19. März 2023 / 18:50 Uhr

Lothar Matthäus kritisiert DFB-Kader: "Es kommen welche, die man gar nicht kennt"

Lothar Matthäus kritisiert DFB-Kader: "Es kommen welche, die man gar nicht kennt"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lothar Matthäus zeigt sich angesichts der DFB-Nominierung skeptisch.
Lothar Matthäus zeigt sich angesichts der DFB-Nominierung skeptisch. © IMAGO/Team 2
Anzeige

Lothar Matthäus ist von Hansi Flicks Personalauswahl für die anstehenden Länderspiele offenbar nicht gerade begeistert. Der Rekordnationalspieler bemängelt die Berufung von Spielern, die in ihren Klubs nicht gesetzt sind.

Der zum Teil überraschende Kader von Hansi Flick für die in diesem Monat anstehenden Länderspiele stößt bei Rekordnationalspieler Lothar Matthäus offenbar nicht unbedingt auf Gegenliebe. Der Bundestrainer hatte sich dazu entschieden, auf Ilkay Gündogan und Thomas Müller zu verzichten sowie auch andere erfahrene Profis wie Niklas Süle oder Leroy Sané nicht zu berücksichtigen. Stattdessen stehen die Neulinge Kevin Schade, Mergim Berisha, Marius Wolf, Felix Nmecha und Josha Vagnoman im Aufgebot für die Partien am 25. März in Mainz gegen Peru und drei Tage später in Köln gegen Belgien. Am Sonntagabend kam mit Malick Thiaw ein sechster Neuer hinzu. Der Profi von der AC Mailand ersetzt den verletzten Armel Bella Kotchap..

Anzeige

"Man muss Hansi selbst fragen, was er sich dabei gedacht hat. Wollen die Spieler eine Pause? Brauchen sie eine Pause? Diese Süles, Sanés, und wie sie alle heißen. Müller und Gündogan waren ja von vornherein schon weg, aber ich bin immer noch der Meinung, dass die Nationalmannschaft etwas Besonderes sein muss", meinte Matthäus bei Sky und blickte auf die Heim-EM im kommenden Jahr: "Es sind bis zur Europameisterschaft, glaube ich, zwölf Spiele und es fehlen jetzt wichtige Spieler. Es kommen jetzt welche nach, die man eigentlich gar nicht kennt und die auch im Verein nicht den Stammplatz haben, den man haben sollte, um für die Nationalmannschaft nominiert zu werden."

Vagnoman, Nmecha und Schade ohne Stammplatz im Klub

So zählen der Stuttgarter Vagnoman, der Wolfsburger Nmecha und auch der Ex-Freiburger Schade vom englischen Premier-League-Klub FC Brentford nicht zu den Stammkräften bei ihren Vereinen und müssen sich immer wieder mit eher kürzeren Einsätzen begnügen. "Deswegen gibt es viele Fragezeichen. Ich bin der Meinung, dass man seinen Stamm im Hinblick auf die EM jetzt schon haben und den Spielern Vertrauen schenken sollte, die in den letzten Jahren dazu gehörten und nach wie vor dazu gehören", sagte Matthäus: "Es ist eine Diskussion, aber man muss respektieren, wie sich Hansi Flick entschieden hat."

Anzeige: Erlebe die gesamte Bundesliga mit WOW und DAZN zum Vorteilspreis