08. Oktober 2020 / 08:26 Uhr

Lothar Matthäus kritisiert Bundestrainer Joachim Löw: "Wieder kosteten taktische Fehler den Sieg"

Lothar Matthäus kritisiert Bundestrainer Joachim Löw: "Wieder kosteten taktische Fehler den Sieg"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lothar Matthäus (links) kann die taktischen Maßnahmen von Bundestrainer Joachim Löw nicht verstehen.
Lothar Matthäus (links) kann die taktischen Maßnahmen von Bundestrainer Joachim Löw nicht verstehen. © Getty Images/Montage
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Der nächste verspielte Sieg ärgert auch den Bundestrainer gewaltig. Nach dem 3:3 der DFB-Elf gegen die Türkei fordert Joachim Löw Siege in den nächsten Spielen. Bei Rekordnationalspieler Lothar Matthäus steht der Bundestrainer heftig in der Kritik.

Lothar Matthäus hat nach dem erneuten Unentschieden der deutschen Nationalmannschaft heftige Kritik geübt und dabei explizit Bundestrainer Joachim Löw genannt. "Deutschland hat jetzt zum fünften Mal die Führung verspielt, gegen die Türkei dreimal in einem Spiel. Wieder kosteten taktische Fehler von Jogi Löw bei den Einwechslungen den Sieg", sagte der ehemalige Kapitän des Nationalteams der Bild nach dem 3:3 gegen die Türkei am Mittwochabend.

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"Ich wundere mich, wenn ich sehe, dass da viele Spieler wie Nico Schulz für Deutschland auflaufen, die in ihren Vereinen auf der Bank sitzen", sagte Matthäus weiter. "Genau deshalb schaltet für Deutschland keiner mehr den Fernseher ein." Löw hatte zu dem Spiel gesagt: "Wir müssen über die Themen reden, was müssen wir verbessern. Wir müssen auch eine andere Mentalität entwickeln." Er kündigte eine intensive Analyse und Aufarbeitung an. Das nächste Spiel ist die Nations-League-Partie am Samstag (20.45 Uhr, ARD) in der Ukraine.

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Natürlich war Löws B-Formation anzusehen, dass es sich um eine improvisierte Lösung handelte. Einige Protagonisten wie der Dortmunder Schulz und Antonio Rüdiger vom FC Chelsea waren ohne Spielpraxis in ihren Vereinen angereist. Einige positive Erkenntnisse aber konnte der DFB-Chefcoach mit Blick auf die verschobene EM im kommenden Sommer aber durchaus mitnehmen. Der Mönchengladbacher Debütant Florian Neuhaus deutete nicht nur mit einem schönen Tor sein Potenzial an. Luca Waldschmidt, ebenfalls erstmals Torschütze, zeigte immer den direkten Zug zum gegnerischen Tor. Und der Neu-Leipziger Benjamin Henrichs fand sich nach drei Jahren Auswahlpause schnell wieder zurecht.

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