18. April 2022 / 22:29 Uhr

Matthäus stellt Bayern-Bosse zur Diskussion: Warum sich nach der Saison in der Chef-Etage etwas tun könnte

Matthäus stellt Bayern-Bosse zur Diskussion: Warum sich nach der Saison in der Chef-Etage etwas tun könnte

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Lothar Matthäus hält Diskussionen um die Bayern-Bosse für möglich.
Lothar Matthäus hält Diskussionen um die Bayern-Bosse für möglich. © IMAGO/Lackovic/Beautiful Sports (Montage)
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Der FC Bayern steht kurz vor dem zehnten deutschen Meistertitel in Serie. Nach dem Aus in DFB-Pokal und Champions League überwiegt jedoch die Enttäuschung über eine ungenügende Saison. Nach der Meinung von Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus könnte das Abschneiden der Münchener Konsequenzen in der Chef-Etage nach sich ziehen.

So richtig freudig blickt man beim FC Bayern dem wahrscheinlichen zehnten deutschen Meistertitel in Serie nicht entgegen. Zu sehr drückt zum einen das krachende DFB-Pokal-Aus gegen Borussia Mönchengladbach in Runde zwei (0:5), vielmehr aber der jüngste K.o. in der Champions League gegen den FC Villarreal (0:1, 1:1) auf das Gemüt des erfolgsverwöhnten deutschen Branchenprimus. Das Saisonfazit dürfte selbst im Fall eines Meisterstücks gegen Bundesliga-Dauerrivale Borussia Dortmund maximal solide ausfallen. Ex-Bayern-Profi Lothar Matthäus sieht dabei die Klub-Boss um Vorstandschef Oliver Kahn, Präsident Herbert Hainer und Sportvorstand Hasan Salihamidzic in der Verantwortung.

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So hält Matthäus auch personelle Bewegung an der Vereinsspitze der Münchener für möglich. "Nach einem Ausscheiden in Europa gegen den FC Villarreal kann man wohl nichts ausschließen (…). Es könnte durchaus sein, dass nach dieser unbefriedigenden Saison Personalien auf der Chef-Etage diskutiert werden", erklärt der 61-Jährige in seiner Sky-Kolumne und verweist dabei auf Beispiele in der Vergangenheit. "So ist das nun mal in diesem Geschäft. 2012 musste nach drei zweiten Plätzen und dem bitteren 'Finale dahoam' der Sportdirektor Christian Nerlinger seinen Platz räumen. Er war das Bauernopfer und so ähnlich könnte es dieses Mal auch laufen."

Insbesondere die Position von Sportvorstand Hasan Salihamidzic stellt Matthäus zur Diskussion. So sei der Bosnier zwar ein "äußerst fleißiger und akribischer Arbeiter" und habe an dem erheblichen Erfolg der Münchener in den Vorjahren (fünf Titel seit der Beförderung zum Sportvorstand) einen "sehr großen Anteil" gehabt, sei jedoch ebenso für kostspielige Transfers verantwortlich, "die nicht wirklich funktioniert haben". Die logische Konsequenz für Matthäus: "Wenn der sportliche Erfolg so ausbleibt, wie in dieser Saison, dann ist es ganz normal, dass der Sport-Vorstand mit in der Verantwortung ist."

Auch einen möglichen Nachfolge-Kandidaten für Salihamidzic bringt Matthäus bereits ins Spiel. So schließe der Rekord-Nationalspieler nicht aus, dass der Name von Ex-Gladbach-Boss Max Eberl diskutiert werde. "Wie sich das auf das Image von Max auswirken würde, wenn er ein paar Monate nach dem Rücktritt in Gladbach den anstrengenden Job beim FC Bayern übernimmt, ist eine andere Frage", so Matthäus über den 48-Jährigen, der erst im Januar seinen Rückzug als Sportdirektor der Borussia bekannt gegeben und diesen mit mentaler Müdigkeit gerechtfertigt hatte. Unabhängig davon sei jedoch nach der ungenügenden Bayern-Saison in jedem Fall klar: "So wie es momentan läuft, könnten personelle Veränderungen dazugehören."

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