10. Mai 2022 / 07:02 Uhr

Matthäus kritisiert Kehl für Aussagen zu Rose-Zukunft beim BVB: "Fahrlässig und blauäugig"

Matthäus kritisiert Kehl für Aussagen zu Rose-Zukunft beim BVB: "Fahrlässig und blauäugig"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Muss sich Kritik von Ex-Nationalspieler Lothar Matthäus anhören: BVB-Lizenzspielerchef Sebastian Kehl. 
Muss sich Kritik von Ex-Nationalspieler Lothar Matthäus anhören: BVB-Lizenzspielerchef Sebastian Kehl.  © IMAGO/Langer/Sven Simon (Montage)
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BVB-Lizenzspielerchef Sebastian Kehl vermied am Samstag noch ein klares Bekenntnis zu Trainer Marco Rose, ruderte bereits einen Tag später aber wieder zurück. Trotz des Rückziehers stellte Ex-Nationalspieler Lothar Matthäus in seiner "Sky"-Kolumne nun klar: "So was darf ihm nicht passieren." 

Am vergangenen Spieltag hat Borussia Dortmund die Vizemeisterschaft durch einen Sieg bei Greuther Fürth endgültig perfekt gemacht. Aufgrund des frühen Ausscheidens im DFB-Pokal, in der Champions League und später auch in der Europa League sind die Verantwortlichen trotz des zweiten Platzes in der Bundesliga mit der Saison des BVB aber keinesfalls zufrieden. Sogar Trainer Marco Rose, der erst im vergangenen Sommer bei den Dortmundern anheuerte, stand immer wieder in der Kritik.

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Vor dem Spiel in Fürth sorgte Lizenzspielerchef Sebastian Kehl, der im Sommer Michael Zorc als Sportdirektor ablösen wird, nun mit einer Aussage zur Zukunft des aktuellen BVB-Coaches für Aufsehen. "Ich gehe davon aus, dass Marco Rose nächste Saison Trainer ist", sagte der 42-Jährige über Rose beim Pay-TV-Sender Sky. Auf die Nachfrage des Reporters, ob er davon ausgehe oder sich sicher sei, entgegnete Kehl: "Ich gehe davon aus" – und vermied damit ein eindeutiges Bekenntnis. Einen Tag später ruderte der Ex-Profi im Sport1-"Doppelpass" zwar zurück (Kehl: "Ich kann klar sagen, dass das total unglücklich formuliert war und dass ich mit Marco die kommende Saison plane"), aus der Welt schaffen konnte er die Debatte allerdings nicht.

Ex-Nationalspieler Lothar Matthäus übte am Montag deutliche Kritik an Kehls Äußerungen. In seiner Sky-Kolumne schrieb er: "So was darf ihm nicht passieren. Das war fahrlässig und blauäugig." Der künftige BVB-Sportdirektor sei "für einen kurzen Augenblick einfach zu ehrlich" gewesen. Es sei "bekannt, dass BVB-Berater Matthias Sammer ein großer Fan von Edin Terzic ist, Rose kritisch sieht und Boss Watzke viel auf Sammers Urteil gibt". "Umso klarer wird dadurch", führt Matthäus aus, "dass Kehl diesen Satz nicht einfach nur aus Versehen von sich gegeben hat, sondern viel Wahres in ihm steckt."

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Terzic, der aktuell als technischer Direktor beim BVB arbeitet, trainierte die Dortmunder in der vergangenen Spielzeit nach der Entlassung von Lucien Favre interimsweise für ein halbes Jahr und gewann am Ende der Saison den DFB-Pokal. Auch Matthäus hat eine hohe Meinung vom 39-Jährigen: "Terzic hat ein paar Wochen gebraucht, um die Mannschaft zu gutem Fußball zu führen, es aber dann richtig gut gemacht. Hinzu kommt, dass er ein BVB-Mann durch und durch ist, ihn die Fans lieben." Für Rose könnte der Druck deshalb noch größer werden, "auch dank der ehrlichen Worte von Sebastian Kehl", so Matthäus.

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