06. Juni 2022 / 21:45 Uhr

Lothar Matthäus: Darum kann der BVB die Dominanz des FC Bayern jetzt brechen

Lothar Matthäus: Darum kann der BVB die Dominanz des FC Bayern jetzt brechen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Rekordnationalspieler Lothar Matthäus erklärt, warum der BVB dem FC Bayern wieder gefährlich werden kann.
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus erklärt, warum der BVB dem FC Bayern wieder gefährlich werden kann. © IMAGO/Sven Simon
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Edin Terzic, Top-Transfers und Probleme in München: Lothar Matthäus erklärt, warum Borussia Dortmund dem FC Bayern wieder gefährlich werden kann. Dabei bestätigt er auch eine These von BVB-Boss Hans-Joachim Watzke.

Mit dem neuen Trainer Edin Terzic und gezielten Verstärkungen kann Borussia Dortmund in der kommenden Saison nach Meinung von Rekordnationalspieler Lothar Matthäus die Dominanz von Serienmeister FC Bayern beenden. Terzic sei für ihn "seit dem Sieg im DFB-Pokal eine Art Gesicht von Borussia Dortmund", schrieb der 61-Jährige am Montag in seiner Kolumne bei Sky: "Der Klub hat jetzt schon drei deutsche Nationalspieler verpflichtet. Das nimmt langsam aber sicher Konturen an, um wirklich einmal dem FC Bayern die Meisterschaft streitig zu machen."

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"Mit (Niklas) Süle, (Karim) Adeyemi und (Nico) Schlotterbeck hat sich Dortmund jetzt schon sehr gut verstärkt", befand Sky-Experte Matthäus: "Und wenn Terzic dort anknüpft, wo er mit dem Pokalsieg aufgehört hat, die Energie in diesem Klub positiv ist und alle an einem Strang ziehen, wird es bei der Entwicklung, die in letzter Zeit in München zu beobachten ist, irgendwann einen Wechsel an der Spitze geben", meinte der Weltmeister von 1990: "Die Unruhe bei Bayern wird dazu führen, dass auch ein anderes Team Meister werden kann."

In der im Mai beendeten Bundesliga-Saison war der BVB hinter Rekordmeister Bayern München, der den zehnten Titelgewinn in Serie einfuhr, Zweiter geworden - mit acht Punkten Rückstand und der deutlich schlechteren Tordifferenz. Trotz der geschafften Qualifikation für die Champions League musste Trainer Marco Rose gehen. Mit neuem Coach und neuem Personal greifen die Dortmunder nun neu an. Klubchef Hans-Joachim Watzke hatte zuletzt bereits gegen die Bayern gestichelt.

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"Irgendwann bröckelt es, irgendwann in den nächsten Jahren kommt es zum Einsturz. Das ist selbst Paris und das ist Juventus Turin passiert", hatte der BVB-Geschäftsführer dem Deutschlandfunk mit Blick auf die Münchner gesagt, sich mit Prognosen für die kommende Saison aber zurückgehalten: "Je mehr wir es herbei schreien, desto mehr befeuern wir auch die Bayern, noch achtsamer zu sein. Aber ich glaube, dass in den nächsten drei Jahren etwas passiert, das ist mein Gefühl." Matthäus zu dieser These: "BVB-Boss Hans-Joachim Watzke hat ja prognostiziert, dass es in naher Zukunft mit der Dominanz der Bayern ein Ende hat. Ich stimme ihm zu und kann ihn verstehen."