15. April 2019 / 18:13 Uhr

Lokalmatadorin gewinnt „Rutschpartie“ der Skater beim 43. Leipzig Marathon

Lokalmatadorin gewinnt „Rutschpartie“ der Skater beim 43. Leipzig Marathon

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
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Der Regen hat es den Inline-Skatern beim 43. Leipzig Marathon nicht leicht gemacht. Siegerin Susan Colbow schaffte es dennoch die ganze Strecke auf den Skates zu bleiben. © Regina Katzer
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Kurz nach dem Start der Inline-Skater beim 43. Leipzig Marathon kam Regen auf. Auf der nassen Fahrbahn stürzten einige Skater. Siegerin Susan Colbow habe sich darauf konzentriert nicht hinzufallen.

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Der Startschuss für die Lizenzfahrer im Inline-Skaten beim 43. Leipzig-Marathon fiel noch vor dem ersten Regentropfen. Mit bösen Vorahnungen, aber der Hoffnung, dass der Regen noch auf sich warten lässt, liefen 82 Sportler los. Nur wenig später war die Fahrbahn nass und die ersten Skater gestürzt.

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Bei den erwachsenen Skatern gingen zunächst die Lizenzfahrer später dann die Breitensportler an den Start. Zur Galerie
Bei den erwachsenen Skatern gingen zunächst die Lizenzfahrer später dann die Breitensportler an den Start. © Regina Katzer
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„Wäre es zum Start schon nass gewesen, wäre ich nicht angetreten“, sagt die Siegerin Susan Colbow. In 49:30 Minuten erreichte sie das Ziel der 21 Kilometer langen Strecke. Neun Minuten langsamer als im vergangenen Jahr – als sie nur Vierte wurde. „Ich bin noch nie einen so langsamen Halbmarathon gefahren“, berichtet die Leipzigerin. Auch bei ihrem ersten Rennen vor inzwischen zehn Jahren sei sie schneller gewesen. Dennoch ist die Fachärztin für Gesichtschirugie sehr zufrieden mit ihrer Leistung. „Nicht hinzufallen, war mein größtes Ziel. Das hat gut geklappt. Es war sogar zum Bremsen zu glatt und man konnte nur ganz kleine Schritte machen“, beschreibt die Siegerin das Rennen.

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Inline-Skater am Start. Zur Galerie
Inline-Skater am Start. ©
LESENSWERT

Siegerin Susan Colbow hängt Konkurrenz schnell ab

Ihre Konkurrenz hängte sie bei dem Wetter schnell ab und fuhr die gesamte Strecke alleine an der Spitze. Die Zweitplatzierte Antje Dometzky aus Berlin kam erst über zwei Minuten nach Colbow ins Ziel – gleich zweifach war sie auf dem nassen Boden weggerutscht und gestürzt. Die Sportlerin vom SC DHfK konnte das verhindern, sie analysiert: „Ich kenne die Strecke und wusste ungefähr welchen Asphalt ich erwarten kann. Das war bei der Nässe ein klarer Vorteil für die Lokalmatadore.“ Beim Halbmarathon setzte sich die 53-Jährige auch gegen ihren Ehemann und die Tochter durch. Rosa Colbow braucht rund neun Minuten länger als ihre Mutter. „Sie trainiert mehr auf der Bahn, ich eher auf Ausdauer. Im Sprint könnte sie mich abhängen“, so die Siegerin ehrlich.

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Für viele Skater sind besonders die freien Straßen ein Anreiz, an dem Event teilzunehmen – vor allem natürlich, wenn sie trocken sind. Im Vergleich zum Vorjahr traten deshalb rund 50 Breitensportler weniger an, die Konkurrenz bei den Lizenzfahrern nahm hingegen sogar leicht zu. Insgesamt 436 Sportler auf rollenden Schuhen nahmen am Leipzig Marathon teil und nutzten die abgesperrte Strecke.

Nic Ihlow gewinnt 43. Leipzig Marathon

Positives Fazit zum neuen Verkehrskonzept beim 43. Leipzig Marathon

Den Frust der Autofahrer über die gesperrten Straßen mussten sich einige Ordner an den Schleusen des Rundkurses anhören. Dennoch sind die Organisatoren und Veranstalter sehr zufrieden und ziehen ein positives Fazit zum neuen Verkehrskonzept. Durch Anwohnerinformationen, enge Zusammenarbeit mit Ordnungsamt und Polizei sowie die Ankündigungen in der Presse seien viele Leipziger bereits auf den eingeschränkten Verkehr vorbereitet gewesen. Besonderen Wert habe der Veranstalter darauf gelegt frühzeitig Pflegedienste, Praxen und Notdienste zu informieren.

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