03. November 2019 / 11:01 Uhr

Lothar Matthäus zerlegt Aufstellung des FC Bayern in Frankfurt: "Kann ich nicht nachvollziehen"

Lothar Matthäus zerlegt Aufstellung des FC Bayern in Frankfurt: "Kann ich nicht nachvollziehen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lothar Matthäus kritisierte die Aufstellung des FC Bayern gegen Eintracht Frankfurt scharf.
Lothar Matthäus kritisierte die Aufstellung des FC Bayern gegen Eintracht Frankfurt scharf. © Getty Images/Montage
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Die Analyse der Aufstellung des FC Bayern bei Eintracht Frankfurt durch Lothar Matthäus fiel vernichtend aus. Der Sky-Experte bemängelte zahlreiche Entscheidungen von Trainer Niko Kovac - der Rekordnationalspieler rechnet mit dessen Entlassung.

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Es dauerte keine neun Minuten, bis alle taktischen Überlegungen von Niko Kovac dahin waren. Doch die Art und Weise, wie sich der FC Bayern nach dem frühen Platzverweis gegen Jerome Boateng zerlegen ließ, sorgt für Kritik. Nach dem Spiel analysierte Sky-Experte Lothar Matthäus die Aufstellung des deutschen Rekordmeisters beim 1:5 gegen Eintracht Frankfurt und fällte ein vernichtendes Urteil.

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Bayern-Coach Niko Kovac kämpferisch: "Ich gebe nie auf"

"Man hat zwei Innenverteidiger, lässt aber einen [Pavard] auf rechts spielen und stellt Alaba, der eigentlich Linksverteidiger ist, in die Innenverteidigung, dass man Davies in der Mannschaft hat. Mit Kimmich rechts, Alaba links, Pavard und Boateng in der Innenverteidigung hätte man eine eingespielte Viererkette gehabt, in der jeder Spieler seine Position gespielt hätte", kritisierte der frühere Profi die taktischen Entscheidungen von Kovac. In der Defensive baute der Bayern-Coach auf der defensiven Außenbahn auf Youngster Alphonso Davies und stellte Kimmich im Mittelfeld auf - und das, obwohl mit Javi Martinez, Leon Goretzka und Corentin Tolisso gleich drei Kandidaten für das defensive Mittelfeld auf der Bank saßen.

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Matthäus rechnet mit Kovac-Entlassung

Auch die offensive Ausrichtung des deutschen Rekordmeisters sorgte bei Matthäus für Unverständnis. "Müller musste wieder auf der ungeliebten Außenposition spielen und Gnabry seitenverkehrt auf links", bemängelte der 58-Jährige und resümierte: "Das sind viele Änderungen, die ich in einem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt nicht nachvollziehen kann."

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Niko Kovac ist nicht mehr Bayern-Trainer. Der Rekordmeister muss einen Nachfolger finden. Namen wie die von Co-Trainer Hansi Flick, Ajax-Coach Erik ten Hag und José Mourinho werden gehandelt. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt die Kandidaten. Zur Galerie
Niko Kovac ist nicht mehr Bayern-Trainer. Der Rekordmeister muss einen Nachfolger finden. Namen wie die von Co-Trainer Hansi Flick, Ajax-Coach Erik ten Hag und José Mourinho werden gehandelt. Der SPORTBUZZER zeigt die Kandidaten. ©

Für Niko Kovac könnte das 1:5 in Frankfurt das letzte Spiel als Trainer des FC Bayern gewesen sein. Er müsse "jetzt auch die Konsequenzen tragen", bilanzierte Matthäus. Einen Trainerwechsel hält der langjährige Bayern-Profi sogar für wahrscheinlich und erklärte: "Es sieht sehr verdächtig danach aus, dass die Bayern handeln." Die Aufstellung habe Kovacs Position jedenfalls "nicht gestärkt".