15. Juni 2019 / 21:07 Uhr

Lok Potsdam feiert Klassenerhalt und muss zwei Abgänge verkraften

Lok Potsdam feiert Klassenerhalt und muss zwei Abgänge verkraften

Maximilian Krone
Märkische Allgemeine Zeitung
Loks Christian Koschig (l.) zieht Jan Großer (r.) davon.
Loks Christian Koschig (l.) sorgte mit seinen beiden Treffern für den Klassenerhalt der Potsdamer. © Benjamin Feller/Archivbild
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Landesklasse West: Eine schwierige Saison für Lok Potsdam mündet einen Spieltag vor Schluss im Klassenerhalt.

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Teltower FV - ESV Lok Potsdam 0:2 (0:2). Tore: 0:1 Christian Koschig (33.), 0:2 Koschig (43.). Zuschauer: 30.

Vor der Saison wären die Verantwortlichen des ESV Lok Potsdam mit der Platzierung sicher nicht zufrieden gewesen. Doch nun, am 29. Spieltag, konnten die Lok-Kicker den Klassenerhalt perfekt machen. "Die Freude ist riesengroß, einfach Erleichterung pur", äußerte ein hörbar zufriedener Ronny Werner, der am Vormittag jedoch erst einmal zwei Hiobsbotschaften verkaften musste. Aufgrund von Krankheit sagten drei Spieler kurzfristig ab - einen erfreulicheren Grund gab es bei Dennis Guz, der am heutigen Tage Vater wurde.

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Die Potsdamer wollten auch für ihren Angreifer nicht ohne Punkte die Heimreise aus Teltow antreten müssen. Mit nur elf Mann, inklusive Trainer Ronny Werner, reisten die Potsdamer zum TFV. "Wir wollten unbedingt einen Punkt holen, da ich mir sicher war, dass Lindow gewinnt und wir dann trotzdem noch drei Zähler Vorsprung haben", sagte Werner, der noch auf den verletzten Adrian Blei auf der Reservebank vertrauen konnte, der aber nur im Notfall eingewechselt werden sollte.

Von Beginn an hatten die Teltower Druck auf die Gäste ausgeübt und wollten schnell den Führungstreffer erzielen. Dem Willen mussten sie dann jedoch, aufgrund mangelnder Absicherung, Tribut zollen: Nach einem langen Diagonalball auf Philipp Ufer, brachte der Lok-Kapitän den Ball in die Mitte, wo Christian Koschig stark einköpfte (33.). Nur zehn Minuten später war der Lok-Torjäger dann wieder erfolgreich - diesmal per Kopf nach einer Ecke (43.). Somit führten die ersatzgeschwächten Potsdamer zur Pause mit 2:0.

Viel passierte nach der Pause nicht mehr. Ärgerlich für Lok Potsdam war jedoch, dass sich Koschig verletzte und es doch noch zu einem 25-minütigen Einsatz von Blei kam. "Das ist klasse, wie sich Adrian immer wieder in den Dienst der Mannschaft stellt", lobte ihn sein Trainer.

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Auch für seine Mannschaft konnte der Übungsleiter einige lobende Worte finden: "Wir hatten auf den Außen und in der Zentrale alles im Griff, aber Teltow hatte heute auch einfach nicht das Glück auf seiner Seite", gab der Lok-Trainer, der mit den Jungs danach in der Kabine den Klassenerhalt feiern konnte, zu. "Die Spieler haben sich bei den Trainern bedankt und du hast gemerkt, wie der Druck abgefallen ist. Das war aber auch im Spiel schon so. Jeder hatte heut Spaß am Fußball und wollte einfach gewinnen." Teltows Trainer Holger Wünsche zeigte sich sehr unzufrieden mit der Partie. "Lok hat sehr destruktiv gespielt und bis auf einige lange Bälle nur verteidigt. Wir haben gegen ihre Abwehrreihen ideen- und planlos agiert, hatten bestimmt 80 Prozent Ballbesitz, aber dafür kannst du dir hinterher auch nichts kaufen."

Die Potsdamer werden in der kommenden Saison jedoch wieder einen Umbruch durchmachen müssen. Clements Mantei und Kapitän Philipp Ufer werden dem Lok-Kader in der nächsten Spielzeit nicht mehr angehören, da beide Spieler berufsbedingt aus der Landeshauptstadt wegziehe. "Das sind natürlich bittere Verluste", äußerte Werner, der zur kommenden Saison gern fünf Neuverpflichtungen tätigen würde: "Wir wollen kein Geld zahlen und werden uns junge Spieler suchen."

ESV Lok Potsdam: Wolfram - Werner, Krause, Elsner, Langner, Krüger - Sommer, Mantei - Heinrich, Koschig (64. Blei), Ufer.
Teltower FV: Krenz - Fuchs (64. Splitt), Fenchel, Kuppke, Koppenele - Naujocks, Borchardt (46. Fritz), Limbach, Kroh - Schütt (84. Wünsche) - Gabler.