06. Dezember 2021 / 21:20 Uhr

Matthäus verteidigt BVB-Profi Bellingham nach Zwayer-Aussagen: "Kann seinen Frust verstehen"

Matthäus verteidigt BVB-Profi Bellingham nach Zwayer-Aussagen: "Kann seinen Frust verstehen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lothar Matthäus hat BVB-Profi Jude Bellingham verteidigt.
Lothar Matthäus hat BVB-Profi Jude Bellingham verteidigt. © Getty Images/IMAGO/Kolvenbach/Team 2 (Montage)
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Nach den Spielverschiebungs-Aussagen in Richtung Schiedsrichter Felix Zwayer gibt es viel Kritik an Youngster Jude Bellingham. Der DFB ermittelt. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus nimmt den jungen Engländer in seiner "Sky"-Kolumne nun in Schutz.

Das Bundesliga-Topspiel hallt weiter nach – nicht etwa wegen der furiosen Partie, die der FC Bayern mit 3:2 für sich entschied, sondern vor allem wegen der entbrannten Schiedsrichter-Debatte. Strittige Entscheidungen von Schiedsrichter Felix Zwayer haben für einige Aufregung gesorgt. Die Aussagen von BVB-Profi Jude Bellingham entfachten danach ihrerseits heftige Kritk. Der 19 Jahre alte Engländer hatte Zwayer unmittelbar nach dem Spiel in einem Interview hart angegangen – und eine Anspielung an den Hoyzer-Spielmanipulationsskandal gemacht. Lothar Matthäus hat Bellingham nun verteidigt: "Heute würde er das vielleicht mit Abstand nicht mehr sagen. Aber ich kann seinen Frust und seine Wut direkt nach Spielende auch verstehen", schreibt Matthäus in seiner Sky-Kolumne.

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"Mir ist in Karlsruhe mal Ähnliches passiert", erinnerte sich der 60-Jährige an eine Entgleisung, bei der er 1994 ebenfalls Spielverschiebung andeutete. "Das Adrenalin und die Emotionen sind nur sehr schwer zu kontrollieren, wenn man so ein wichtiges Spiel durch strittige Entscheidungen verliert." Dass der DFB gegen den BVB-Youngster ermittelt und sogar eine Anzeige bei der Dortmunder eingegangen ist, geht dem TV-Experten offenbar zu weit. "Von mir aus soll er für einen karitativen Zweck eine Geldstrafe spenden und dann ist gut", fordert Matthäus.

Generell zeigt sich auch Matthäus von Zwayers Leistung im Topspiel nicht begeistert. "Und trotzdem muss man sagen: Die Aussagen des Dortmunder Spielers gehen zu weit und sollten so nicht wieder vorkommen", erklärt er allerdings und nimmt den Schiedsrichter in Schutz: "Denn auch wenn man über beide Elfmeterszenen diskutieren kann, so muss man auch feststellen: Skandalös waren die Entscheidungen von Herrn Zwayer auf gar keinen Fall und verpfiffen hat er das Spiel auch nicht."