27. Oktober 2020 / 17:05 Uhr

EM-Held Éder, Vizeweltmeister Corluka, BVB-Flirt Smolov: Das sind die Stützen von Bayern-Gegner Lok 

EM-Held Éder, Vizeweltmeister Corluka, BVB-Flirt Smolov: Das sind die Stützen von Bayern-Gegner Lok 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Säulen bei Bayern-Gegner Lok: Éder, Vedran Corluka und Fedor Smolov.
Die Säulen bei Bayern-Gegner Lok: Éder, Vedran Corluka und Fedor Smolov. © imago images/Russian Look/ITAR-TASS (Montage)
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Die ganz großen Namen fehlen im Aufgebot von Bayern-Gegner Lokomotive Moskau. Die Stützen des Teams haben allerdings durchaus spannende Lebensläufe. Der SPORTBUZZER blickt auf drei Leistungsträger der Russen.

In Angst und Schrecken dürfte der Kader von Lokomotive Moskau den FC Bayern nicht gerade versetzen. Große Stars fehlen im Aufgebot des dreimaligen russischen Meisters. Und doch dürfte Hansi Flick seinen seit Monaten in Top-Form aufspielenden Stars auf den einen oder anderen Profi des Außenseiters vor der Champions-League-Partie am Dienstagabend besonders aufmerksam gemacht haben. Die taktische Ausrichtung des Tabellenvierten der Premjer-Liga dürfte nach Ansicht des ehemaligen Nationalspielers Benedikt Höwedes, der bis zu seinem Karriereende im vergangenen Sommer bei Lok unter Vertrag stand, klar sein.

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"Lok wird sich auf Konter beschränken, sich hinten reinstellen. Wenn Bayern schnell spielt, mit vielen Positionswechseln und Läufen in die Tiefe, dann wird das sehr schwierig", erklärt der 32-Jährige im Gespräch mit dem SPORTBUZZER. Dennoch wird sich Moskau nach dem Punktgewinn beim 2:2 zum Auftakt bei RB Salzburg auch im Duell mit den Bayern sicher nicht kampflos geschlagen geben und mit den zur Verfügung stehenden Mitteln und aller Macht dagegenhalten. Der SPORTBUZZER wirft einen Blick auf die entscheidenden Figuren im Spiel der Russen.

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Éder

Der größte Moment in der Karriere des Stürmers liegt gut vier Jahre zurück. Am 10. Juli 2016 schoss Éder die portugiesische Nationalmannschaft in Saint-Denis zum EM-Titel. Während der verletzte Cristiano Ronaldo das Geschehen nur noch von der Bank aus verfolgen konnte, überwand sein Teamkollege Hugo Lloris im französischen Tor und stellte in der Verlängerung den 1:0-Sieg sicher. Plötzlich war Éder ein Star - zumindest für ein paar Wochen. Denn: Die Initialzündung für eine ganz große Karriere war der Treffer nicht. 2018 ging es für den Angreifer vom OSC Lille zu Lok - für eine Ablöse in Höhe von gerade einmal 500.000 Euro. In 105 Einsätzen für die Russen gelangen dem heute 32-Jährigen zwar nur 14 Tore, dennoch ist er für die Mannschaft wichtig und reißt immer wieder Löcher für seine Teamkollegen. Beim 2:2 in der vergangenen Woche in Salzburg besorgte er das 1:0.

Vedran Corluka

Auch mit inzwischen 34 Jahren ist Vedran Corluka immer noch der unverzichtbare Chef in der Lok-Defensive. Schon seit über acht Jahren hält der 103-malige kroatische Nationalspieler, der 2012 als Leihgabe von Tottenham Hotspur sieben Bundesliga-Spiele für Bayer Leverkusen absolvierte, in Moskau die Abwehr zusammen. An Tempo und Schnelligkeit hat der Innenverteidiger mittlerweile naturgemäß eingebüßt, doch dank seiner Routine befinden sich Stellungsspiel und Spielverständnis weiterhin auf gehobenem Niveau. Der Vizeweltmeister von 2018 gehörte zu Beginn seiner Karriere zu den auf dem europäischen Spielermarkt am heißesten gehandelten Verteidigern. So ließ sich Manchester City den damals 21-Jährigen 2007 für damalige Verhältnisse äußerst üppige 13 Millionen Euro kosten. Tottenham investierte ein Jahr später sogar noch eine knappe Million mehr, um Corluka nach London zu locken. Sein dauerhaftes Glück fand er aber erst in Moskau.

Fedor Smolov

Russlands dreimaliger Fußballer des Jahres galt einst als eines der größten europäischen Sturm-Talente. Das Problem des mittlerweile 30-Jährigen: Mit dem Toreschießen wollte es in der bisherigen Karriere lediglich in der Heimat klappen. 78-mal netzte der Angreifer in 237 Einsätzen in der Premjer-Liga ein, galt folglich auch immer mal wieder bei europäischen Top-Klubs als Transfer-Kandidat. So soll er sich 2018 auch bei Borussia Dortmund auf der Kandidatenliste für die Nachfolge von Pierre-Emerick Aubameyang befunden haben. Smolovs Anläufe im Ausland scheiterten allerdings kolossal. 2010 mühte er sich bei Feyenoord Rotterdam in elf Einsätzen zu einem mageren Tor. Im vergangenen Winter ging es dann für ein halbes Jahr auf Leihbasis von Lok zu Celta Vigo. Auch in Spanien war die Bilanz des Angreifers bescheiden. In 14 Spielen gelangen zwei Treffer. Seit Sommer läuft es in heimatlicher Umgebung in Moskau nun wieder besser.