn) und Pfeffi (Anm.: Sascha Pfeffer) rauszunehmen. Die haben bis jetzt viel Spaß gemacht“, stärkt er den erfahrenen und gar nicht so niedlichen Angreifer den Rücken.

Fraglich ist sein Sohn Patrick, der ein blaues Knie hat. Sollte er fit werden, spielt er. Ansonsten wird ihn Winterneuzugang Niklas Brandt ersetzen. „Er ist noch nicht ganz so weit, aber dann wird er halt ins kalte Wasser geworfen“, hat Optimist Wolf keine Bedenken.

Mehr anzeigen

Dass Energie von einem neuen Trainer geleitet wird, sich im Winter verstärkt hat und seit vierzehn Ligaspielen ungeschlagen ist, tangiert ihn vor seinem persönlich zwölften Duell gegen die Rot-Weißen nur wenig. „Ich mach mich doch nicht verrückt ,weil wir gegen Cottbus spielen. Außerdem bin ich keiner, der sich nach dem Gegner richtet“, weist er zusätzlich alle Laptop-Trainer-Verbindungen von sich und verspricht: „Wir werden nicht auf Defensive spielen, sondern unser Spiel durchdrücken.“

Die aktuellen TOP-THEMEN
Sport aus Leipzig
Sport aus aller Welt