29. März 2021 / 21:34 Uhr

Lothar Matthäus lobt DFB-Team – aber: Das ist die größte Baustelle für Bundestrainer Löw

Lothar Matthäus lobt DFB-Team – aber: Das ist die größte Baustelle für Bundestrainer Löw

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lothar Matthäus sieht eine große Baustelle für Bundestrainer Löw.
Lothar Matthäus sieht eine große Baustelle für Bundestrainer Löw. © IMAGO/Sven Simon/Action Pictures (Montage)
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Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat die ersten beiden Länderspiele der Nationalmannschaft in diesem Jahr mit Gefallen verfolgt. Allerdings sieht Matthäus vor der EM noch eine große Baustelle für Bundestrainer Joachim Löw, wie er in seiner "Sky"-Kolumne verriet.

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Es läuft wieder deutlich besser bei der Nationalmannschaft: Nach dem Kastastrophen-Jahr 2020, das im 0:6-Debakel in Spanien mündete, ist man mit zwei Siegen gegen Island (3:0) und Rumänien (1:0) erfolgreich ins EM-Jahr gestartet. Gut angekommen sind die Leistungen der Nationalspieler dabei auch bei Rekordnationalspieler Lothar Matthäus: "Daumen hoch für unsere Nationalmannschaft! Mir hat an den beiden Auftritten in den letzten Tagen so ziemlich alles gefallen", schrieb Matthäus am Montag in seiner Kolume "So sehe ich das" bei Sky.

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"Es war deutlich zu erkennen, dass auf fast allen Gebieten Ruhe und damit Qualität eingekehrt ist", erklärte der 60-Jährige, der zuletzt immer wieder für die Nachfolge von Bundestrainer Joachim Löw gehandelt wurde. Allerdings sieht er trotzdem noch eine große Baustelle, die Löw vor der EM lösen muss, wenn die DFB-Stars um den Titel mitspielen sollen: "Die größte Herausforderung liegt nach wie vor in der Außenverteidigung", meint er.

Hinten links spielte gegen Ungarn und Rumänien aushilfsweise Emre Can, der bei Borussia Dortmund vorwiegend in der Innenverteidigung aufläuft, weil Robin Gosens (Atalanta Bergamo) und Marcel Halstenberg (RB Leipzig) nicht zur Verfügung standen. Hinten rechts durfte der Leipziger Lukas Klostermann ran. Matthäus ist mit den beiden als finale Lösung aber noch nicht zufrieden. "Da muss Löw bis zum Turnier vielleicht ein bisschen improvisieren und etwas Anderes kreieren. Sowie 2014, als er zu Beginn des Turniers mit vier Innenverteidigern auf einer Linie agiert hat", schreibt Matthäus. "Mit Can, Ginter und Süle gibt es mehrere Alternativen."

Matthäus: Kimmich muss im Mittelfeld gesetzt sein

Dass Joshua Kimmich wie in der letzten Saison beim FC Bayern zurück in die Rechtsverteidigung rücken könnte, hält Matthäus indes für keine gute Idee: "Kimmich muss auf die Sechs, auch wenn er hinten rechts ebenfalls Weltklasse verkörpert. Aber in der Zentrale ist er von niemanden zu ersetzen", stellte er klar. Er sieht den Bayern-Profi als bisher einzigen Nationalspieler im Mittelfeld gesetzt und erwartet für Löw eine schwierige Wahl: "Sollte der Bundestrainer Thomas Müller mitnehmen, wovon ich ausgehe, bin ich der Meinung, dass so ein Spieler gesetzt sein muss." Bliebe also ein Platz für Leon Goretzka, Toni Kroos oder Ilkay Gündogan. Natürlich könnte man argumentieren, dass das Pärchen aus Kimmich und Goretzka bestehen sollte, weil sie optimal bei Bayern eingespielt sind. Allerdings spielt Gündogan die beste Saison seiner Karriere und Kroos ist eben Kroos."