09. August 2019 / 16:24 Uhr

Brieselang-Coach Patrick Schlüter vor Pokal-Duell mit Rivalen: "Härtetest für die Liga"

Brieselang-Coach Patrick Schlüter vor Pokal-Duell mit Rivalen: "Härtetest für die Liga"

Axel Eifert
Märkische Allgemeine Zeitung
Vorige Saison wurden die Brieselanger – rechts Tom-Melvin Schmidt – erst im Halbfinale von Energie Cottbus gestoppt.
Vorige Saison wurden die Brieselanger – rechts Tom-Melvin Schmidt – erst im Halbfinale von Energie Cottbus gestoppt. © Benjamin Feller
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AOK-Landespokal: Der SV Falkensee-Finkenkrug bekommt es unterdessen mit dem unterklassigsten Verein im Wettbewerb zu tun.

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Nach mehreren Wochen Vorbereitung und einer Reihe von Testspielen wird es für die Kicker vom SV Falkensee-Finkenkrug und Grün-Wess Brieselang am Sonnabend erstmals ernst. Der Brandenburgligist und der Landesligist vertreten das Osthavelland im Landespokal-Wettbewerb, in dem die erste Runde mit insgesamt 64 Mannschaften auf dem Programm steht.

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Einziger Kreisligist im Teilnehmerfeld

Beide Teams haben Auswärtsaufgaben zu lösen. Anstoß ist jeweils um 15 Uhr. Die Falkenseer haben mit Traktor Laubsdorf den einzigen Kreisligisten aus dem Lostopf gezogen, der als unterklassigste Vertretung in dem Wettbewerb der krasse Außenseiter ist. Die Mannschaft aus dem Umland von Cottbus hat zwar im Kreispokal Niederlausitz das Finale gegen den Niederlausitz-Kreisoberligisten Wacker 09 Cottbus-Ströbitz II mit 1:2 verloren, aber zweite Mannschaften sind im Landespokal nicht startberechtigt. Deshalb kommen nun die unterlegenen Laubsdorfer zum Zuge. „Natürlich sind wir Favorit und wollen auch eine Runde weiterkommen. Aber gegen solche Gegner ist es nie leicht. Sie haben nichts zu verlieren und wollen sich gegen die höherklassige Gästemannschaft beweisen“, sagte FF-Trainer André Bittner. Er wird auf den noch verletzten Routinier Michael Holz verzichten müssen.

Mehr Pokalfeuer

In früheren Brandenburgliga-Zeiten sind die Falkenseer oft in Laubsdorf angetreten, als der Gastgeberverein noch Blau-Gelb hieß. Damals gab es immer spannende Duelle und knappe Spielausgänge. Als dann der Hauptsponsor der Laubsdorfer aufgehört hat, zogen sie ihre Mannschaft aus der Brandenburgliga zurück. Seitdem gibt es in Laubsdorf nur noch Fußball auf Kreisebene. Nun gibt der Verein erstmals seine Visitenkarte auf Landesebene ab.

Brieselang im Vorjahr im Halbfinale

Keinen eindeutigen Favoriten gibt es dagegen beim Spiel von Grün-Weiss Brieselang, der beim kommenden Landesliga-Rivalen FC 98 Hennigsdorf antreten muss. Die Brieselanger sind zwar aus der Brandenburgliga abgestiegen, aber an den vorjährigen Landespokal haben sie sehr gute Erinnerungen, denn dort waren sie sehr weit bis ins Halbfinale gekommen. Erst dort setzte ihnen mit den Profis vom damaligen Drittligisten Energie Cottbus der spätere Pokalgewinner das Stoppzeichen (0:5 unter Flutlicht in Falkensee).

Grün-Weiss-Trainer Patrick Schlüter glaubt nicht daran, dass er mit seiner Mannschaft diesmal wieder so weit kommen kann. „Das ist für uns kaum zu wiederholen. Im vorigen Jahr hatten wir bis auf ein Spiel gegen den späteren Brandenburgliga-Aufsteiger RSV Eintracht 1949 immer Losglück gehabt. Wir wollen im Pokal aber trotzdem wieder möglichst weit kommen“, sagte der Brieselanger Coach. Das Duell mit den Hennigsdorfern sieht er schon als „Härtetest für die Liga“.

In Bildern: Grün-Weiss Brieselang unterliegt Energie Cottbus mit 0:5 im AOK-Landespokal-Halbfinale

Der SV Grün-Weiss Brieselang (weiße Trikots) verliert mit 0:5 (0:4) in Falkensee gegen Drittligist FC Energie Cottbus, der damit ins Finale des AOK-Landespokals einzieht. Zur Galerie
Der SV Grün-Weiss Brieselang (weiße Trikots) verliert mit 0:5 (0:4) in Falkensee gegen Drittligist FC Energie Cottbus, der damit ins Finale des AOK-Landespokals einzieht. © Benjamin Feller

Über den Gegner weiß er allerdings nicht allzuviel. Denn auch beim FC 98 Hennigsdorf hat es in der Sommerpause ziemliche Veränderungen gegeben, so gab es dort einen Trainerwechsel von Hans Oertwig zu Roy Buchholz. „Unser Ziel ist es schon, eine Runde weiter zu kommen“, sagte Schlüter. Allerdings hat er auch im ersten Pflichtspiel der neuen Saison schon wieder Personalprobleme. So fällt Innenverteidiger Dennis Blumhagen nach seiner roten Karte im Testspiel beim VfL Nauen auf alle Fälle gesperrt aus.