14. Oktober 2019 / 16:33 Uhr

Lothar Matthäus über DFB-Team: Joachim Löw sollte Mats Hummels anrufen, wenn...

Lothar Matthäus über DFB-Team: Joachim Löw sollte Mats Hummels anrufen, wenn...

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bei den Länderspielen gegen Argentinien und Estland verzichtete Bundestrainer Joachim Löw auf Mats Hummels. Für Lothar Matthäus bleibt ein Comeback des BVB-Stars dennoch möglich.
Bei den Länderspielen gegen Argentinien und Estland verzichtete Bundestrainer Joachim Löw auf Mats Hummels. Für Lothar Matthäus bleibt ein Comeback des BVB-Stars dennoch möglich. © Getty
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Trotz der großen Personal-Misere der vergangenen Wochen verzichtete Bundestrainer Joachim Löw demonstrativ darauf, den ausgebooteten Mats Hummels zurück ins DFB-Team zu holen. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hält das für richtig, sieht jedoch weiterhin große Chancen auf ein Comeback des BVB-Stars.

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Nicht immer sattelfest kam die Abwehr der deutschen Nationalmannschaft in den vergangenen Spielen daher. Das DFB-Team kassierte zu viele unnötige Gegentore, neue Verteidiger wie Jonathan Tah und Emre Can offenbarten Unsicherheiten. "Über 90 Minuten perfekt zu spielen ist schwer, gerade bei einer Mannschaft, die sich noch finden muss", urteilte Deutschland-Kapitän Manuel Neuer nach dem 3:0 gegen Estland. Bundestrainer Joachim Löw setzt trotzdem konsequent auf den vollzogenen Umbruch - und verzichtete bisher trotz öffentlichen Drucks auf ein Comeback von BVB-Star Mats Hummels, den er zu Beginn des Jahres gemeinsam mit Jerome Boateng und Thomas Müller ausgebootet hatte.

Für Rekordnationalspieler Lothar Matthäus bleibt der 30-Jährige dennoch im erweiterten Kreis - gerade angesichts der Tatsache, dass Hummels' Nachfolger - ob nun Tah, Can, Rüdiger oder Koch - bisher nicht wirklich zu gefallen wussten. "Ich würde immer die Besten spielen lassen", schrieb Matthäus in seiner Sky-Kolumne. "Und wenn Mats mit dem BVB eine überragende Rückrunde spielt und der Bundestrainer vor der EM die gleiche Situation vorfindet wie aktuell, sollte er zum Hörer greifen und Hummels anrufen, nominieren und mitnehmen." Das würde wohl jeder deutsche Fußball-Fan verstehen, schloss der 58-Jährige.

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Mats Hummels über DFB-Gerüchte: "Schöne Bestätigung für meine Leistung"

Trotz der großen Verletzungsmisere hatte Löw in den vergangenen DFB-Spielen darauf verzichtet, Hummels für die DFB-Abwehr zu berufen. Matthäus: "Dass er ihn jetzt noch nicht angerufen hat, finde ich völlig richtig. Aber für den Fall, dass im nächsten Frühjahr immer noch ein Top-Innenverteidiger benötigt wird, sollte es Mats sein." Der Weltmeister von 2014, der das DFB-Team zuletzt in der Vorbereitung auf das Estland-Spiel besuchte, hielt sich trotz derartiger öffentlicher Lobeshymnen bisher zurück. Diese Gerüchte seien "eine schöne Bestätigung für meine Leistung", erklärte Hummels jüngst. "Mehr bringt es mir aber nicht."

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Löw hatte sich wiederholt dagegen ausgesprochen, Hummels trotz der großen Personal-Not im DFB-Team wieder zu berufen. Er wolle der Mannschaft bewusst ein neues Gesicht geben und deshalb zumindest bis zur EM 2020 ganz auf den Dortmunder und die ebenfalls nicht mehr berücksichtigten Jerome Boateng und Thomas Müller zu verzichten. "Wir gehen unseren Weg mit den jungen Spielern, es gibt keine Veranlassung, den Mats zu nominieren", sagte Löw vor dem Spiel gegen Argentinien. Stattdessen nominierte er den Freiburger Robin Koch nach.

Löw attestiert Hummels & Co. Weltklasse: "Aber jetzt ist es Zeit für einen Umbruch"

Der Bundestrainer attestierte Hummels neben Müller und Boateng trotz der Ausbootung glanzvolles Potenzial. "Bei der Nationalmannschaft kann man ja nicht einfach so alles von heute auf morgen verändern. Ich war mir nach der WM auch nicht sicher, weil ich wusste, dass gerade diese drei Spieler noch immer Weltklasse sein können – und das können sie heute immer noch", erklärte Löw im September dem SPORTBUZZER. "Vor der Quali wollten wir es dann durchziehen, entscheiden, auf welche Spieler mit Perspektive wir setzen. Wir wussten: die anderen sind immer noch gut, sehr gut sogar. Aber jetzt ist es Zeit für den Umbruch."

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